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Full text of "Regesten der Bischöfe von Eichstätt Von 741 1229"

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REGESTEN 



der 



Herausgegeben 



von 



profeffor 3HicO. Ccfffnh. 



Ernte Abtheilutiß. 

Von 741 — 1229. 



Programm <let b itrhöfl ich e N Lyreumt. 



Eichstätt, 1871. 

PtuA oon Kiirl pt iui ii tt 



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Vorbemerkung'. 



Die vorliegende Bearbeitung eines Thciles der Eichstätter Bischofs-Regcsten hat im 
Allgemeinen dasselbe Ziel vor Augen, welches die vor einigen Jahren ebenfalls als Lycealpro- 
gramm erschienene Bibliotheca Eystettensis dioccesana hatte, nämlich jenes urkundliche Material 
zu sammeln, welches hier in Eichstätt selbst erreicht werden kann, um damit die Vorarbeiten, 
welche eine gediegene Diözesangeschichte zur nothwcndigen Voraussetzung hat, zu vervoll- 
ständigen. 

Es ist vor einigen Jahren ein Verein zur Bearbeitung von Kegcsten der drei fränkischen 
Bisthümer Bamberg. Würzburg und Eichstätt bis zum Anfange des 16 Jahrhunderts zusammen- 
getreten. Er schied sich in eben so viele Diözcsrfn-Gruppcn. Was nun in Eichstätt seither 
von den einzelnen Mitgliedern, deren Namen wir am Schlüsse der letzten Abtheilung dankbar 
erwähnen werden, geliefert wurde und theils aus den vorliegenden Urkunden-Sammlungen von 
Falkenstein. Stein, Model, Popp, theils aus andern gedruckten und ungedruckten Hilfs- 
mitteln erhoben werden konnte, das hat durch den Herausgeber, Hrn. Professor Mich. Lefflad. 
eine letzte Ueberarbeitung erhalten, welcher wir das Zeugnis* nicht versagen dürfen, dass sie 
mit eben so viel Liebe als ausdauernder Mühe zu Stande gekommen. 

Wenn nun das hier gebotene Material, dem Gesagten gemäss, auch nicht auf Voll- 
ständigkeit Anspruch macht, wenn auch die Aussicht, dass neben den Regesten der Bischöfe 
noch jene des Domkapitels, der Stifte und Klöster des Bisthums zu bearbeiten sind, die Hoff- 
nungen der Arbeiter fast niederdrücken möchte, so glauben wir doch, dass die Thatsache: ein- 
mal einen, wenn auch noch so bescheidenen Anfang vor uns zu sehen, den Werth habe, unseru 
Freunden in den andern Diözesen zu zeigen, wie weit wir selbst zu reichen vermögen, und 
worin wir ihrer Unterstützung bedürfen, in uns selbst aber den Muth zu erhalten, wenn auch 
in kurzen Schritten dem längst ersehnten Ziele zuzusteuern. 

Eichstätt 27. Juli 1871. 

J. G. Suttiier. 



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I Der heilige Willibald 741-781 



742 
April 21 



745? 
März 



750 
circ. 

752? 
Juni 



761 

Dez. 



r62? 



Lcstincs? 



Heiden- 
heim 

Attigny 



Heiden- 
heim 



Attigny 



777 Heiden- 
Sopt. 24 



778 
Sept. 24 



Anf einem vom grafen Suitgor geschenkten gründe, dessen grenzen vcrmuthlich mit 
den grenzen der ehemaligen pfarrei zu unserer lieben Frau in Eichstätt (jetzt dompfarrei, 
pfarrci sanet Walburg und pfarrei Rupertsbuch, letztere jedoch ohne Sappenfeld) zusammen- 
fielen, beginnt der heUige Willibald nach gewöhnlicher annähme im jähre 741 ein kloster zu 
bauen. Am 22. okt. 741 wird er auf der Salburg vom heiligen Bonifacius zum bischof ge- 
weiht. — Popp, Denkschrift zur eilften säcularfeier des bisthums Eichstätt p. 165. 167. Conf. 
Dünzelmann, Untersuchungen über die ersten unter Karlmann und Pippin gehaltenen conci- 
lien p. 40 (Dfinzelm. vertheidigt das jähr 742). 

Der heilige Willibald wohnt dem sogenannten ersten concilium germanicum bei. — Pertz, 
Jlon. Germ, bist., leges totn. I p. 16. Jaffe, Biblioth. rer. gcrni. HI, 127. Baiuze, Ca- 
pitular. reg. francor. I, 116. 823. Goldast, Constitut. impor. I, 15. (Mansi, sacror. con- 
cilior. collect. XII, 355 und Dünzelmann p. 40 und 42 haben das jähr 743). [1| 
schreibt mit dem heiligen Bonifacius und einigen anderen Bischöfen an den könig Acthil- 
bald von Mercicn und den englischen priester Herefrid. Die Briefe sind datirt von einer 
synode: nos octo episeopi, qui ad unam synodum convenimus. [2| 
Dümelaumn p. 47 erklärt das von dem ersten germanischen concil, Binterim (Gesch. der deutschen 
concil. II, 24) von dem concil zu Soissons ("44), Ilcfclo (Conciliengesch. III, 497) und llahn (Jahrbücher 
s fränkischen reiches von 471 bis 752 p. 73) von dem concil in Lcstincs, das sie in das jähr 745 
verlegen. 

erwirbt in Verbindung mit seinem Bruder Wunibald in Heidenheim grund und boden zur 
grilndung zweier kloster. — Sanctim. Heidenh. bei Mabillon saec. Hl tom. H p. 165 Bolland. 
Act. sanetor. mens. febr. tom. II p. 70 tom. III p. 514. [3| 
unterzeichnet die Urkunde, wodurch könig Pippin dem kloster Fulda einen privilegienbriet 
des Papstes Zacharias d. d. 751 nov. 4 bestätigt. (Am datum ist radirt.) Dronkc, Cod. 
dipl. Fuldens. p. 4 n. 5. Böhmer, Reg. Karolor. p. 1 n. 3. [4| 
Brtquigny, Table chronol. des diploraes hat das jähr 751; Sickel, Acta Karolinorum p. 2 n. 7 das 
jähr 753-, Le Cointe, Annal. eccl. Francor. V, 430 und Schannat, Dioeces. Fuld. p. 234 nehmen das jähr 755. 
kommt, von seinem brader zu sich gebeten, 761 Dez. 18 nach Heidenheim. Wunibald stirbt 
noch am selben tage und wird am folgenden von Willibald bestattet. Willibald über- 
trägt seiner Schwester die Oberleitung auch Uber das männcrklostcr. — Sanctim. Heiden- 
heim, bei Mabillon saec. IH tom. II p. 16. Gretscr, De divis tutelarib. ecclesiao Ey- 
stett. cap. 29 p. 107. Popp, Denkschrift p. 186. [5| 
schliesst mit drei und vierzig anderen prälaten einen todtenbund, den ersten im fränkischen 
reiche. — Oclsner (König Pippiu pag 363. 476) nach dem cod. biblioth. Vatican. n. 577. 
Pertz, Leg. I, 30. [6] 
Mansi, Hansiz, Labbe, Abel (Karl der Grosse I, 44) haben das jähr 765. 
erhebt die leiche seines Bruders Wunibald und weiht (?) den chor der grösseren durch ihn 
statt des früheren Oratoriums erbauten kirche. Geschehen 16 jähre weniger 3 monate 
nach der ersten beisetzung Wunibalds. — Sanctimon. Heidenh. bei Mabillon, saec. III 
tom. II p. 171. Eichstätt, pastoralbl. IX, 70, 135 (1862). (7| 
weiht die neue nun vollendete kirche zu Heidenheim, gerade ein jähr nach orhebung derroliquien 
sanet Wunibalds. - Sanctim. Heidenh. bei Mabillon 1. c. Eichstätter pastoralbl. IX, 135. [8] 

1 



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L Der heilige Willibald 778—781. 




783 Fulda 



784? 
Aug. 22 



785 
Oct. 8 



785 V 



Neustadt 



Fulda 



Würzburg 



unterzeichnet mit mehreren anderen das testament des Bischofs Remigius von Strassburg ? — 
Grandidier, Hist. de 1' eglise et des öveques de Strassbourg. [9] 
ist in Heidenheim, um seine am 25. febr. verstorbene Schwester Walburga zu bestatten. — 
Stevart, Commcntar. de vit. s. Walpurgae cap. VIII p. 19. Popp, Denkschrift p. 187. [10] 
tritt in eine spiritualis confoederatio mit dem kloster s. Peter zu Salzburg. — Meichelbeck, 
Ilist. Frisingcns. I, 83 nach einem Salzburger nekrologium aus dem achten jahrhundert. [11] 
Todestag: 781 juli 7, nach sechs und dreissigj ähriger regierung. Vid. Gundechari üb. 
pontif. bei Pertz VII, 245, Popp p. 189. — Die Bollandisten (Act sanetor. mens. jul. tom. 
II p. 491) und Falkcnstcin (Analect. Nordgav. II, 424) nehmen das jähr 786 an. 

Die folgenden nummern sind entweder unecht oder 
falsch datirt oder von einem anderen bischof Willibald zu 
verstehen: 

Bischof Willibald bescheinigt unter aufdrückung seines Siegels , dass die Schenkung , welche 
Emhiltis, äbtissin des klostcrs Milize (Miltz in der grafschaft Henneberg) an ihr kloster 
gemacht hat, richtig vollzogen worden sei. — Pistorius, Script, rer. germanic. 1U, 563. 
Eckhart, Francia Orient. I, 703. [12} 
Die Schenkungsurkunde der Imhild bat die Unterschrift: Act. in Ttco publico et villa quae dicitur 
Milize, anno mcarnationia Christi DCCLXXXIII ot anno regni dotnini nostri Caroli regis Francorum XVI, 
die mensis martii XXV. 

consecrirt mit dem erzbischof Lullus nach einer Urkunde Karls des Grossen d. d. jähr Christi 
DCCXCIIII im mai, indict. II, regierungsjahr Karls in Frankreich XIX, regierungsjahr 
Karls in Italien XII die kircho des klosters Neustadt im Spesshart am 22 aug. eines un- 
genannten jalu-es. Ussermann, Episcopat. Wirzob. p. 325 vermuthet das jähr 784. [13 1 
Die Urkunde Karls ist gedruckt bei Ussermann, Episc. Wirzeb., cod. probation. p. 5. n. i. Lcuckfeld, 
Antiquit. Poeld. p. 241. Auszugsweise bei Eckhart, Francia Orient. I, 705. Die notae chronologicae stehen 
mit einander im Widerspruch. 

schenkt an das kloster Fulda neun höfc bei Fulda sammt den darauf wohnenden hörigen leuten 
und einen hof in Ibesstat (Eibstadt im Grabfeld). Zeugen: Ebucar, Eggi, Erpes, Ihro, 
Sitzger, Wahho, Vulfuiar, Hurun, Friccheo, Waldmunt, Vogo. Anno XVIII regnante 
Carlo, die VIII octobris. — Pistorius, Kcr. germanic. scriptor. HI, 555, Eckhart, Francia 
Orient I, 704. |14] 
Dronke, Cod. dipl. Fuld p. 52 n. 86; Falkenstein, Cod dipl. Eystett. p. 1 n. 1 und Schannat, Tradit. 
Fuldcns. p. 39 n. 76 haben das jähr 786. 

schenkt Gott und dem heiligen Bonifacius für das kloster Fulda den hof Kuchensee (im Sua- 
lefeld in der mngegend von Heidenheim). — Schannat, Tradit. Fuld. p. 311 n. 81 und 

Histor. Fuldcns. p. 90. Falkcnstcin, Memorab. Nordg. veter. I, 234 und Analect 

Browcr, Antiq. Fuld. Üb. IU cap. 11. Popp p. 192. Luidl, Eichstätt, heiligth., prolegom. 
p. 212. 224. [15] 
assistirt mit erzbischof Lullus von Mainz dem bischof Megingoz von Würzburg bei der weihe 
des priesters Bernwulf zum neuen bischof von Würzburg. — Egilward, Vit. s. Burchardi 
lib. III cap. 1. Ussermann, Episcop. Wirzeb. p. 13. [16] 
Das jähr 785 beruht auf der berechnung Eckharts, Franc Orient. I, 702; Müller (Wirzburg. chronik 
p. 361) und Friese (Historie der bischöfe von Würzburg p. 401) setzen diese weihe in das jähr 794; Pagi 
(tom. III p. 345 nro. XIX) vor das jähr 774; Solerus (Holland, mens. jul. tom. U p. 493) in das jähr 769. 
Conf. Popp p. 191. 

II. Geroch 781-801. 

Aus edlem geschlechte ; vom heiligen Willibald getauft Nach dem anonvm. Haserens, 
(bei Pertz VII, 266) schenkt er der kirche Eichstätt mehrere gütcr, vermuthlich in Eitensheim, 
Buchsheim, Pietenfeld und Möckenlohe sowie den forstdistrikt Kamersberg bei Nassenfeis, 
|da diese namen schon sehr frühe unter den Eichstättischen besitzungen vorkommen. 



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n. Geroch 781—801. III. Agao (Agnus) 801—822? IV. Bischof Altun. 



3 



7*7 V 



810? 



Geroch erhält nebst vier anderen bischöfen von Karl dem Grossen antwort auf ein schreiben, 
in welchem die bischöfe die frage des kaisers über die gaben des heiligen geUtes beant- 
wortet hatten. (Karls brief füllt in die Zeit von 787—800). — Mabillon, Analcct. n. 74. 
Migne, Patrolog. curs. tom. 98 p. 914. Sickel, Act. Karoling, II, 64. [17] 
wandelt das raänncrkloster zu Heidenheim in ein kanonikatstiit um — Adalberti abbat, rclatio 
abgedr. bei Gretaer, De ecclesiae Eystett. divis tutelarib. p. 365. [ig| 
Im kloster xu Eichstätt scheint Geroch es so eingerichtet zu haben, tlass manche und stiftsborrn 
neben einander wohnten. 

Todestag: febr.' 2 eines nicht sicher bestimmbaren jahres. 

Von Gerocb und den nächsten vier bischöfen hat Gundekars pontificalc, die ft] teste einheimische 
quelle, nur den tag nicht das jähr des todes, und die unbestimmte bemerkung, mit einander hätten die- 
selben gerade 100 jähre regiert. Erst in der mitte des dreizehnten Jahrhunderts haben Interpolationen 
von zweifelhaftem werth aus der hand des Konrad von Kastel diese 100 jähre auf die einzelnen 
vertheilt Von Geroch ist bemerkt: Sedit annos 20. Also wäre er 801 gestorben. 



Kl 9 



Jan. 17 



821? 
Okt 

822 
Aprii 



Regens- 
burg 



III. Agan (Agnus) 801-822? 

Nagel (Origin. dorn. boic. p. 47) meint, Agan sei zuvor abt von Münchsmünstcr und 
als solcher 799 auf der synode in Reisbach zugegen gewesen. Vergl. jedoch Enhuber, Con- 
cilior. Ratisbon. brev. reecns. p. 27 sq. Popp p. 227. Nach Gundekar (Pertz VII, 245 
149) starb er am 6. nov , nach konrad von Kastel (Pertz VII, 243) regierte er 18 jähre, also 
bis 819. Vergl aber nro. \22\ und [23]. 

Ein Bischof Agnus von nicht genanntem sitze wohnt einer Versammlung von bischöfen und 
übten in RegenBburg bei. — Harzhciin II, 695. Mcichclbeck, Histor. Frising. tom. I prs. p. 144 
instrum. CCLVI. Enhuber, Concil. Ratisb. q. 33. Rosch, Annal. eccles. Sebon. II, 78. [19| 

IV. Bischof Altun. 

Sind die zwei nächst folgenden angaben richtig, so ist man genöthigt, zwei Bischöfe 
zu gleicher zeit anzunehmen. Vielleicht verwaltete der eine den bayerischen, der andere 
den fränkischen theil der diözesc. Nach Konrad von Kastel (Pertz VII, 243) regierte Altun 
17 jähre, also nicht bis nach 836. — Indcss setzen ihn alle bischofskatalogc hinter Adalung. 
Nach Falkenstein und Grctscr regierte er 841—858, nach Popp 830—847. 
Bischof Altun ermächigt den klosterpropst Gundram von Solenhofen, den leib des heiligen 
Sola zu erheben. — Ermenbald, Vit. s. Solae bei Canisius, Lection. antiqu. tom. IV und 
Gretser, Do div. tutel. p. 488. Anonym. Haserens, bei Pertz VII, 256. |20| 
weiht auf die bitten des abtes Aegil von Fulda nach erhebung der reliquien des heiligen Sola 
die neu erbaute kirche des klosters Solenhofen. — Brower, Antiq. Fuld. p. 115. Schannat, 
Dioeces. Fuldeus. p. 143. [21 j 

Topp, der bei Schannat 849 statt 819 liest, verlegt diese Weihe in das jähr 834 (Denkschrift p. 22s V, 
Suttner corrlgirt in 829 (Eichstatt pastoralbl. XI, 61). 



Tribur 



Ergolting 



Synode in Tribur. Ausser anderen deutschen und französischen bischöfen war der erz- 
bischof von Mainz cum suffraganeis suis zugegen, also auch mit dem bischof (Agan?) 
von Eichstätt — Harzheini II, 23. Goldast, Constit. itnper. I, 13 (hat das jähr 820). [22] 
Ein biscliof Agano ist auf der synode zu Ergolting (Engolding bei Landshut). [23] 
Nagel (Origin. dorn. boic. p. 202) hält ihn für den biscliof von Eichstatt; Mcicbelbeck (Histor. Fri- 
sing. II ö, 229) und Hansiz (Germ. sacr. 1, 134. II, 125) nennen ihn bischof incertae sedis. 



V. Adalung 822-841? 



Nachfolger des Agan. Nach den angaben des Konrad von Kastel hätte Adalung die 

1* 



-i 



V. Adalung 822—841? VI. Otgar (Ottokar) 847—860? 



829 Mainz 
Juni 

835 Dioden- 
hofcn 



847 
Okt. 1 



852 
Okt. 18 



857 
April 21 



Mainz 



857 



Bodmant 



Aug. 18 

860 
Febr. 20 



Juni 5. 



bürg 



Coblcnz 



Verwaltung der diözcsc im jähre 819 übernommen. Sedit annoa 22. Also wäre er 841 ge- 
storben und zwar am 25. juli (Portz VII, 243. 245). Popp hält für wahrscheinlich, dass er 
schon 830 starb (Denkschrift p. 228). 

Bischof Adalung wohnt einer synode in Mainz bei. — Harzheim II, 829. Binteriin II, 383. 

[24] 

Bischof Ado von Eichstätt vertritt auf dem synodalreichstag zu Diedenhofon die sache des 
kaisers Ludwig des Frommen. — Mansi XIV, 659. Harzheim II, 66. Binterim II, 392. 
Vit. Hludowici bei Pertz II, 638. (25| 

» 

VI. Otgar (Ottokar) 847—870? 

Die bischofskatalogc von Falkenstein, Gretser u. s. w. setzen die erhebung Otgars in 
(das jähr 858; allein er muss spätestens im okt. 847 schon biachof gewesen sein. Nach dem 
pontificalc Gundekars Btarb er 880 juli 6. Weil aber die Bischöfe von Geroch bis Otgar zu- 
sammen 100 jähre regiert haben sollen, nehmen die kataloge das jähr 881 als todesjahr 
Otgars. Nach Konrad von Kastel hätte Otgar 23 jähre regiert; also wäre er 870 gestorben. 

Bischof Otgar wohnt einer von dem Mainzer erzbischof Raban berufenen eynode bei und ist in 
der praefatio derselben genannt. — Ilarzheim II, 152. Falkenstein, Cod. diplomat. episco- 
pat. Eichstadiens. statuta dioecesau. p. 26. iieumann, De re diplomat. II, 332. Eck- 
hart, Fraucia orient. U, 392. Oclclc, Scriptor. rcr. boic. I, 445. Kunstmaun, Hrabanus 
Maurus p. 116. [26 1 

wohnt einem concil in Mainz bei: anno incarnnt 852, indict XV., regis Hludowici 18. — 
Pertz III, 410. Binterim II, 428. 50-1. Mansi XIV, 969. Ilarzheim II, 165. [27j 
Die chronologische!] angaben widersprechen sich. Portz zieht das jähr &M vor. Mansi und Harz- 
heim kannten die akten noch nicht. 

von könig Ludwig dem Deutschen als nachfolger des 855 sept. 20 verstorbenen bischofs 
Gozbald von Würzburg zum abt von Niederaltaich gemacht erhält Otgar für sein kloster 
die Zusicherung des königsschutzes und das Privilegium der immuuität. — Mon. boic. XI, 
115. Böhmer, Bog. Karolor. p. 80 n. 781. Conf. Kopp, Palaeogr. crit. I, 433. (28) 
In einer Urkunde von der. 18 ist abt Otgar von Nledcraltsüch „abba et vocatus episcopus" ge- 
nannt; in früheren Urkunden findet sich keine hindeutung auf seinen bischöflichen chan.kter. Dcsshalb 
glauben Eck hart (Franc. Orient. II. 509) und Popp (Denkschrift p. 230), nicht Otgar, ursprünglich bischof 
von Eichctaett, sei abt von Altaich, Bondeni Otgar, ursprünglich abt von Altaich, sei bUchof von Eich- 
städt geworden. Eichstädt hätte alsdann zwei Bischöfe dieses namens gehabt und Otgur 1 müst-te circ. 
HGä gestorben sein. Uebrigens sind nach dem urtheile Kopps (l'alaeograph. crit. I, 431 sq ) alle Urkunden 
tür den abt Otgar unecht. 

Bischof Otgar setzt in Verbindung mit Ruadolt, dem grafen des Apphagaus, und Ernst, dem 
söhne des grafen in der böhmischen mark, den im aug. 856 begonnenen krieg gegen die 
Böhmen fort. Das deutsche beer nimmt die veste des herzogs Wiztrach und vertreibt des - 
sen söhn Slawitah. — Annal. Fuld. bei Portz I, 370. Dobner, Annal. III, 26. Oefele, Rcr. 
boic. script. II, 153. Palacky, Gesch. von Böhm. I, 115. |29| 
Abt Otgar erhält von Ludwig dem Deutschen einige güter für sein kloster. — Mon. boic. XI, 
117. Böhmer, Reg. Karol. p. 80 n. 7cU. Conf. Kopp, Palaeogr. crit. I, 431. [80] 
Otgar wird als abt von Altaich genannt in einer Urkunde des königs Ludwig, betr. die be- 
Btätigung der Schenkungen, welche herzog Briwinus mit gütern in Kärutlieu an da« ge- 
nannte kloster gemacht hat. — Mon. boic. XI, 119. Böhmer, Reg. Karol. p. 82 n. 794. 
Conf. Kopp, Palaeogr. crit. I, 431 und Wattenbach. [31 1 

Otgar, abt von Altaich genannt, ist bei den triedcnsunterhandlungen in Coblenz als bevoll- 
mächtigter des königs Ludwig des Deutschen zugegen. Baluze, Reg. francor. capitu- 
laria II, 137. Walter, Corpus jur. antiq. III. 109. Eckbart, Franc, orient. II, 476. [32] 



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VI. Otgar (Ottokar) 860—870? VII. Gotechalk 870?-882? 



5 



863 
uni 16 



RH 



865 
De*. 18 



867 



868 
Mai 16 



Hosterino- 
tinga 



Regcna- 
burg 



Niederalt- 
aicL 



870 
circ. 



870 
Sep. 21 



Worms 



Hcidcn- 
heim 



Auf bitten des nbtcs Otgar schenkt Ludwig der Deutsch« die villa Nabawinida am fluss 
Fcbrina dem kloster Altaich; dergleichen bestätigt er demselben, was es in Pannonien 
erworben. Dat. XVI kal. jul., ann. domin. incarnat. 863, indict. X, anno regni Illudovici 
in orientali Francia 31. — Mon. boic. XI, 120. Böhmer, Reg. Karol. p. 82 n. 804. Conf. 
Kopp, Palaeogr. crit I, 431. [33] 
Die chronologischen angaben sind unyereinbar. 
Otgar nnd dessen vogt Wicpotus Überlassen an den bischof Ambricho von Regensburg guter 
in Zulüngon, Mammingon und Usterlingon (drei dürfern bei Landau amJnti) und cr- f f 
halten dafür von Ambricho und dessen vogt Ratboldus die erbschaft eines gewissen Tevit >J ' !> ' 
in Perga und Egiuuila (Bergen und Egweü). Zeugen: Fritilo, Papo, ein anderer Papo, 
L'uolfdregi, ein anderer Uuolfdregi, Erchanperht, Reginpold, Irminolt, Reginolf, Otachar, 
Adnlger, Masso, Patager, Odolperht, Arfrid, Machcln, Otperht, Hartrili, Machalfrid, Irmi- 
nolt, Atacher, Heinperht — Ried, Cod. dipl. I, 49. Falkenstein, Cod. dipl. Norimb. 
p. 13 n. 1 (bat: act. anno Dom. DCCCLXIII). [34) 
Otgar, abba et vocatus episcopus, unterzeichnet eine Urkunde Ludwigs des Deutschen, wo- 
durch derselbe dem kluster Niederaltaich die demselben' gemachten Schenkungen bestä- 
tigt, darunter auch solcho von Otgar selbst in den orten Zullinga, Usterlinga u. s. w. — 
Mon. boic. XI, 122. Hund, Metrop. Salisb. II, 17. Böhmer, Reg. Karol. p. 84 n. 813. Conf. 
Kopp, Palaeogr. crit. I, 431. [35 1 

Synode (in Mainz) wegen der Umtriebe zweier häretiker. Zugegen ist erzbischofs Luit- 
pert von Mainz cum ceteris epiacopis; also auch Otgar von Eichstätt! — Annal. Xantens, 
bei Pertz II, 232. Eichst pastoralbl. I, 19. [36] 
Bischof Otgar wohnt dem concil zu Worms bei und unterzeichnet die professio fidei. — 
Mansi XV, 867. Enhuber, Concil. Ratisb. p. 37. Hansiz I, 161. Wattenbach, Archiv 
für künde österr. geschichtsquellen X, 459 (corrigirt die namen). [37] 
unterzeichnet mit mehreren anderen bischöfen und sechs äbten die confirmationsurkundc des 
westphälischen frauenklosters Herse. — Mansi XV, 886. Mabillon, Annal. ordin. s. Bencd. 
tom. III p. 152. Schaten, Annal. Paderb. I, 111. [38] 
weiht die neue von ihm zu ehren der heiligen Walburga in Heidenheim erbaute kirche. — 
Stevart cap. 9 p. 21. Wolfhard in Vita s. Walburgae bei Mabillon saec. in tom. H p. 
265. Eichstätt, pastoralbl. IX, 135. 137. 139] 
lässt durch die erzprieater Waltho und Adalung die rcliquien der heiligen Walburga von 
Heidenheim nach Eichstätt transferiren. Am 21. sept. kommen die heiligthümcr in Eichstätt 
an. — Stevart cap. 10 p. 21. Grctscr, Catal. episc. Eystett. p. 408. Mabillon, Act sanetor. 
saec. HI tom. U p. 265. 277. Popp, Denkschr. p. 203. Eichstätt. pastoralbL VI, 209. 
X, 125. [40] 

VE. Gotechalk 870?— 882? 

Nach dem pontificalo Gundekars (Pertz VH, 245) hätte Gotschalk drei jähre regiert 
und wäre 882 nov. 12 gestorben! — Conf. Popp, Donkschrift 231. 

Aus seiner regicrung ist weder eine Urkunde noch eine andere gleichzeitige nachricht 



Vni. Erchanbold 882—912. 



Nach Bruschius, Catalog. episcopor. Eystett., stammte Erchanbold aus königlichem 
karolingischen ges.chlechte. Nach dem pontificale Gundekars starb er 902 sept. 20 (Pertz 
VU, 244). Die diplome verlangen ein späteres todesjahr. 



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Vm. Erchanbold 882—899. 



888 
Febr. 23 



Aterhove 



889 
Juni 

Des. 8 



Augsburg 



890 



893? 



ForcLhoim 



895 
Mai 5 



Mai 
Mai 25 

Sept. 23 

899 
Mai 1 



Tribur 



Regens- 
bürg 



Bischof Erchanbold erhalt auf seine bitten von könig Arnulf durch goldbulle die abtei 
Hasarieda (Ilerrieden) mit voller gewalt über alle klostergüter. Dat. VII kaL mart., 
indict VI, anno Arnulfi I; nct. Atcrhoue (Aitcrhofen bei Straubing nach Dambcrger IV, 
9). Mon. boic. XXXI. I, 123. Falkenstein, Cod. dipl. Eyst. p. 13 n. 7. Büttner, Fran- 
konia II, 55. Widerlegung der bei gelegcnheit der königl. preuss. gewaltsamen vor- 
schritte in Franken erschienenen drutkschrift, urkundenb. p. 3 n. 1. Conf. Anonym. 
Ilaserens. bei Pertz VII, 256. Bodmann, Rheingauische alterthüm. p. 110. [41 J 

bewirkt durch seine lürsprnche, dass könig Arnulf dem Gotahelm, einem vasallen des gra- 
fon Engildeo, sieben hüben in Phuncina (Pfünz) schenkensweise überlässt. — Mon. boic 
XXVIII. I, 89. [42] 
erhält von König Arnulf zu einem neuaufbau der domkirche den ort Sezzi und einen theil 
des zum hofe Weissenburg gehörigen waldcs, und zwar von Bizwangen südlich bis zur 
quelle auf dem Hiruzfeld, von da bis Salahinfeld, von da bis an den ort, der Helmrihes- 
winkel hebst, von da an den Phal (vallum Hadrianü), Uber den Phal östlich usque in 
communem marcham Nordgauensem. — Mon. boic. XXXI. I, 130. Falkenstein, Cod. 
dipl. Eyst. p. 14 n. 8. Schütz, corp. histor. Brandenb., versuch IV p. 22. Böhmer, Reg. 
Karol. p. 106 n. 1075. [43J 
Bischof Erchanbold von Eichstätt, der zu einer besprechung Uber die läge des reiches zu 
könig Arnulf nach Forchheim gekommen war, unterzeichnet eine Urkunde für das klostcr Her- 
zen. — Harzheim II, 384. Schaten, Annal. Paderb. I, 221. Eckhart, Franc. Orient. II, 715. [44J 
überlässt auf verwenden des königs Arnulf einen theil von den reliquien der heiligen Wal- 
burga an das neugestiftete klostcr in Monheim und dessen äbtissin Liubilla. Anno Christi 
DCCCXCIU, indict. III. — Wolfhard bei Gretser, Do div. tutelar. p. 412. [46) 
erhält von der äbtissin Liubilla von Monheim das kloster zu Monheim sammt seiner kirche 
(sanet Salvator), seinen reliquien und sonstigem cigenthum. Der bischof dagegen gibt 
das empfangene zur nutznicssung an die nonnen zurück und fügt überdies noch die 
sanet Peterskircho in Monheim sammt dem dazu gehörigen grundstUckcn und zchenton 
sowohl in Monheim als auf den umliegenden höten hinzu. Das Kloster soll nicht als 
leben vergabt werden und immer ein wirkliches kloster bleiben und nur adelige von 
einigem vermögen sollen aufnähme erhalten, zu was allem die diözesansynode ihre ein- 
stiinnmng gibt (Ohne datum uud ort.) Zeugen: die mitglicder der eben versammelten 
synode. — Cod. Popp monacens. manuscr. pag. 437 nach einem Eichstätter copiebuch auf 
pergament im Münchner archiv. Abdruck im Eichst, pastorabl. VI, 206 (1859). [46] 
ist genannt in einer Urkunde für Mcgingoz, seinen vasallen, laut deren könig Arnulf dem 
Megingoz gütcr in Pfahldorf, Oundoltingen, Haralontha und Suantharelanta restituirt. 
Mon. boic. XXXI. I, 146. Falkenstein, Cod. dipl. Eystett. p. 16 n. 9. Schütz, Corp. 
histor. Brandcnb. I, 24. Nagel, Origin. dorn. boic. p. 202. [47] 
unterzeichnet die beschlösse der synode von Tribur. — Mansi XVIU, 157. Hartzheim II, 
408. Pertz, Legg. I, 559. [48] 
erhält von könig Arnulf für Eichstaett, die principalis episcopii sedes, das klösterlcin Ahau- 
sen (Kirchanhausen) sammt dürfern, höfen und gehörigen leuten. — Mon. boic. XXVIII. 
I, 108. Spiess, Archivalische nebenarbeiten p. 139. [40] 
Erchanboldus, episcopus Rubilocensis, ist mit fünf und zwanzig anderen bischöfen bei der ein- 
weihung des klostcrs sanet Emmeramm in Regensburg zugegen. — Auctorium Eccardi 
bei Pertz XVII, 362. [50] 
Bischof Erchanbold erhält von dem grafen Meginward (von Hohentrüdingen?) gütcr in 
Appenborg, Prunnon (Büttelbrunn), Hachlinga und Ursesheim, im Sualafeld in der graf- 
schaft des Ernest gelegen, welche den widerspenstigen vasallen Cozprcht und Thcotger 
abgenommen und dem Meginward geschenkt worden waren. Dessgleichen überlässt Megin- 
ward dem bischof seine besitzungen in Westheim. Der bischof dagegen tritt seine be- 
sitzungen in Pappinheim, Maromarcha (1) und Hohestat sowie eine hübe in Ellingen 



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VIII. Erclmnbold 899—908. 



900 
Febr. 7 



Forchheim 



901 Regens- 
Sept. 13 bürg 

903 Forchheim 
Febr. 14 



Juni 24 
Juli 9 

Aug. 12 



Oetting 



905 
Febr. 14 

905? 



906 

Mai 8 



907 
Mira 19 



Febr. 5 



Regona- 
burg 

Forchheim 



Holzkir- 



Fürth 



Frankfurt 



mit gebaüden, hörigen leuten und zugehörungen als entschädigung an Meginward ab. — 
Widerlegung der preuasiachen öffentl. crklärung, urkundenbuch p. 4 n. 2. Schulhes, 
Kleine histor. Schriften I, 334. [51] 
wohnt mit den bayerischen biachüfen einem synodallandtage in Rciabach bei und unter- 
zeichnet ein schreiben an den papst Johann IX um Sicherung der Jurisdiction des bi- 
schofa von Pasaau über Mähren. — Boczek, Cod. dipl. Morav. I, 60. Hanaiz I, 176 (hat 
daa jähr 900). Meichdbeck II, 407. Mansi XVII, 253. XV1U, 206. Harduin, Concilior. 
VI. II, 483. [52J 
erhält die bostätigung Ludwigs des Kindea zum besitz der abtei Herrieden, welche Arnulf 
an das hochatift geschenkt hatte. — Stein, Cod. dipl. Eyatett. manuscr. p. 26. Büttner, 
Franconia II, 57. [53J 
erwendet Bich für bischof Zacharias von Scbcn, dasa ihm könig Ludwig daa kind den hof 
Prihsna fiberlaaae. — Mon. boic. XXVIII. I, 125. Rcsch, Annal. eccl. Sabion. III, 308. [54] 
bewirkt durch seine flirsprache, dass Ludwig daa Kind dem bischof Tuto von Regensburg 
güter zu Teorinhova im Nordgau für da8 Kloster sanet Emmeram schenkt. — Mon. boic. 
XXVIII. I, 128. Pez, Thesaur. aneedot. I. III, 38. Liber probation. s. Emmer. p. 86 n. 

32. Lünig, Spicil. ecelea. III, 647 (hat daa jähr 902 J. Neue abhandlungen der bayer. 
akad. II, 62. [55] 

verwendet aich, auf einem placitum generale in Forchheim anwesend, bei könig Ludwig für 
das kloater 8anct Gallen wegen erneuerung seiner Privilegien. — Neugart, Cod. dipl. I 
p. 256 n. 6-10. [56] 
macht während seines aufcnthaltes auf dem schlösse Tharnsse am Main den Vermittler, dass 
könig Ludwig dem bischof Rudolph von Würzburg von den Babenbergischen gütern die 
orte Prozzelteshcim und Frichinhuaa überlasse. Mon boic. XXVIII. I, 129. Herzheini II, 
583. Krcmcr, Origin. Naasoic. p. 31. Eckhart, Francia orient II, 897. [57] 
ist in der Urkunde Ludwigs des Kindea über die Schenkung des hofes Velden an bischof 
Tuto von Regensburg, der denselben an das kloater aanet Emmeram übergeben soll, 
als intercesaor genannt. — Mon. boic. XXXI. I, 171. Lib. probat, s. Emmer. p. 88. n. 

33. Ried, Cod. dipl. Ratisb. 1, 86. Pez, Thesaur. aneedot. I.III, 40. Hanziz U, 143. 
Resch II, 316. . [58] 

erreicht durch seine Vorstellung, dass Ludwig das Kind dem klostcr Nicdcraltaich den ort 
Bucinbura reatituirt. — Mon. boic. XI, 129. XXVIU. I, 138. Resch, Annal. eccl. Scbon. 
U, 320. Hund, Metrop. Soliab. II, 20. [59] 
erscheint als Zeuge in einer Urkunde Ludwigs des Kindes, einen tausch zwischen dem abte 
Huoggi von Fulda und dem grafen Adalhard betr. Anno dominicae incarnat. DCCCCIV, 
indict VIII, anno regni Ludovici IU. - Schannat, Tradit. Fuld. p. 221 n. 545, Eck- 
hardt, Francia Orient. 11, 814. Dronke, Cod. dipl. Fuld. p. 299 n. 660 (hat das jähr 
906.) [60] 
Die notae chronologicae stimmen nicht überein. 
erlangt von Ludwig dem Kind für den bischof Walto von Freising die erneuerung eines 
durch brand zerstörten privilegienbriefes. — Mon. boic. XXVIII. I, 140. Harzhcim II, 
583. Hund, Metrop. Salisb. I, 127. Resch II, 324. Hansiz U, 143r Lünig, Spicileg. 
ecclcs. II, 215. [61] 
stellt, zu einem fürstentag nach Fürth gekommen, an Ludwig das kind die bitte, einen 
gütertausch zwischen den klöstern Fulda und fipternach zu bestätigen. — Dronke, Cod. 
dipl. Fuld. q. 301. Schannat, Tradit. Fuld. p. 223 n. 547. Böhmer, Reg. Karol. p. 116 
n. 1215. [62] 
erhält von künig Ludwig auf fürapracho der biachöfe Hatho und Adalgcro sowie der grafen 
Chuonrad und Cotefrcd markt-, münz- und zollrecht, das recht, Eichstätt zu befestigen 
und den foretbann innerhalb des gebiete« von Eichstätt dann in dem walde von Itena- 
, Pusaeneaheim, Puttinveld, Mechinloch, Chittcnveld, Rammcrsperch (Falkcnstein: 



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VIII. Erchanbold 908-912. IX. Udalfrid 912-918. 



<>0H 

Juni 
912 
März 



Forchheim 



916 
Juli 8 



916 
circ. 



918 

Sept. 9 



Neuburg 



Forchheim 



Kaincrsborg) und iu einem waldtheil gegen Sezzin und Affinthal hin. Mon. boic. XXXI. 
I, 178. Fnlkenstein, Cod. dipl. Eyst. p. 17 n. 10. Lang, lieg. boic. I, 29 (hat das jähr 
900). [63J 
auf sein verwenden überlässt könig Ludwig dem erzbischof Hatto von Mainz oine besitz- 
ung zu Engclstadt. — Guden, Cod. dipl. I, 345. [64] 
erhält von könig Konrad I die bestätigung aller früheren Schenkungen an sein stift, nament- 
lich der Schenkungen Hasenried, Ahusa, .... rihhingn, Fahrenpach und Sundaresfeld; 
sodann ist genannt ein theil des Wäldes bei Viuzunburc, die kircho zu Fcldun tVelden 
an der Pegnitz) und locus vivarii unius in Paginza. — Büttner, Franconia II, 59. [65] 
erlangt von könig Konrad I. für die besitzungen seiner kirchc die befreiung vom grafen- 
gerichto, wie das schon Karl der Grosse und andere Vorgänger Kourads, quorum nomina 
longum est euumeraro, nach dem zeu^niss dieser Urkunde zugestanden hatten. (Diplom 
ohne tag und ort, doch vennuthlich gleichzeitig mit dem vorigen.) — Mon. boie. XXXI. 
I, 180. {G6J 
Popp in seinem Cod. Monac. manuscr. hält diese nrkunde ihrer stylisirung wegen für verdächtig, 
empfängt von dem uiöneh Wolfhard von Hcrricden zwei schreiben, die dem bischof die 
werke des mönehes dediciren, eines dessen zwölf bücher ^do actis santtorum", das andere 
dessen fünf bücher r de miractilis s. Wnlburgao". — Pez, Cod. dipl. epistol. I, 90. Canisius, 
Lect. antiqu. toin. IV. Stevart, Cominent. de vit. s. Walpurg. p. 29. Conf. Anonym. 
Hascrons. cap. 10 bei Pertz VII, 256. Wattenbach im archiv von Pertz X, 644. [67] 
hebt das kloster in Herrieden auf und schickt statt der möncho kauouiker dorthin. Das 
gut der früheren benediktiner verwendet er zum theil für die stiftsherrn, zum theil für 
sich, zum theil zur errichtung von lehen, um aus den adeligen Vasallen eine ritterbürtige 
diözesanmiliz zu bilden. — Anonym. Ilaserens. bei Pertz VU, 256. Bodmann, Rhein- 
gauischc altcrthüm. p. 110. 168] 

IX. Udalfrid 912—933. 

Zuvor kanzler des königs Konrad I; die letzte Urkunde in dieser eigenschaft schrieb 
er 912 aug. 23. Als bischof unterzeichnet er: episcopus Rubilociensis. Pertz XXI, 426. VII. 
244. Seinon tod setzt das pontificalo Gundekars (Pertz VU, 244) auf 933 jan. 1.; sedit annos 
31. Der anonym. Haserens, sagt (Pertz VII, 254): er starb am 20. dcz.; sedit annos 32. 

Bischof Udalfried befindet sich am königlichen hoflagcr in Neuburg und wird als intercessor 
genannt in einer Urkunde, durch welche könig Konrad die Privilegien des klosters Seben 
(Brixen) bestätigt. — Resch, Annal. ccclcs. Sebon. III, 373. [69] 
Vermuthlich ging er mit dem könig auf die synode nach Altheim im Ries, woselbst die bayerischen, 
schwäbischen und fränkischen bischöfe zusammen traten. 

sendet (?) dem könig Karl HI von Frankreich reliquien der heiligen Walburga, deren 
der könig einige aus Deutschrand erworben zu haben in einer Urkunde von 916 jun. 7 
erklärt. — Mabillon, De ro dipl. p. 560. Bouquet, Script rer. gallic. LX, 529. Böhmer, 
Reg. Karol. p. 184 n. 1951. [70] 
erhält durch dio letzte Urkunde des königs Konrad I auf verwenden des erzbischofs Heribert 
von Mainz, des bischofs Thioto von Würzburg sowie der grafen Eberhard und Heinrich 
für sein stift dio erneuerung des markt-, zoll- und münzrechtes, dessgleichcn des forst- 
bannes innerhalb der öurraark des klosters Eichstätt zwischen der Altmühl und der 
Schuttor und in den Ortschaften ltinesheim", Puatinueld, Mcchinloh, Chittinfcld, Rammcrs- 
perc, Funcina und Morincshcim sowie in dem waldtheile gegen Seczzin und Affintal bin. 
— Dat. V id. sept. anno dominicae incarnationis DCCCXVIIH indict. VI anno regia 
Chuonradi VU. Act. apud Forachheim. Mon. boic XXVIII I, 157. Falkenstein, Cod. 



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Dl. Udalfried 918-933. X. Starchand 933—965. 



9 



932 
Jan. 14 
Jan. 



Juli 16 Dingolfing 



944? 

948 
Juni 7 



948 

• 

circ. 
948 
circ. 
952 
Aug. 7. 



955 
Aug. 10 

963 



Ingelheim 



Augsburg 



Mainz 



dipl. Eyst. p. 20 n. 11 (hat 919). Böhmer, Reg. Karol. p. 120 n. 1266. Reg. boic. I, 
33. [71] 
Regenaburg ist auf einer synode in RcgenBburg zugegen. Enhuber, Conc. Ratisb. p. 36. Harzheim, 
H, 603. [72] 
hliesst mit anderen eur synode in Regensburg anwesenden bischöfen einen todtenbnud. — 
Martenc, Veter. scriptor. collect. VII, 53. ' [73] 

sendet zu einer Versammlung bayerischer bischöfe und grafen in Dingolfing die chorbischöfo 
Gottabcrt und Suardohus als seine Stellvertreter: XVII kal. aug. ad locum, qui Dingol- 
finga vocitatur. — Quellen zur bayer. und deutsch, gesch. I, 411. Oefele, Script, rcr. 
boic. I, 175 (wo Sarolachua statt Suardohus geschrieben ist). [74] 
Pertz, Legi- 0 *>> HU MI» synode yom 16. juli zu Dingolfing für identisch mit der Tom IL jan. 
zu Regeiiiburg. 

X. Starchand 933—965. 

Gundekar gibt ihm eine regierungsdaucr von 32 jähren und verlegt seinen tod auf 965 
febr. 11. Nach dem annal. Saxo (Pertz VI, 619) und der contin. Reginonis (Pcrtz I, 628) 
starb er 966 5 nach dem anonym. Hascrcns. (Pertz VII, 257) begrub ihn der heilige Ulrich. 
— Unter ihm entstand das kloster Auhausen (Anhausen) an der Wernitz. 

Papst Leo VII richtet an die bischöfe von Bayern ein achreiben über die metropolitanrechto 
von Salzburg. Nach Aventin lib. IV pag. 490 ist in der adresse auch bisehof Starchand 
von Eichstätt genanut. — Conf. Hansiz, German, aacr. II, 147. Chronic. Reichersperg., 
unter den von Gewold beigegebenen diplomcn. [75] 
Bischof Starchand ist mitglied eines gebetsvereins , der auf einer Regensburger synode in 
der zeit von 941 bis 966 geschlossen wurde. — Pcrtz, Legg. IIb, 171. [76] 
wohnt einer unter dem Vorsitze des päpstlichen apokrisiars Marinus zu Ingelheim abge- 
haltenen synodo bei. — Pertz, Legg. II, 24. Flodoardi annal. bei Pertz III, 395. Ri- 
chen hist. bei Pertz III, 603. Hansiz, German, sacr. I, 200. Canisius, Promptuar. eccl. 
p*. 1057. (77] 
erhält von künig Otto I bestättigung im besitze- Herriedens. — Monum. boic XXXI. I, 189. 

[78] 

bewirkt durch seine Verwendung bei künig Otto, dass derselbe Heidenheim in seinen schütz 
nimmt und von der richterlichen gewalt befreit. — Mon. boic. XXXI. I, 190. (79 1 

wohnt einem reichstage in Augsburg bei, auf welchem dio sache der könige Adelbert und 
Berengar von Italien verhandelt wird. Die anwesenden bischöfe vereinigen sich bei 
dieser gelegenheit über eilf die diseiplin betreffende artikcl. — Pertz, Legg. n, 27. 
Canisius, Promptuar. ccclcs. p. 1053. Harzheim II, 622. [80] 
nimmt theil an der achlacht auf dem Lechfelde und wurde verwundet — Velser, Rcr. boic. 
libri quinq. p. 445. — Nach Konrad von Kastel wäre er in der achlacht geblieben. 
Pertz VII, 244. [81] 
Generalconcil der deutschen bischöfe in Mainz. Bischof Starchand erscheint nicht unter den 
verzeichneten namen; aber die abwesenden hätten ihre procuratoren gesandt — Trithe- 
mius, Chronic. Hirsaug. ad ann. 963. Binterim, Gesch. der deutsch, conc. HI, 294. [82] 
Bischof Starchand von Eichstätt führt ein umgearbeitete« brevier in seiner diözese ein. — 
Conf. Anonym. Haserens. cap. 11 bei Pertz VU, 257. 

XI. Retinoid (Reinold) 965—989. 



Ein 



von hoher geburt, gelehrt, auch des hebräischen kundig, dichter und der 

3 



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10 XI. Reginold (Reinold) 065—989. XII. Megingoz (Emgoz) 989—1002. 



969 



909 



Sept 



971 
circ. 



972 
Sept. 17 

980 

988? 



Rom 



Ravenna 



Ingelheim 



9d9 
April 22 

995 
Nov. 10 



nnc 



Langile 



este musiker seiner zeit, Verfasser einer vitn s. Nicolai und Hersteller eines anbaues an der 
Westseite des domes. Anonym. Hascr. cap. 4 und 12 (bei Pertz VII, 255 und 257). Nach 
Gundokar starb er 989 april 4: sedit annos 24 (Portz VII, 667). Das auetar. Garetense 
(Portz IX, 567), die annal. s. Rudberti (Portz IX, 772 und Pez, Script, rer. Austriac I, 
339) haben das jähr 988. - Unter Reginold entstand in der diözese das kloster Borgen, 
das papst Johann XV im jahro 988 



Bischof Reginold wohnt der römischen frühjahrssynode bei und unterzeichnet die Urkunde, 
durch welche papst Johann XIII das bisthum Bonevent zum erzbisthum erhebt. — Mansi 
XIX, 22. Ughclli, Ital. sacTa VIII, 61. [84] 
Stumpf, Kaiserurkunden p. 41 n. 468 halt diese Urkunde für zweifelhaft, 
unterzeichnet die Urkunde, durch welche erzbischof Hatto von Mainz zur errichtung des 
erzbisthums Magdeburg theile seiner diözese abtritt. — Mansi XIX, 7. Harzheun H 
G50. [85] 
unterzeichnet beim concil dieses jahrcs in Ravenna die Urkunde des bischofs Hildeward 
von Halberstadt über abtretungen zum behuf der errichtung eines erzbisthums in Mag- 
deburg. — Mansi XVIII, 503. Harzheim 11, 641. 650. Leuckfeld, Antiq. Halberst. p. 
656 urk. 32. . 186] 

unterzeichnet eine Urkunde des kaisers Otto I zu gunsten des klostcrs sanet Emmeram in 
Regensburg. — Mon. boic. XXXI. I, 208. Lib. probat, s. Emmer. p. 113 n. 46. Hansiz, 
Prodrom, tomi tert. p. 109. Mansi, Supplcm. concil. I, 139. Lünig, Spicilog. ecclcs. 
III, 649. 187| 
Verdächtig. — Statt der zahl 971 wird sonst 760 angenommen, 
besucht den synodalreichstng zu Ingelheim und unterzeichnet cino Urkunde, durch welche 
ein zwischen dem bischof von Osnabrück einerseits und den klöstcrn Herford und Neu- 
Corvey andererseits obwaltender zehentstreit beendigt wird. — Mansi XIX, 35. Harzheim 
II, 654. Henaeler, Dissort. de diplomntc Coroli M. de scholis p. 6. [88 1 

Bischof Reginold ist in einem verzeichniss der durch die reichsiürsten aufzubringenden 
kriegsmannsebaft angewiesen, sich mit 50 geharnischten bei der armee zu stellen. — 
Jaffe, Eibl. rer. german. V, 471. . » [89] 

erhebt die reliquien des heiligen Willibald, im 186. jähre nach der ersten beisetzung i. e. 
967? — Anonym. Hascr. cap. 4 bei Pertz VH, 255. # 190] 

XII. Megingoz (Emgoz) 989—1014. 

% 

Verwandt mit kaiscr Heinrich II (Anonym. Haser. cap. 24), von späteren für einen 
grafen von Lechsgemünd ausgegeben. Gundckar gibt ihm eine regierungsdauer von 2 t 
jähren (Pertz VII, 246) und setzt in Übereinstimmung mit dem nekrologium von Nieder- 
(Böhmcr, Fontes rer. german. III, 484) seinen tod auf 1014 april 28. Vergl. aber 
. [97] und Popp, Denkschrift p. 235. 



Biachof Megingoz transferirt die reliquien des heiligen Willibald auf den Vitusaltar in der 
krypta des dorne«. — - Gundokar bei Portz VII, 248. Gretaer, Catalog. episcopor. Eyst. 
p. 431. [91] 
lasst sich den besitz der alten abtei Herricdcn, den Otto I verliehen, Otto II gewährleistet 
hat, durch Otto III neuerdings bestätigen. Dat IV id. nov., indict. VIII, anno tertü 
Ottonis regnantis XII; act. Langile. — Mon. boic. XXVIII. II, 262. Büttner, Franconia 
II, 63 (Büttner schreibt Langobe). Stumpf, Kaiserurkunden p. 90 n. 1053. [92 
erhält von dem herzog Heinrich von Bayern die abtei Altaich (in beneficium commendavit) 
jedoch mit der bedingung, dass in dem stifte die mönchsregel erhalten bleibe. — Wolfher 
Vit. Godehari bei Pertz XI, 176. [93 



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XII. Meglngoz (Emgoz) 1002-1014. XIII. Gundekar (Gunzo) I, 1014-1019. 11 



1002 Paten» 
Jml 11 



1007 Frankfurt 
Nov. 1 



1014 Molk 
Okt. 7 



Ii 115 



Frankfurt 



1020 
April 



Bamberg 



erhält, in Italien anwesond, auf verwenden des hofkaplans Hugo von kaiscr Otto III die 
erneuerung des von Ludwig dem Kind nn bisehof Erchanbold verliehenen Privilegiums, 
betreffend den forstbann innerhalb der grcnzinark des klosters Eistat und an den orten 
Iteneaheim, Mechinloh, Chitanfcld, Rameraperuh, i/uncina, Morineahcim und Ruotpoldcs- 
puoch. Hat III id. jan., anno regni doiuni Ottonia XVII, imperii XV; act. Paternc 
(caatell von Benevent). - Mon. boic XXVIII. II, 292. Lghelli, Italia sacr. III, 44. 
Stumpf, Kaiscrurkunden p. 106 n. 1280. Reg. boic. I, 51. [94 j 

wohnt dem wegen errichtung dea bisthums Bamberg von kaiser Heinrich II veranstalteten 
concü bei und untenieichnet dessen bcschluss. — Mansi XIX, 286. Hareheiro III, 30- 
Ussermann, Epiacopatua Bamb. cod. probation. p. 13 n. 9. Jaffe, Biblioth. rerum genn. 
V, 28. | 95 | 
setzt in der kirche zu Mölk den heiligen Colomann, der im jähre 1012 bei Stockerau er- 
schlagen worden war und im jähre 1013 ein gewöhnliches grab erhalten hotte, im jähre 
1014 feierlich bei. - Annal. Mellic. bei Portz IX, 497. Popp p. 235. 196] 

Xm. Gundckar (Gunzo) I, 1014—1019. 

Zuvor cuatos an der kirche zu Bamberg, ein man von unfreier herkunft. Nach 
einer regierung von 5 jähren stirbt er 1019 dez. 20. — Anonym. Haaer. cap. 25 und Glinde- 
chari Hb. ponüf. (Pertz VU, 260. 245.) 

Bischof Gundckar tritt auf einem reichstag in Frankfurt den nordwärts von der Pegnitz 
gelegenen theil seiner diözeae an das bibthum Bamberg ab. (Der monat ist unbekannt ; 
kaiser Heinrich II war aber 1015 zweimal in Frankfurt, jan. 26 bis febr. 5 und mai 8.) — 
Ussermann, Episcopat Bamb., cod. probat p. 22 n. 18. Konrad von Kastel in Gunde- 
chari Hb. pontif. bei Pertz VII, 252. Schulthcs, Historische Schriften II, 207. Popp, 
Matrikel dea biathums Eichstätt p. 6. [97 1 

Papst Clemens 11 bestätigt 1047 diese gebictsregelung und nennt sie concambium. — Ussermann, 
Cod. probat, p. 34 n. 32. I.üuig, Spicik'g. ccclcs- 11, 14. Conf. Anonym. Haser. cap. 25 bei Pertz VII, *Jfi0. 
vertauscht Nördlingen an den bisehof von Regeuaburg für das jagdrevicr Stcderach an der 
ungarischen grenze? — Anonym. Haaer. cap. 25 bei Pertz VII, 261. [98 1 

XIV. Walther 1019-1021. 

Von unfreier herkunft, wie sein Vorgänger. Auf dem wege nach Rom begriffen starb 
er 1021 dez. 20 in Ravcnna und wurde daselbst begraben. Pertz VII, 245. 261. 

Bischof Walther von Heihatcid unterzeichnet die Urkunde, durch welche kaiscr Heinrich 
II dem papsto Benedict VIII alle Schenkungen und Privilegien seiner Vorgänger erneut 
und daa biathum Bamberg sowie die abtei Fulda schenkt. — Pertz, Legg. II b, 174. 
Borgia, Breve istoria del dominio tempor. I, 7. Lilnig, Reichsarchiv XIX, 161 und Cod. 
dipl. ital. II, 697. Ussermann, Episcopat. Bamb. p. 7. [99] 
eccles. XI, 63; Harxheim III, 44; Giesebrccht, Gesch. der deutschen kaiserz. II, 



125 haben das jähr 1014. Giesebrecht bringt dieses diplom in zi 



mit der kaiserkrönung. 



XV. Heribert 1022—1042. 



durch 



Entsprossen, wie man sagt, aus dem gcachlcchte der grafen von Rothenburg und 
den bisehof Heinrich von Würzburg erzogen. Er dichtete Hymnen , deren einig«- 

3* 



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12 



XV. Heribert 1022—1042. XVI. Gozmann 1042 aug.— octob. 



1024 
Mai 14 



Aug. 24 



1035 
Juli 24 



1037 
Sept. 21 
1038 
Dez. 3 

1040 
Jan. 17 

1042 
. Mai 30 



1042 
Okt. 14 



Höchst 



Eicliatätt 



Altaich 
Limpurch 

Augsburg 

Würzburg 



Eichstätt 



/ 



aufnähme in da« diözcsanbrevier fanden, baute eine neue bischofewohnung, da wo jetzt 
noch die residcnz steht, zuvor aber das kanonikat gestanden war, und ein neues kanoni- 
kat, da wo jetzt der kreuzgang sich befindet, liess den dorn ahbrechen und die alte 
Marienkapelle ganz neu herstellen u. s. w. Nach zwanzigjähriger regicrung starb er auf 
der rückkehr vorn kaiserlichen hoflager, woselbst er das klostcr Neuburg für seil 
hatto erwerben wollen, 1042 juli 24 in Freising und wurde dort begraben. — Unter 
entstanden in der diüzese die klöster Wilzburg und sanet Walburg. 

Heribert, episcopus Rubilocensis , erscheint auf einer synode dea motropolitansprengels 
Mainz und unterzeichnet ein schreiben an papst Benedict VIII in angelegenheiten des 
metropoliten Aribo. — Öicsebrecht, Gesch. der deutsch, kaiserzeit II, 672. Harzheim 
HI, 63. [1001 
reducirt die zahl der kanoniker am dorn von 70 auf 50, indem er deren 20 an einem tage 
auf pfarreien exponirt. — Anonym. Haserens. cap. 27 bei Pertz VII, 261. [101] 
weiht eine von ihm auf dem Willibaldsberg an der stelle, wo ein kirchenräuber den ent- 
wendeten arm der heiligen Walburga und einen goldenen kelch aus der domkircho ver- 
borgen hatte, zu ehren dos heiligen Bartholomaeus erbaute kapelle. — Anonym. Hascrcns. 
cap. 30 bei Pertz VII, 2G2. [1021 
führt das mönchslcbcn in einem von ihm auf dem Willibaldsberge bei der späteren Willi- 
baldsburg erbauten klostcr ein. — Anonym. Haser. cap. 30 bei Pertz VII, 262. [103] 
fertigt die crektionsurkundc für das klostcr snnet Walburg in Eichstätt aus, zu dessen fun- 
dirung er einen hof in Bohmfeld, einen hof in Pietenfeld und einen weinberg in Aska- 
winchil schenkt. Testes per aures tracti: Udclscalc, Almmi, Dcttprcht, Gozpreht, Leutwin, 
Hccil, Marolt, Cadalhoh, Wichart, Rcgil, Gerolt, Wolftrigil. Act. Eistatc in ecel. s. Wal- 
burgae anno ab incarnat. Dom. MXXXIV indict. III, VIII kal. aug., imperatorc Chonrado 
XI regni ejus anno, Heriberti nnno XIII. In zwei ausfertigungen und einem entwürfe 
vorhanden; copirt in der Poppischen Sammlung. [104] 
Die notae ckronologicae verlangen das jähr 1035 statt 1034. 
weiht mit den bischöfen Berengar und Engilmar die neue kirchc des klostcrs Altaich. — 
Pertz, Lcgg. II b, 170 und Script. XVH, 37. 1105] 
ist mit anderen bischölen und den Vertretern vieler nicht erschienener bischüfe am hoflager 
des künigs Konrad; es werden Verabredungen über die zeit der adventsfeicr getroffen. 
— Annal. Spirens. bei Pertz XVIII, 82 und bei Böhmer, Fontes rer. german. II, 151. [106] 
bewirkt durch seino vorwendung, dass kaiser Heinrich 1U die im Nortwald von eremiten 
erbaute kirche Rimichinaha (Kinchna) dem klostcr Niedcraltaich übergibt. — Mon. boic. 
XI, 147. 150. Reg. boic I, 80. Hund, Metrop. Salisb. II, 39. [107] 
assistirt mit bischof Suidgcr von Bamberg dem bischof Bruno von Würzburg bei der ein- 
weihung der sanet Burchardskirchc in Würzburg. — Ussermann, Episcop. Bamberg, p. 
15. [108| 

XVf. Gozniann 1042 aug.— oktob. 

Bruder des vorigen bischofs; nach einer regierung von zwei monaten starb er 1042 
okt. 17. Gundckar bei Pertz VII, 245. 



Bischof Gozmann weiht mit dem bischof Bruno von Würzburg die neue kirchc des klostcrs 
sanet. Walburg. — Anonym. Haserens. cap. 33 bei Pertz VH, 263. [109] 

XVII. Gebhard I 1042—1057. 

Aus einem vornehmen schwäbischen geschlechte, man sagt ein graf von Calw (Stalin, 



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XVII. Gebhard I 1042—1053. 



13 



Regcneburg 



1045 
Juli 15 



1048 
April 8 

1049 
Okt 19 



1050 Nürnberg 
Juli 16 



1051 
Febr. 10 



Augsburg 



1052 Bamberg 
Okt. 18 ' 



Okt. 7 



Regensburg 



1053 Goslar 
Mai 17 



Wirtembergische gesch. I, 566. 568), um Weihnachten 1012 in Goslar zum biachof von Eichstätt 
erhoben (Annal. Altah. bei Pcrtz XX, 798) ; wird Schatzmeister des kaisers Heinrich III (Bo- 
nizo bei Ocfele II, 804), Beit 1053 Vormünder Heinrichs IV und in dessen namen regent von 
Bayern (Anonym. Haser. cap. 35 bei Pcrtz VII, 264), seit 1055 papst als Victor II und 
bischof zugleich. Nach einem pontificat von 13 jähren stirbt er 1057 juli 28 in der nähe 
von Arczzo; die leiche, die nach Deutschland gebracht werden sollte, wurde in Ravcnna 
ihren begleitcrn abgenommen (Anonym. Haser. cap. 41 bei Pcrtz VII, 266. Annal. August, 
bei Pertz III, 127). 



Bischof Gebhard wird in einer Urkunde des kaisers Heinrich für den herzog Friedrich von 
Oesterreich genannt wegen seines gutes, das an die dem Siegfried laut eben dieser Ur- 
kunde geschenkten lündereien angrenzt. — Boczek, Cod. dipl. Morav. I, 119. Hormayr, 
Archiv für SüddeutschL II, 234. [110| 
verwendet sich, dass kaiser Heinrich III dem kloster Niederaltaich drei hufen königlichen 
lande« an dor Schwarzach überlässt — Mon. boic. XI, 155. Reg. boic. I, 84. Hund, 
II, 26. [III] 
iner unter dem Vorsitze des papstes Leo IX abgehaltenen synode bei und unter- 
zeichnet die Urkunde, durch welche der papst den streit zwischen Bertold und Hugo, 
den beiden bewerbern um das bisthum Besancon, zur entscheidung bringt. — Mansi 
XIX, 750. Ilarzheim III, 113. Binterim III, 407. Thciner, Disquisitioncs crit in praeeip. 
ca.no num collectiones p. 203. [112| 
erscheint mit den geistlichen und weltlichen fürsten aus Bayern am hoflagcr des kaisers 
Heinrich III in Nürnberg, woselbst die herstellung der Heimburg und ein kriegszug 
gegen Polen beschlossen wird. — Aventin, Annal. boic. p. 534. Giescbrocht, Annal. 
Altahens. p. 82. [113| 
erlangt durch seine fürsprache , dass kaiser Heinrich III einem gewissen Raffold zwei kö- 
nigliche hufen im Zidalaregowo schenkt. — Mon. boic. HI, 103. XXXI. I, 326. Stumpf, 
Kaiserurkunden p. 197 n. 2398. [114[ 
ist mit papst Leo IX in Bamberg zugegen und wird unter den zeugen genannt, vor welchen 
Leo die privilegienbriefe seiner Vorgänger für Bamberg zum zweck der confirmining 
verlesen Hess. Leo urkundet hierüber: Tribur 1052 nov. 6. — Usscrmann, Cod. probat, 
p. 36 n. 33. Harzheim III, 121. Lünig, Spicileg. eccles. III, 16. [115| 
Statt iu natali s. Lucae (18. okt.) liest Binterim: in natali 8. Luciae (13. dez.). ConciliengeBch. III, 41.V 
erhebt mit papst Leo IX die reliquicn des heiligen Wolfgang, assistirt bei der weihe der 
westlichen krypta de« klosters aanet Emmeram, wohin die reliquien sanet Wolfgangs 
transferirt wurden, und verleiht mit andern anwesenden bischöfen und dem papste einen 
ablass für die neue ruhestätte des heiligen Wolfang. Auch wird in Regensburg vor ab- 
geordneten des königs von Frankreich über die frage entschieden, welche kirche die 
reliquicn des Dionysius Areopagita besitze. — Coelcstinua, Ratisbon. monast. p. 258. 
Oefele I, 179. 476. Auctarium Ekkardi Altahens. bei Pertz XVII, 364. Notae s. Em- 
merammi bei Pertz XVIII, 572. |116| 
erhält von dem kaiser Heinrich III einige orte im Riesgau und Sualafeld in den graf- 
schaften des Friedrich und des Chuno und zwar: von Wechingen an der Wernitz auf- 
wärts bis zum einfluss des Mulibachs, von da den Mulibach entlang nach Bclzhcim, von 
da nach Busen (vielleicht Huaen, Hausen), von da nach Seglohe, von da den bach über- 
setzend nach Frankenhofen, von da nach Ursinga (Ihrsingen, Insingen), von da zum 
sanet Willibaldsbrunnen (Karlsbrunnen), von da wieder an die Wernitz an die furth, die 
Rindgasse hebst (führt von Wassertrüdingcn nach Insingen), dann an den bach, an 
welchem sich Schwaben und Franken scheiden (Vilsbronn oder Röckingerbach), von da 
nach Röckingen, von da nach Lanteresheim, von da zwischen Swiningcn und Trahemo- 
tingen (Schwaningen und Altentrüdingen) hindurch über den Orselbach lOrrabach) 



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14 



XVII. Gebhard I 1053—1057. 



1053 Goslar 
Juni 6 



1055 
März 



März 12 



Oettingen 



1056 
Sept. 
oder 
Okt. 



Dez. 



Dez. 25 

1057 
Aug. 16 



Cöln 

Regensburg 
Tribur 



nach Magcrichcsheim (Obermögersheim), dann auf geradem woge an die kirche in Gno- 
zesheim, von da nach Kersenloch (Kirschenthal zwischen der Heidenheimer und Spiel- 
berger markung), an die Rorach (Rohrbach) und die Rorach entlang durch den wald 
an die Wernitz zurück. Dergleichen wird dem Gebhard der wildbann in dem genannten 
walde verliehen. Geschehen unter Zustimmung des bischof« Heinrich von Augsburg und 
seines vogts Guntipert, des pfalsgrafcn Friedrich, des grafen Friedrich, des grafen Ulrich, 
eines anderen grafen Ulrich, des Dietpert, des Odeskalk, des Odelbert, des Ditlohe, des 
Gundekar, des Hartmann, eines zweiten Hartmann, des Pileund, u. s. w. Dat XVI 
kal. jun., indict. VI, anno ordinat. XXV, regni XIV, imperii VI; act. Goslarc. — Wi- 
derlegung der (preussischen) öffentlichen erklärung wegen der Eichstättischen insassen, 
urkundenbuch p. 5 n. 3. Scbulthcs, Historische Schriften -p. 345. Lang, Rcgesta circuli 
Rezatiens. p. 28. [117] 
erhält auf verwenden der kaiserin Agnes für Pilingriez und Waltohiricha, gelegen im Nord- 
gnu in der grafschaft des Heinrich, markt- und zollrecht und für sein stift die dort an- 
fallenden kaiserlichen Strafgelder. — Mon. boic. XXIX. I, 112. Reg. boic. I, 87. [118] 
Nach don berichten des hist. Vereins Ton Mittelfr. XI, 91 wäre Beilagries, das 1007 nov. 1 an 
Bamberg geschenkt wurde, unter Gundekar 1 an Eichstätt gekommen und an die gralen von Hirschberg 
als lehen überlassen worden? 

gibt seine ein willigung , den päpstlichen stuhl zu besteigen, für den er schon im nov. des 
vorigen jahrcs durch den cardinal Hildebrand von Heinrich III in Mainz verlangt worden 
war. Am 13. april empfangt er in Rom die consecration. — Jaffö, Reg. pontific. romanor. 
p. 379. Lamberti annal. bei Pertz V, 156. Bcrtholdi annaL bei Pertz V, 269. Chronica 
monastcr. Casin. bei Portz VII, 687. Annal. Altahens. bei Pertz XX, 807. Bonizo bei 
Oefele II, 804. [119) 
erhält von kaiser Heinrich III güter in Skeltdorf (Scheidorf) und Gerolvingen, die zuvor 
der rebellische Botho, bruder des pfalzgrafcn Aribo von Bayern, besessen hatte, einen 
weinberg bei Regensburg, der dem Aribo selbst als lehen übertragen gewesen, und zum 
zweck eines allenfallsigen weiteren Weinbaues einen landstrich zwischen Rebdorf und 
Inching. — Mon. boic. XXXI. I, 329. Hormayr, Herzog Luitpold p. 29. [120] 
kommt sept. 8 zum kaiser nach Goslar, ist okt. 4 in Botfeidon bei dessen tod zugegen, 
begräbt ihn okt. 28 im dorn zu Speyer. — Jaffc, Reg. pontif. rom. p. 380. Lamberti 
annal. bei Portz V, 156 sqq. Annal. Laub, bei Pertz IV, 20. Othloni visio XV bei 
Pcz, Thesaur. aneedot. III. II, 547. % [121] 
Die annal. Altoh. major, bei Pertz XX, 809 lassen den papst mit dem kaiser in Worms 
treffen. 

bewirkt eine Versöhnung zwischen dem könige Heinrich IV einerseits, danr 

Gottfried von Lothringen und dem grafen Balduin von Flandern andererseits. — Jaffe, 
Reg. pontific. rom. p. 380. 1122] 
feiert Weihnachten mit könig Heinrich IV in Regensburg, von wo aus er circ. febr. 12 den 
rückweg nach Rom antritt. — Jaffc, Reg. pontif. rom. p. 380. 381. [123] 
Die kircho von Eichstätt erhält von könig Heinrich PV aus rücksicht auf papst Victor II 
12 königliche hufen und 2 Weinberge mit 24 hörigen leuten in der villa Berega im Nitgan 
(über der linie steht die correctur: Nitargowc; Falkcnstcin liest: Mitarshofen) in der 
grafschaft des Bertold. Dat XVII kal. sept. anno dominicae incarnat. inill. LVU indiet. 
X, anno autem domini Henrici quarti regis odin. IH, regni I; act. Triburie (nach dem 
tode Victors U). — Mon. boic. XXXI. I, 336. Falkcnstcin, Cod. dipl. Eystt p. 27 n. 
13. U24] 

XVIII. Gundekar II 1057-1075- 

Geb. 1019 aug. 10, seit 1045 hofkaplan der kaiserin Agnes, nach dem tode Gebhards 



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XVIII. Gundekar II 1057-1064. 



15 



1058 
Juli 16 



1059 jLehrberg 
Jnni 15 



Okt. 15 

1060 
Juli 22 

n n 



Speyer 



Juli 30 
Okt. 28 
Nov. 5 
Nov. 30 



1062 
Okt. 17 
1064? 
(Prtihj.) 
1064 
Juni 5 
ai 16 



Regensburg 
Eichstätt 



Regensburg 



Eichstätt 



Speyer 



EichstUtt 



bischoi von Eichstätt, von Heinrich IV mit dem ringe investirt 1057 aug. 10, durch Über- 
reichung des stabea mit dem bisthum belehnt 1057 okt. 6, in seiner kathedrale inthronisirt 
1057 okt. 17, zuPölde geweiht 1057 dcz. 27. Als bischof setzte er den dombau eifrig fort; 
auch die Altmühl brücke bei der Heiligengeistkirche soll von ihm herstammen. Nach einem 
pontificato von achtzehn jähren starb er 1075 aug. 2. — Vid. sein pontificale bei Portz VII, 
245. Annal. Altahens. major, bei Portz XX, 809. Bolland. act. sanetor. mens. aug. I, 175 
sqq. Eichstätter pastoralblatt III, 136. Erhard, Reg. histor. westphal. I, n. 1080. 

Bischof Gundekar nimmt in beisein des bischofs Ncsunt von Mantua die schonkung in em- 
pfang, welche der probst Heysso von Herrieden seinem Btifto mit gütern in Stritdorf, 
Birchahe und Veldcn und zwei Weinbergen in Tilenburc machte. — Stein, Cod. dipl. 
p. 33. Eichst pastoralbl. VIII, 29. [125J 
consecrirt die Kirche in Lehrberg. — Jahresbericht des hist. Vereins von Mittelfranken IV, 
27. Eichst, pastoralbl. III, 143. 1126] 
nimmt antheU bei der entscheidung des Streites zwischen dem Bischof Hecill von Stras- 
burg und dem grafen Heinrich (im olsässichen Nordgau) über wildbannsrechtc durch 
könig Heinrich IV. - Würdtwein, Nova subsid. dipl. VI. 227. [127] 
consecrirt den sanet "Willibaldsaltar in der mitte des domehors (späteren kreuzaltar): anno 
ab incarnat. Domini MLX, anno autem constitutionis hujus episcopii CCCXVII indictione 
XIII. — Gundechari lib. pontific. im Eichst, pastoralbl. IX, 137 sq. III, 144. [128] 
stiftet zum kreuzaltar aus dem ertrag des gutes Tulis (in Tyrol) und der dazu gehörigen 
Weinberge, zu deren cintausch gegen den hof Wihenmichel (bei Landshut) von dem edlen 
manne Rupert bischof Gebhard die Unterhandlungen begonnen, aber erst Gundekar 
vollendet hat, und aus dem einkommen der domdeebantei , die durch den tod Wuffos 
eben erledigt war, zu seinem und aller seiner Vorgänger Seelenheil die sogenannte „um- 
gehende pfrünt." Die kanoniker sollten nämlich täglich zwischen der terz und der con- 
ventmesso, so lange Gundekur noch leben würde, den psahn 119, nach dessen tod das 
de profundis singen und dafür am sonntag und montag der celebrirende priester, am 
dienstag und mittwoch der diakon, am donnerstng der subdiakon, am freitag die armen» 
am samstag der sakristan die flüchte der pfründc erhalten. (Mit vielen zeugen.) — 
Stein, Cod. dipl. p. 84. Bolland. act. sanetor. mens. aug. I, 182. Eichst, pastoralbl. 
III, 159. Resch, Annal. eccl. Sabin. II, 522. [129] 
Bei der nonnung seiner Vorgänger »teilt Gundekar den Altan nicht hinter Adalung surück, wie 
die kataloge, sondern vor denselben. 

wohnt in Regensburg der consecration Gebhards zum erzbischof von Salzburg bei. — Vita 
Gebhard, bei Pertz XI, 35. Eichstätt, pastoralbl. III, 145. [130] 
leonsecrirt dio domkirche zu Eichstaett und den hochaltar derselben. — Gundechari lib. 

pontif. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 137. Conf. ibid. III, 45. [131] 
consecrirt in derselben kirchc den zu ehren des heiligen Ulrich und der heiligen Gunthild 
erbauten altar. — Gundechari lib. pontif. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 139. [132J 
consecrirt in Regensburg auf bitten des abtes von sanet Emmeram eine kapellc ad san- 
ctura Andrcam (Aurelicnklauae). — Notao s. Emmerammi bei Portz XVII, 572. Coelc- 
stinus, Ratisbona raonast. p. 260 (leszterer hat das jähr 1064). Eichstätt, pastoralbl. 
III, 146. [133] 
consecrirt die auf der Bildseite des doms zu Eichstaett von ihm erbaute und zu seinem grab 
bestimmte sanet Johanneskapelle (dompfarrsakristei). — Eichst, pastoralbl. IX, 138. (131 1 
assistirt bei der consecration de« doms ux Speyer. — Weiss, Der kaiserdom in Speyer. 

I, 49. Eichstätt, pastoralbl. HI, 147. [13', | 

consecrirt den aus der krypta des doms zu Eichstaett in die obere kirchc transferirten sanet 
BonifaciusalUr. — Gundechari lib. pontif. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 140. [l.'iii] 
den ebenfalls aus der krypta des doms in die obere kirche versetzten Vitus 

4* 



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16 



XVIII. Gundekar II 1064—1075 



1064 [Eichstätt 
Aug. 1 
Sept. 14 



1065 Augsburg 
Mai 20 

1068 i 
April 2 



1071 jMainz 
Aug. 15 



Okt. 1 
Sept. 8 



1073 
Jan. 27 

1072 
Juli 10 



Hcrrieden 
Augsburg 

Breitenbach 
Eichstätt 



1073 
März 21 



1074 
Juni 16 

Juli 8 



altar. — Gundecbari lib. pontif. abgedr. im Eicbst. pastoralbl. IX, 140. Conf. ibid. 
III, 147. [137] 
consecrirt den sanet Peter- und Paulsaltar der domkirchc. — Originalcintrag in Gundcchari 
lib. pontific. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 139. (138) 
consecrirt am festo der kreuzerhöhung den kreuzaltar. — Pastoralbl. XI, 140. III, 147. f 1 39] 
weiht mit den bischüfen Embricho von Augsburg und Routhard von Treviso die domkirche 
zu Augsburg. — Annal. Augustnn. bei Pertz III, 128. Eicbst. pastoralbl. III, 147. [140] 
erhält zur dotirung der sanet Jobanneskapellc guter und zwar in Issclto von Uta, Schwester 
des erzbischofs Siegfrid von Mainz, deren sämmtlichc besitzungen; ebendort von Alienam 
(Aleman?), einem manne ex familia saneti Willibaldi, 12 jauebort fcld und einen hof; 
in Alchfridcshuscn eine hübe von der edlen frau Ricblint: in Matzingen im Solzegoe 
ein gut von ebenderselben; in Pettonboven im Tongawo von dem edlen manne Udel- 
schalk ein gut mit vier hörigen leuten; in Egwile im Tunegowe von dem edlen manne 
Erchcnfridt ein gut mit zehn hörigen; in Scherenveit von Gudeloch und Wiso, zwei 
männern ex familia saneti Willibaldi, wieder ein gut. Für jede Schenkung sind be- 
sondere zeugen genannt. Die sehlicssliche Überweisung dieser guter an die sanet Jo- 
hanneskapcllc durch den bischof bestätigen die kaiscrin Agnes, der erzbischof Siegfried 
von Mainz, die bischüfo Adalbero von Würzburg, Eliseus von Mantua, dann Gundekar; 
ausserdem der probst MarealUatts, der dechant Gunthart, die arebipresbyter Wichart 
und Abraham, fünfzehn presbyteri, arebidiakon Hclenbert, zehn diaconi, fünf subdia- 
coni, sechs minoristen. — Eichstätter pastoralbl. III, 161. U^l] 
wohnt dem concil in Mainz bei, auf welchem in der angclcgenhcit des siraonistischen bi- 
schofs Karl von Konstanz entschieden wurde. — Pertz V, 185. Jaffd V, 70. Eccard, 
Corp. bistor. II, 112. Wansi XX, 10. Harzheim III, 154. Gretser, Opp. omn. VI, 
534. [142] 
consecrirt unter assistenz des bisehofa Embricho von Augsburg die kirche in Herrieden 
und den hauptaltar derselben. — Eichst, paßtoralbl. IX, 140. [143] 
consecrirt mit den bischüfen Embricho von Augsburg und Ellenhard von Freising die neue 
sanet Afra- und Ulrichskirehe in Augsburg. — Annal. August, bei Pertz III, 128. 
Braun, Bischöfe von Augsburg I, 396. [1*4] 
bewirkt, dass könig Heinrich IV von dem rittcr Boto ein gut in Baden, das dieser durch 
kauf erworben hatte, au sich bringe. — Dürag6, Reg. badens. p. 110 1145] 
lässt durch den patriarchen Richard von Aquileja die sanet Michaelskapelle im südlichen 
und durch den erzbischof Gebhard von Salzburg die Marienkapelle im nördlichen thunne 
der domkirchc zu Eichstaett, beide am gleichen tage weihen. — Originaleintrag in 
Gundcchari bib. pontif. abgedr. im Eichstätter pastoralbl. IX, 141. [146| 
empfängt in Eichstätt den könig Heinrich IV, der in dieser Stadt den palmsonntag (März 24) 
feiert (?) und den herzog Rudolph von Schwaben wieder zu gnaden annimmt. — Annal. 
Altah. bei Pertz XX, 824. [147] 
Die annal. Lamberti I (Pertz V, 193) setzen Augsburg statt Eichstaett. 
lässt durch den bischof Embricho von Augsburg die krypta der domkirchu zu Eichstaett 
und den sanet Willibaldsaltar in der krypta weihen. — Gundcchari lib. pontif. abgedr. 
im Eichstätt, pastoralbl. IX, 141. 1148] 
consecrirt den sauet Kiliansaltar in der krypta der domkirchc. — Gundcchari lib. pont. 
abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 142. [149] 
Verzeichniss der von Gundekar geweihten kirchen, wie sie in seinem 
pontüicalc eingetragen sind: 1. Sulzkirchen, 2. Jettenhofen, 3. Gempfing, 4. Idstetten (zwischen 
Bergen und Attenfeld), 5. Weisscnkirchcn , 6. Böhmfeld, 7. Ruitc (Ried bei Neuburg?), 
8. Töging, 9. Gelbelsee, 10. Hagenesberc (Ilainsberg?), 11. Denkendorf, 12. Mögersheim, 
(Obermögcrsheim?), 13. Stetten, 14. Weisaenburg, 15. Stopfenheim, 16. Ellingen, 17. Wettcls- 
, 18. Morsbach, 19. Thann, 20. Trüdingen, 21. Schwaningen, 22. Lentersheim, 23. 



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XIX. Ulrich I 1075-1076. 



17 




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■ fr. W 



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Worms 



Ornbau (Arcnburcn ) , 24. Eschenbach, 26. Schwina (nachher Eugeltbal), 26. Offenhausen, 
27. Happurg, 28. Eschenbach (bei Hersbruck), 29. Etzelwang, 30. Möckenhausen, 31. 

tuen (vielleicht Assel wang ?), 32. Berget, 33. Egenbausen, 34. Vach, 35. Lehr- 
berg (die letzteren vier im bisthumo Wurzburg), 36. Monheim, 37. Wemding, 38. Watten- 
hofen (bei Hoistetten; jetzt verödet), 39. Traunfcld, 40. Langcnaltheim , 41. Roth, 42, 
Allersheim (bei Weissenbnrg), 43 —46. drei nicht genannte kirchen in der diöeese Mainz, 
46. die domkirche in Eichstätt (28. okt), 47. eine kirche in Regensburg, 49. 
Vogtareuth (in der Regensburgcr diözeso), 49. Lochheim (in der Freisinger diözesc), 50. 
Pappenheim, 51. Buch (bei Herrieden), 52. Westheim, 53. H Behlingen, 54. die sanet 
Nikolauskapello in Eicbstaott, 65. Orünsberg (Gerungesberch) , 56. Schönberg, 67. 
Ottensoss, 68. Möning, 59. Liebenstadt, 60. die kapelle des heiligen Johannes in 



Eichstätt, 61. Bercbing, 62. Grossalfalterbach, 63. Berchoven (Kerhofent), 64. Roudmun- 
deshoucn (Rudenshofen oder Rudertshofcn?), 65. Wachenhofen, 66. Nensling, 67. Bergen, 
68. Holnstein, 69. Pollanden, 70. Rebdorf, 71. Dolnstein, 72. Langenreichen, 73. Osterbuch, 
4. Oetting (letztere drei in der Augsburger diözese), 75. dorn in Speyer, 76. dorn in 
Augsburg, 77. Absberg, 78 Gräfenstetnberg, 79. Wizzenloch (?), 80. Fiegenstall, 81. 
Solenhofon, 82. Blumveit (Pleinfeld), 83. Mündling, 84. Sausenhofen, 85. Burgsalach, 86. 
Weimersheim, 87. Wcissenburg, 88. Ebenried, 89. ad domum Richardi (Reichertshofen?), 90, 
Stirn, 91. Oberndorf, 92. Lantbirgehoven (Laropcrtshofen), 93. Röckingen, 94. Saldircs- 
husen (SeilershauscnV), 95. Heng, 96. Sitenbach (Kirchsittenbach?), 97. Pfraundorf, 98. die 
kirche der heiligen Afra und Ulrich in Augsburg, 99. die kirche des heiligen 
Vitus in Hasaricth, 100. Lellenfeld, 101. Fünfstetten, 102. Otting, 103. Schambach, 104. 
KefenhUll, 105. Deining, 106. Hagenhauaen, 107. Alfeld, 10& Offenhausen, 109. Entenberg, 
110 Weidenwang, 111. Tannhausen, 112. Heuberg, 113. Abenberg, 114. die Marien- 
und 115. Michaclskapello in Eiehstaett, 116. Wittesheim, 117. Einsfeld, 118. Itzing, 
119. Hainsfarth, 120. Geilsheim, 121. Dcttenhcim, 122. Egwcil, 123. Aurnhcim, 124. Oening, 
125. Zennehusen, 126. Rutesheim (die beiden letztern unbekannt). — Pertz VII, 247. 
Eichst, pastoralbl. IX, 141. Einen versuch diese weihen chronologisch zu ordnen, macht 
das Eichst, pastoralbl. III, 142 sq. 

Im kalendarium des pontificale sind ausserdem noch genannt: jan. 22, dedicatio 
ecclesiae s. Nicolai; aug. 18, dedicatio basilicae s. Mariae; okt. 12, dedicatio capellae s. 
Michaelis Eihstct; okt. 14, dedicatio ecclesiae s. Walpurgae; eod. die dedicatio capellae 
superioris ad s. Laurentium; okt. 20, dedicatio ecclesiae s. Quirini martyris; nov. 20, de- 
dicatio basilicae s. Martini; nov. 23, dedicatio ecclesiae juxta ripam fluminis (die kirche 
des Heiligengeistspitals) ; nov. 30, dedicatio capellae domini episcopi : insgesammt schon 
vor Gundckar geweiht - Pertz VII, 248. Eichst, pastoralbl. IX, 143. 

XIX. Ulrich I 1075-1099. 

Eine Schenkungsurkunde für Herrieden bei Stein (Cod. dipl. p. 36) nennt ihn den 
20. bischof von Eichstätt. Otto, der ersto continuator des Gundckarischen lib. pontif. theilt 
ihm 23 regicrungsjahre zu und setzt seinen tod auf 1099 nov. 17 (Pertz VII, 260). Das 
gleiche jähr haben die annal. Wirzeb. (Pertz II, 246) und die annal. s. Disbodi (Pertz XVU, 16). 
Unter ihm entstand das kloster Kastel. 

Bischof Ulrich wohnt einem von kaiser Heinrich IV berufenen concil bei und beschKesst 
mit drei und zwanzig anderen bischöfen die absetzung des papstes Gregor VII. — Pertz, 
Legcs II, 44. Udalrici codex bei Jaffe, Biblioth. rerum germ. V, 103. Binterim III, 
436. Golast, Constit. imperii p. 2. [160J 
Das Wonnser decret wurde nach Italien gesendet und auf einer srnode «u Piacenxa tob de 

II, 814. 

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18 



XIX. Ulrich I 1076—1091 



1076 

Febr. 

1077? 



1080 
Juli 22 



Rom 



H)6. r . 
Mai 



1086 
april? 



April 29 



Mainz 



1087 



1089 



14 



1091 

Mai 5 



Regensburg 



Gaimersheim 



Bamberg 



Bassano 



wird, wie die anderen thciLnehmer an der Wormser Synode, zu persönlicher Verantwortung 
nach Rom vorgeladen? — Lauobertus Hersfeld, bei Pertz V, 243. [151J 
bewirkt durch seine fürsprachc, dass Heinrich IV seinem getreuen Vasallen R. vier morgen 
aekerland schenkt. (Geschah in der zeit von 1077 bis 1084.) — Cod. Udalrici bei Jaffe, 
Bibl. rer. germ. V, 140. 1152] 
orhält von kaiser Heinrich IV auf verwenden der kaiscrin Bertha und des erzbischofes 
Liemar von Bremen den wildbann im gau Rodrnaresperch im bezirk des grafen Heinrich 
von Wizenburch und im Solzgowe im bezirk des grafen Heinrich von Sinzingen, und 
zwar inncrhnlb der folgenden grenze: Von Eihstat den weg entlang nach Sigewnsesholz 
(Seubersholz), von da nach Salhahc, von da nach Etcnstat, von da nm bach fort nach 
Smalcnwiscn, von da nach Leibestat, von da im thal fort bis an den bach Dolaha, von 
da abwärts an die Schwazach, von da nach Mazingen und am wege fort nach Griesbach, 
von da wieder am wego fort nach Widinewanch und Erichesbach, von da ad vadum 
VVolfprechtes mule in fluvium Solcnzc (Wolpcrtsmüblc an der Sulz), am flusse fort nach 
Piberbach, von da nach Ostenderendorf, von da nach Tegeningen, von da nach Werede 
und an dio Altmühl und an derselben fort nach Eichstactt zurück. Anno dominicae incar- 
nat MLXXX, indict. III, XI kal. aug., anno ordinationis Henrici regis quarti XXVIII, 
regni autem XXV. — Stein, Cod. dipl. Eystett. manusc. p. 248. Mun. boic. XXXI. I, 
363. Schuhes, Kleine histor. Schriften II, 349. Widerlegung der preussischen erklärung 
wegen der Eichstättischen insassen, urkundenbuch p. 6 n. 4. [153] 
Das jähr der Ordination und regicrung wt-it.cn auf das jähr 10S1. Conf. Stemel, Gesch. Deutsch- 
lands unter den frank, kais. II, 277. — Vidimirt wurde diese Urkunde M81 juli 3. 
huldigt mit anderen bischöfen auf einem concil in Mainz dem gegenpapste Clemens II, 
während er Gregor VII mit dem kirchenbanne belegt — Bernold bei Pertz V, 443. 
Goldast, Constit. imp. p. 121. Mansi XX, 603. 613. Harzheim, HI, 201. Binterim III, 
467. |154j 
wohnt in Mainz der Überreichung der königskronc an Wratüslaw von Böhmen auf einer 
Zusammenkunft mehrerer königstreuer bischöfe bei. — Cosmne chronic, bei Pertz IX, 
91. Palacky, Gesch von Böhm. I, 318. Hcfelc, Conciliengcsch. V, 168. Giesebrccht, 
Gesch. der deutsch, kaiserzeit III, 614. 1163. (155) 
entscheidet mit anderen bischöfen, dass das bisthum Olmütz mit dem bisthum Prag durch 
kaiser Heinrich IV vereinigt werden solle. — Stumpf, Reichskanzler II, 79. Boczek, 
Cod. dipl. Morav. I, 173. Goldast, De regni. Rohem jurib., docum. p. 21. Erben, 
Reg. Bohem. p. 73 (fragro). Lünig, Rcichsarchiv VI b, 230. Cosmae chronic, bei 
Pertz IX, 91. Conf. Dümmler, Piligrim von Passau p. 174. [156] 
Die boschlnssfassung geschah wohl auf der synode in Mainz; die bezügliche Urkunde Heinrich« 
ist in Regensburg ausgestellt. 

weiht dio kircho in Gaimersheim und vergleicht sich am nämlichen tage mit Frideruna, 
äbtissin von Geisenfeld, wegen der gegenseitigen ansprüchc dahin, dass Frideruna dem 
bischof durch ihren vogt Heberhard zwölf und eine halbe hübe landes in Wolfsbuch 
nebst sechs leibeigenen und zehn pfund denare zusichert, der bischof aber und sein 
vogt Erncst dem kloster der Frideruna den zehent in Gaimersheim ausschliesslich über- 
lassen. — Mon. boic. XIV, 190. Falkenstein, Cod. dipl. Eystctt. p. 30 n. 16. Hund 
II, 353. Ried, gesch. der grafen von Hohenburg I, 75. [157[ 
verwendet sich bei kaiser Heinrich IV, dass derselbe dem Mcindor, einem ministerialen der 
Bamberger kirchc, sechs morgen königlichen landes in Arinbach schenke. — Mon. boic. 
XXIX. I, 212. Schuthcs, Kleine histor. Schriften II, 350. Stenzel, Geschichte Deutsch- 
lands unter den iränk. kaisern U, 292. 1159] 
erreicht durch die (Ursprache des patriarchen Ulrich von Aquileja sowie der bishüfo Milo 
von Padua, Hccelin von Viccnza und Otger von Ypern, dass ihm Heinrich IV in rück- 
sicht auf geleistete dienste das gut Greding reststituirt , das schon frühere köuige dem 



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i 



XIX. Ulrich I 1091-1099. XX. Eberhard 1099-1103. 



19 



1093? 



hochstift zugesichert, markgrnix Eggebert II (von Meissen aus dem hause Braunschweig) 
aber an sich gebracht und darauf wegen Verschwörung Eggeberts gegen den könig 
richertlichc entscheidung dem letzteren zuerkannt hatte. — Mon. boic. XXIX- 1, 214. 
Conf. Annul. Saxo ad 1076 bei Pcrtz VI. Walram b<i Üoldast, Apolog. pro Hernr. IV. 
Giesebrecht, Geschichte der deutsch, kaiserzeit III, 11G9 sq. Lang, Reg. boic. I, 
105. [159] 
ist genannt in einem berichte an den kaiser Heinrich IV wegen Gredings, das graf Hein- 
rich von Sachsen, söhn dca herzogs Otto von Nordhtim für sich in anspruch nahm. 
Der kaiser solle den bischof Ulrich durch eine zweite gc-sandtschaft zur nachgiebigkeit 
bewegen, da die ersta wegen mangeU authentischer schreiben nichts ausgerichtet habe. 
— Cod. Udalrici bei Jaffe, Biblioth. rcrum german. V, 171. [160] 
Flolo, Kaiser Heinrich IV Bil. II p. 319 setzt dieses scliriftstück in das jähr 1086. 
soll das Irauenklostcr Bergen geweiht haben. — Falkcnstein, Nordgauischc altcrth. im 
bitith. Eichstett I, 123. Nach Bruschius »bat es erst bischof Ulrich II. [161] 
schenkt an das kloster Oberaltaich während der Verwaltung des nbtes Egino einen hof 
und zehn hörige leute. — Mon. boic. XII, 18 aus dem cod. tradit. monasterii Altan. [162] 



Bergen 



. « ■ • • 



1099 

Xov. 9 



Mainz 



ror 1103 



1103 



In einer Urkunde der bischöfe Johann von Speyer und Kuono von Worms über den aus- 
tausch einiger orte und kirchen ihrer sprenge! gegen einander ist ein bischof Walram 
von Eichstätt (Wulravanus Einsicenstis) genannt, der zustimmt und zeugschaft leintet! — 
liemling, Urkundenbuch zur gesch. der bisch, von Speyer I, 69. Dümg6, Reg. badens. 
p. 24. [163] 

XX. Eberhard 1099-1112. 

Sohn des grafen Heinrich von Vohburg, durch seine mutter Beatrix (Petrissa) enkel 
Ottos, des letzten markgrafen von Schweinfurt aus Babenbergischem geBchlcchte und dcsshaJb 
erbe Schwciufurtischer güter. Irmengard (Imroula), Eberhards grossmutter und Ottos von 
Schweinfurt gcmahlin, heurathe in späterer ehe markgr. Eckhart I von Meissen ; daher die 
ansprüehe Eckbarts U auf die Schweinfurtische besitzung Greding — vid. oben nro. [159J. 
Gertraut, Eckbarts II Schwester, war vermählt mit Heinrich I, dem vater des Otto von 
Nordheim; daher die prütensionen , die Ottos söhn, der graf Heinrich II auf das nämliche 
Greding erhebt — vid. oben nro. [160]. Richenza, eine Schwester des Otto von Nordheim, 
war die gemahlin des kaisers Lothar; desshalb wird Greding unter den besitzungen Ger* 
trauds, der toebter Lothars, genannt — vid. unten nro. [199J. Bertha, eine Schwester der 
Beatriz, war vermählt mit Friedrich von Habsberg; dieser Friedrich und sein söhn Otto sind 
die gründer des klostcrs Kastel. — Moriz, Abhandlung Uber die grafen von Sulzbach H, 
130 in den anmerk. Leo, Vorlesungen über die geschichte des deutschen Volkes II, 513. 

Eberhard heisst noch 1104 bloss episcopus clectus, hat noch 1108 zwei chorbischöfe 
an seiner scite und war vielleicht gar nie geweiht. Bischof Otto gibt ihm eine regiernngs- 
zeit von 13 jähren und setzt seinen tod an auf 1112 {?), jan. 6 (Pcrtz VII, 250). Das nekro- 
loghim s. Eminerami antiq. hat ohne jahresbestimmung: jan. 6 (Mon. boic. XIV, 366). 

Bischof Eberhard vertauscht an den grafen Otto von Habsberg güter in Leupoldahoven, 
Eyotenshaün, Megenloch und Puchsenhaim (Lippertshofen, Eitensheim, Möckenlobe und 
Buchsbeim), welche Otto dem kloser Kastel übergibt, Eberhard aber zugleich vom zehent 
befreit. - Kastlcr reimchronik vers 249 sq. Moriz, die grafen von Sulzbach II, 26. [164] 
erlangt in Verbindung mit dem tischof Hermann von Augsburg von dem herzog Friedrich I 
von Schwaben und vielen grafen einen frieden für die kleriker, für die kirchen, für 
jeden innerhalb seines bauses und seiner umzäunton oder nicht umzäunten kofstätte, für 

5* 



s 



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•20 



XX. Eberhard 1103—1108 



1104 
Jan. 14 



1106 
Nov. 1 
1106 



Okt. 17 



1107 
Mai 25 



Sept. 30 



Nov. 3 



nort 



Sept. ft 



Sept. 29 



kauflcute und den ackersmann. Wer gegenstände im werthe unter 60 denaren entwendet, 
soll mit ruthen gepeitscht werden; beläuft sich der werth höher, so soll der thäter die 
hand verlieren. — Pertz, Leges II, 61. Neue abhandlungen der akad. der Wissenschaften 
X, 424 (1866). [165 1 
Regensburg Eberharde, electus Eiatetensis, nimmt antheil bei einer entscheidung des kaisers Heinrich IV 
über die vogteirechtc auf den gUtcrn des Augsburger domknpiteb. — Harzheim IU, 
247. Nagel, Origines dorn. boic. p. 276. Mcichelbeck, Histor. Frising. I b, 530. Monom, 
boic. XXIX. I, 328 (in einer Urkunde Friedriche I von 1156 juni 21) und XI, 26 (fragm.). 
Pertz, Leges 11, 62 (fragm.). [166) 
Böhmer, Rcgesta indc a Conrado I usque ad»Henricum VII p. 75 n. 1499 hat: 1041 mai 27. 
Speyer assistirt bei der weilie Gebhards, eines grafen von Urach, bisher abts von Hirsebau, zum 
bischof von Speyer. — Würdtwein, Nova subsid. dipl. I, 135. [167] 
wird nach besekluss einer Versammlung von zwei und fünfzig fürsten, unter die er ver- 
inuthlich selbst gehörte, nach der abdankung des kaisers Heinrich IV (1006 dez. 27 
und 31) als Stellvertreter Bayerns (!) mit den erzbiBchöfen Bruno von Trier und Hein- 
rich von Magdeburg sowie den bischöien Gebhard von Constanz und Otto von Barn- 
..A^^ojt borg nach Rom gesendet mit der bitte an papst Paschal II, zur hebung der übel in 
kirche und staat auf deutschem boden ein grosses concil zu halten. — Chronic. Urs- 
perg. ad ann. 1106. Biutcrira III, 468. Eichhorn, Episcopat. Curcns. p. 72. Gretser, 
-V V A;<. -\\ ü° divi* tutel. p. 464. Druffel, Kaiser Heinrich IV und seine söhne p. 66. 1 1 68] 

Mit ausnähme Gebhards von Constanz wurden die bischSfe und mit ihnen mehrere laien in Trient 
auf anstiften Heinrichs IV gefangen, aber drei tage darauf durch Weif von Bayern befreit. 

Speyer verwendet sich bei kaiscr Heinrich V, dass derselbe dem kloster sanet Walburg im Hagen- 
auer forst eine Schenkung macht — Würdtwein, Nov. subsid. dipl. VII, 8. Schöpfflin, 
Alstatia dipl. I, 187. [169J 
Metz befindet sich am hoflager des künigs Heinrich V, der in Metz seinen Aufenthalt nahm, 

während der papst in Troycs ein concil hielt, und bewirkt durch seine vennittclung, 
dass Heinrich dem kloster sanet Maximin (bei Trier) mehrere um Metz gelegene güter 
restituirt. — Beyer, Mittehheinischcs urkundenbuch I, 476. Martene, Vetcrutn scriptor. 
collet. I, 613. Hontheim, Histor. Trevir. I, 487. [170| 
wird sammt den andern bischöfen des Mainzer mctropolitansprcngels, die bischöfe von Bam- 
berg und Chur ausgenommen, durch papst Paschal II suspendirt. (Schreiben des papstes 
an den bischof Gebhard von Constanz.) — Neugart, Cod. dipl. Alamann. II, 42. Migne, 
Cursus pntrolog. CLXIII, 213. Ekkehard bei Portz VI, 242. [171) 
Corvey vermittelt, dass könig Heinrich V dem kloster Corvey den zehent restituirt, welchen ihm 
Ezelin entzogen hatte. — Erhard, Cod. Wcstfal. I, 138. Senaten, Annal. Paderborn. 
I, 667. [1721 
Köln wird als zeuge genannt in einer Urkunde des königs Heinrich V, in welcher dieser die 

reichslehen der Gertrud von Boppard, nemlich 3 höfe im gaue Einrich im distrikt des 
grafen Ludwig von Arnstein, auf deren bitte der abtei Pantaleon zu Köm als freies 
eigenthum übergibt. — Lacomblct, Niederrhein, urkundenbuch I, 174. [173] 
Nürnberg verwendet sich sammt seinen chorbischöfen bei könig Heinrich V für einen gewissen 
Hedcnric, der in folgo dessen drei königliche hufen zu Brnnna als lohen erhält. — Mon. 
boic. XXXI I, 384. Oefele I, 710. [1741 
Tum erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich V, laut deren dieser dem kloster 

Göttweig die insel Mutheimcrwcrth schenkt. - Fontes rer. austriac abth. II, bd. VITI 
p. 262. Hormayr, Archiv ftlr gesch. jahrg. 1828 p. 650. Meiller, Reg. der markgraf. 
und herzöge Oesterr. p. 11. , [175] 

Presaborg unterzeichnet die Urkunde, durch welche könig Heinrich V bestätigt, dass Heinrich von 
Schauenburg dem hochstift Bamberg das gut Viehbach schenke und bischof Otto von 
Bamberg den donator wieder mit Viehbach belehne. - F^ejer, Cod. dipl. Hungar. II, 



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XX. Eberhard 1109—1112. XXI. Ulrich II 1112-1119. 



•21 



Uli 

Sept. 4 



Mainz 



Okt. 2 Strasburg 



Aug. 8 



1112 

circ. 



1114 
Jan. 17 



Mainz 



1116 

Febr. 14 



Nov. 1 



1118 

) 

1119 

circ. 



Augsburg 



Büdesheim 



50. Archiv für österr. geschichtskundo VI, 295. Meillor, Reg. der markgr. und her- 
zöge Oesterr. p. 12. |176| 
Die Urkunde hat das jähr 1109. 
bewegt durch seinen rath dt-n könig Ileinrich V, dem kloster sanet Salvator zu Schaff- 
hausen seine freiheiten zu bestätigen. — Ficklor, Quellen und Forschungen zur geschichtc 
Schwabens und der Ostschweiz p. 33. [177] 
erscheint in einer Urkunde, durch welcho könig Heinrich V dem kloster Einsiedeln das 
privileg seines vaters von 1073 mai 25 wiederholt. — Neugart, Cod. dipl. Alemann. 
II, 113. Böhmer, Acta imperii sei. p. 71 n. 76. Hartmann, Annal. heremi Dciparae 
p. 171. iKeymann), Doeum. arehiv. Einsidl. II, 35. Tschudi, Chronic, helvetic. I, 
50. 1178J 
Tschudi hat: VI kal. oct. (sept 26) statt VI non. oct. (oct. 2.) 
unterzeichnet eine Urkunde Heinrichs V, wodurch derselbe die bäuerlichen Verhältnisse auf 
den glltern des klosters sanet Maximin (bei Trier) ordnet. (Verdächtig.) — Hontheim, 
Hiator. Trevir. 1, 495. Calinct, Histoire de Lorraine I, 530. (179) 
gibt mit beistimmung seiner verwandten guter in Schweinfurt sammt zugehörungen an die 
kirche Eichstätt — Gundochari lib. pontif. abgedr. in Vitae pontificum Eystett. Bei- 
lage zum Eichst, pastoralbl. von 1867 p. 2. Conf. Moriz, die grafen von Sulzbach II, 
133. [180| 

XXJ. Ulrich II 1112-1125. 

Ein graf von Bogen und durch den söhn seines bruders Friedrich verschwägert mit 
dem gcschlechte seines Vorgängers, den grafen von Vohburg (Mon. boic. tabelle zu p. 22. 
Hund, Bayerisches Stammbuch I, 116. 117. Popp, Denkschrift p. 241). Nach einer regier- 
ung von dreizehn jähren starb er 1125 sept. 3. (Vitae pontif. Eyst. p. 2.) 

Ulrich, electua HcistcttensU , wird neben Bruno, dem elcctus Spirensis, genannt in einem 
schreiben, durch welches erzbischof Bruno von Trier im auftrage des papstes den 
bischoi Otto von Bamberg einlädt, zur weihe beider mitwirken zu wollen. — Usscr- 
mann, Episcopat. Bamberg, p. 65. Hahn, Collcctio monumentor. I, 202. [181J 
Bischof Ulrich ist in Mainz, wo könig Heinrich V jan. 7 seine Vermählung gefeiert, und 
erscheint als uitcrvcnicnt in einer Urkunde, wodurch der könig das durch Heinrich den 
Eppensteiner, herzog von Kärnthcn, gegründete kloster sanet Lamprecht bestätigt. — 
Archiv flu* österr. geschichtsk. XII, 198. Neue abhandlungen der bayer. akad. IV, 687. 
Puseh et Fröhlich, Diplomataria Styr. II, 2m. Meillcr, Reg. der markgr. und herz. 
Oesterr. p. 13. Crollius, Erläuterte reihe der pfalzgr. p. 195. [182 [ 

Galantha, Dipl. Styr. II, 277 setzt diese Urkunde irrtuümlich in da» jähr 1104; das original im 

sauet LamprecUt hat 1114. 
int als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich V, wodurch dieser dem schis- 
matischen bischof Hermann von Augsburg für geleistete und noch zu leistende diensto 
die abtei Benediktbeuren schenkt. — Mon. boic. XXIX. I, 236. Conf. Damberger, 
Synchron, gesch. des mittelalt. VII, 765. 1183] 
bewirkt durch seine fürsprache und seinen rath, dass kaiser Heinrich V dem Otto von 
Wittelsbach das gut Wilenbac (Weilnbach) in der grafschaft des Heinrich von Horcburc 
schenke. — Mon. boic. XXIV, 9. Ried, Cod. dipl. I, 176. Meiler, Mundi miraculum 
seu s. Otto monasterii Ensdorf, praeeipuus dotator (1730). [184| 
ist zeuge in einer Urkunde des kaisers Heinrich IV (!) über erleichterung des weinverkaufs 
in Strassburg. — Wtirdtwein, Nov. subsid. dipl. VII, 32. [185| 
verleiht den domkanonikern die gunst, dass bei eingetretenem todcsfall das pfründeein- 
ein jähr lang fortbezahlt werde, und schenkt dem domkapitel besitzungen 

6 



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22 



XXI. Ulrich II 1119—1125. 



1120 
Mai 1 



1120 



Würzburg 



Bamberg 



1J22 
Nov. 11 



- rr 



Doz. 28 



1123 
Mai 8 

1124 
Mai 30 



Speyer 



in Mekcnloh und Hcbingon. — Die continuatio zu Gundckara liber. pontif. abgedr. in 

Vitac ])ontif. EystetL p. 2. Conf. Dürr, De aunis gratiae. Mogunt. 1770. [186] 

Also waren unter bUchof Ulrich I[ die güter des hochstifts getheilt in guter des bUchof* 
und in guter des d u m k a p i t e I s , und zwar wohl schon um Ulu, in welchem jähre der domherr 
Burchard zum altar des heiligen Will, bald latidercicn vermacht, von deren ertrag den kapitularcn (ca- 
nouicis, fratibus) wein, hier und getraide verabreicht werden soll. — Diploniatur. capituli Eyslett. 

bewirkt durch seine Verwendung, dass köuig Heinrich V dem bischof Erlung von Würz- 
burg und seinem stuhle diu entzogene richterliehe gewalt über Ostiranken zurückgibt. 
— Leuckfcld, Antiq. Pöhlens, p. 253. . Lüuig, Rcichsarchiv part. special, contiuuat. III. 
p. 325. Mon. boic. XXIX. I, 238. . [187] 

erscheint als zeuge iu einer Urkunde de« kaisers lleinrich V, in welcher dieser dem sanet 
Salvatorskloster zu Schaßhausen seine von dem papste Gregor VII und dessen nach- 
folge rn verliehenen Privilegien bestätigt und den abt Adelbert auffordert, einen vogt zu 
wählen. (Ohne monat und tag). — Fickler, Quellen und forsch, zur Geschichte Schwa- 
bens und der Ostschweiz, p. 39. 45. [188] 
Reichstag in Bamberg. Auf demselben geben diejenigen fUrstcn, welche sept. 23 dieses 
jahres beim abschluss des Calixtirtischen concordats in Worms nicht zugegen gewesen, 
cinraütbig ihre nachträgliche Zustimmung; also auch bischof Ulrich von Eichstätt. — 
Hefele, Conciliengesch. V, 335. , (189] 

Bischof Ulrich erscheint als zeuge iu einer Urkunde Ottos I von Bamberg, worin dieser 
coraiu Ilenrico quarto imperatoro einen 1050 zwischen dem herzog Berthold (von Zubrin- 
gen) und dem grafen Eberhard von Neuenbürg gemachten gütertausch bestätigt. — 
Eickler, Quellen und forschungen p. 4C. Stumpf, Kaiserurkunden p. 270 n. 3183. [190] 
verwendet sich dafür, dass kaiser Heinrich V die dem kloster sanet Blasien von den kaisern 
Otto und Heinrieh IV gemachte Schenkung der vom heiligen Iicdinbert errichteten zelle 
im Schwarzwald mit den dabei liegenden orten bestätige. — Wirtembcrgisehes urkunden- 
buch I, 356. Stumpf, Kaiserurknnden p. 270 n. 3185. 1191] 

Hergott, Genealog, gent. HaWburg. II, 136 und Neugart, Cod. dipl. Alcinanu. II. 28 haben da» 
jähr ll'ja. 

intercedirt in einer Urkunde des kaisers Heinrieh V, durch welche dieser dem nonnenklostcr 

zu Kaufungen die dorfer Heiligenrode und Umbach restituirt: VIII id. mai. — Stumpf, 

Reichskanzler II, 86. [192} 
Stumpf meint, es sei vielleicht richtiger: VIII id. niart. (mirz 8.) 

erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Heinrich V, in welcher dieser auf bitte 

des erzbischofs Adalbert der Mainzer kirche und dem heiliger/ Mactin die hälfte des 

castells Eppstein schenkt. — Gudcn, Cod. dipl. I, 66. [193J 

Oberaltaieh? wohnt der übergäbe von fünf hörigen leuten an da* kloster Obcraltaich durch eine frau 

Gisela bei. Mon. boic. XII, 27 m 14. [194] 

Der name Ulrichs wird vermuthet in einer Schenkungsurkunde an das kloster Obcraltaich 

ohne den namen des donators. Die abtretung betral sechs hörige leute. — Mon. boic. 

XII, 27 n. 13. fl95] 

Bisehof Ulrich übergibt ein gut in Utingan (Oeningen) mit drei hörigen leuten in die hände 

des Hartmuht von Greifesbach, damit derselbe gut und hörige leute dem kloster Tegorseo 

aushändige. — Mon. boic. VI, 71. [196} 

hat dem söhne seines bruders Friedrich, Friedrich dem Jüngern, dem vogt von Regens- 

j bürg, ein gut in Seil tarn hinterlassen, das derselbe an das kloster Prifling übergibt. — 

! - Mon. boic. XIII, 60. [197] 

[dergleichen gttter, die Friedrich an den edlen mann Ratpo von Niwenhuscn deputirt ; Ratpo 

j ist beauftragt, nach Friedrichs tod diese güter an das kloster Obcraltaich abzutreten. 

i Mon. boic. XII, 32 n. 26. 1.198] 

ischol Ulrich ist genannt in der Urkunde eines gewissen Lantold, der beim aufbrach zum 

kreuzzug ein gut in Geunaha an Altaich schenkt und Bich dabei als vasalle Uhrich« von 

Eichstactt unterzeichnet. Mon. boic XII, 32 n. 25. [199] 



Nc 



Worms 



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XXII. Gebhard II 1125—1129. 



23 



1125 Mainz 
Okt. 16 

Nov. 27 Regensburg 



1127 
Sommer 



1128 
Nov. 12 



1129 
Mai 26 



Juli 17 



vor Aug* 



Stockcy 



Regensburg 



. . . • 



XXII. Gebhard II 1125-1149. 

Aus dem hause der grafen von Hirschberg: der erste nicht vom könig eingesetzte, 
sondern vom kaphvl gewählte bischof. Er starb nach einem pontificate von 24 jähren 
1149 märz 17. 

Unter ihm entstanden in der diözose das benediktinerkloster Plankstetten , das ci- 
sterzienserkluster Hailsbronu und ein f'rauenklostcr in Abenberg (durch sanet Stilla). 

. 

Gebhard, Eistetensis electus, erseheint mit Gebhard, dem vertriebenen bischof von Würzburg, 
vor der synodo in Mainz. — Codex Udalrici bei Jaffe, Biblioth. rer. germ. V. 108. 1200] 
Gebhard, electus Eistetensis, wohnt einem reichstag in Regensburg bei und gibt seine ein- 
stimmung dazu, dass könig Lothar dein bischof Hermann von Augsburg den besitz des 
durch Heinrich V an dessen hoehstift geschenkten klosters Benediktbeuren bestätige. 
— Mon. boic. XXIX. I, 248. 1201 1 

Bischof Gebhard belehnt den herzog Heinrieh den Stolzen mit Grcdiug. Heinrich begab 
sich, nachdem er 1127 mai 29 auf dem schloss Gunzenlcch ain Lechfeld seine Vermählung 
mit Gertrud, der erbtoehter des kaisers Lothar gefeiert, au den hof des letzteren und 
übernahm von demselben das herzogthura Sachsen, Nürnberg, Gredingen und alle lehen, 
die der kaiser von bischöfen und übten hatte. — Hist. Wellor. Weingartensis bei Pertz 
XXI, 464. [202] 
wohnt den Verhandlungen bei, in folge deren der kirche Furheuriht die zehenten in Tanlach 
und Amenruht, die ihr durch den abt Wortwin von Kastel entzogen worden waren, re- 
stituirt und ihr selbst die Unabhängigkeit von der zu Kastel gehörigen kirche Lutcrhouen 
zuerkannt wird, gegen welche Unabhängigkeit abt Wortwin und der presbyter Helpherich 
gesprochen hatten. Zeugen de« urtheils: Hermann, archipresbyter und kanonikus. Pil- 
gerin, dekan. Chuonrad von Soundelbach. Rahowin von Dietkirchen. Arnold von 
Furhenriht. Heinrich von Peregc. Marquard von Altdorf. Heberhard von Eschenweiden 
und sieben mit namen aufgeführte laien. — Mon. boic. XXIV, 317. [203] 
erscheint als zeuge in einer Urkunde Lothars III, worin derselbe dem kloster Madilhartcs- 
dori (Mallersdorf) lostrennung von dem kloster Nieder uiünster (in Regensburg) sowie 
freie abtwahl gestattet. — Mon. boic. XV, 266. XXIX 1, 252 (correkturen zu XV, 266). 
Hund, Metrop. Salisb. II, 459. Hansiz II, 226. Stumpf, Kaiserurkunden p. 277 n. 3244. [204] 
Dia Mou. boic. XV, 566 uud Utihmer, lieg. p. 10<» n. 2108 haben: kal. juu. statt VII kal. jun. — 
Vermutldich kam Gebhard mit dem kaiser vou der tnai ltt in Corvey abgehaltenen füistenvert-auimlung. 
unterzeichnet als dritter zeuge eine Urkunde des bischoi's Chuono von Regensburg, laut 
deren durch den herzog Heinrich von Bayern ein streit zwischen dein genannten 
Chuono und dem bischof Gtto von Bamberg über die dem hoehstift Bamberg in der 
diözese Regensburg zustehenden neubruchzehenten geschlichtet worden. — Ried, Cod. 
dipl. Ratisb. I. 187 n. 98. Lang, Reg. boic. I, 128. 1205] 
gestattet in Ubereinstimmung mit seinem bruder Hartwic, grafen von Hirchsberg und vogt 
der kirche Eystct, sowie des klerus, der vasallcn und des Volkes (abo auf einer synode!) 
dass Ernest, der dritte bruder Gebhards und Hartwic* , sein allodialgut Petzenpruch 
(Pezabruck bei Nabburg) gegen Planngksteten, das ein lehen des hochstifts war, zu dem 
zwecke umtausche, um den letzteren ort am altarc der schon bestehenden Marienkirche 
zu einem kloster zu opfern. — Aus einem Plankstetter saalbuch von 1461 in Popps cod. 
Monacens. p. 257. [206] 
fertigt den stiftungsbriei^ für das kloster Plankstetten aus. Er und seine brüder Ernest 
und Hartwic schenken zu dem kloster, nachdem sie dasselbe erbaut, zwei hole in Planngk- 
stete und acht lehen, drei höfe in Laudenstauden, hof, taboTnc und mühlo Gösscuthal 
(Josental), einen hof in Sweikersdorf und ein lehen, einen hof in Wallensdorf und ein 
lehen; dergleichen sechs hörige sainint den von diesen hörigen in den beiden Wint- 

6* 



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24 



XXII. Gebhard II 1129 — 113*2. 



1129 
Aug. l 



Okt. 5 
1129 



Laufen 



1130 
Juni 



1130 

1131 
März 

Juli? 



1132 
circ. 



Kastel 



Regensburg 



Nürnberg 
Lüttich 



passingon und in Schaurndorf innegehabten gutem (es werden diese hörigen zu einem 
jährigen zins von fünf denaren verpflichtet); endlich drei dürfer an der Swartzn, 
nämlich Petzenbruck, Zulchenrewt und Treurewt. Zeugen : Friedrich von Truhendingeu 
und dessen bruder Albert. Hainrieh von Ettenstat. Herbert von Hebingen. Friedrich 
von Wcllenhaym. Hadebert von Erlingshovcn und sein bruder üotfried. Hclembert von 
Lutenpach. Konrad von Ziliugsvirst. Friedrieh von Laber. Adelo von Eystet. Wolfger 
von Kickersdorf. Conrad von Retcnpuch. Wichfrid von Herriden. Mcgcnwardt von 
Pedtcnhoven. Udah ich von Hutteshoven. Megenwnrt von Ahausen et alii quam plures. 
Act. MCXXIX tempore Lotharii regis. — Popp, Cod. Monac. p. 258. Jahresbericht des 
hist. Vereins von Mittelfranken XVI, 92. [207J 
sendet den douipropst Burkhard und den abt Rudolph von Plankstctten zu einer synode 
der bayerischen bisehüt'e nach Laufen, woselbst die snehe des vor 52 jähren verstorbenen 
und des ansehlusses au den gegenpapst Wibert beschuldigten bischofs Ellcnhard von 
Freising zur Verhandlung kam. — Hund, Mctrop. Salisb. I, 103 (edit. Ratisbonensis; 
I, 151 edit. Monac). Hausiz II, 22fi. Meiehelbeck I a, 307. 1206] 
weiht das kloster Kastel in gegenwart der fundatoren und einer grossen menge Volkes. — 
Braun, Kastler chronik cap. 14 (mnnuscr.) abdr. Eichst, pastoralbl. X, 102(1863). [209] 
macht zur oblei des domkapitels und der nonuen von s. Walburg eine Stiftung mit seinem 
gute in Tyufenbaeh, Rota und Sacze (Sezzi!) durch die hand Pertholds von Preitcn- 
prunnc und Burehards von Wachencelle mit rath seines (des bischofes) bruders, des 
grafen Hartwich, advokaten der domkirche, in der art, dass an seinein ordinationstagc 
jährlich und ebenso nach seinem tode auch an seinem jahrtage den domherrn 3 talente, 
den nonnen ein halbes gereicht und ein ewiges licht unterhalten werde. Sein kapellan 
und blutsverwandter, Chunrad, und nach dessen tode sein verwandter, der douihcrr 
Heinrich, sollen aber die rcutenüberschüsse zu gemessen haben. Der schutzvogt soll 
diese Stiftung nicht weiter verleimen, für seinen schütz aber jährlich ein schwein, 20 
denare werth, und 10 sehäffel (medios) haber erhalten. Act. 1129 regn. Lothario rege 
anno 4 regni sui, ordinatiouis mcao ctiam anno quarto. (Diplomat Capituli Eystett. 
im bisch, ordinariatsarehive.) [210] 
befindet sich in Regensburg, wo köing Lothar circ. mitte juni einen reiehstag gehalten, 
und ist mitsiegler einer Urkunde, laut deren Lothar die Schenkung eines gutes durch 
Otto von L'ndendorf (Indtrsdorf) an das Undendorfcr kloster bestätigt. — Mon. boic. 
X, 234. XXIX. I, 258. Scheid, Origin. Guellic. II, 600. Hundt, Metrop. Salisb. III. 
437 (edit. Monac). Archiv für österr. geschichtsquell. V, 203. Conf. JafTe, Gesch. de» 
deutsch, reiches unter Lothar p. 85. [211] 
unterzeichnet eine Urkunde des gegenkönigs Konrad, durch welche der letztero dem kloster 
Weltcnburg alle seine rechte und Privilegien bestätigt. — Mon. boic. XIII, 358. [212) 
huldigt mit etwa fünfzig anderen bischöfen dem papste Innocenz II, der vom heiligen 
Bernhard und von vielen cardinälen begleitet zu einer besprechung mit könig Lothar 
nach Lüttich gekommen. — Conf. Bintcrim IV, 48. Hefele X, 366. [213] 
wohnt einer unter dem päpstlichen legaten Matthaeus, cardinalbischof von Albano, in Mainz 
abgehaltenen synode bei, auf welcher dem gegenpapste Anaklet gegenüber Innocenz II 
nochmals anerkannt und über die strittige bischofswahl von Trier verhandelt wurde. 
Bischof Bruno von Strassburg, der sich auf Beinen stuld eingedrängt, trat freiwillig zu- 
rück. - Harzheim III, 221. Annal. 8 . Disibodi bei Portz XVII, 24. [214| 
Gebhard, provisor der kirche Eichstaett, befreit Halcsbrunnen , Oborcndorf, Velsenbcrg, 
Witrammcsdorf und Pezemannsdorf (Hailsbrunn, Oberndorf, Weiter^dorf und Pctzmanns- 
dorfi, die zu dem im jähre 1132 gestifteten kloster Hailsbrunn gehörten, von dem zehent, 
welchen sie bisher an Eichstätt hatten entrichten rottssen. Zeugen: Synodus univer- 
salis, bestehend aus Hcinric, abt von Plancstetten ; Oudalric, abt von Abenbcrch; 
Walbrun, propst; Regenhart, dekan; Chunrad, archidiacon; Hartwic und Hermann, 



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XXII. Gebhard II 1132-1139. 



25 



1183 
Okt. 23 



1135 
März 17 



1136 



Mainz 



Bamberg 



1137 



1138 
Mai 22 



Nor. 1 



Bamberg 



Plankatctten 



archipreabyteri; Ezzo, kaplau des bischofs; Marquard, dekan von Ettenstat ; Ilsunch von 
Walkirchcn; Regil, dekan von Solzebirchen und dio laien Werenher, Propst, Willihalm 
und Oudalrich von Emfondorf; OttdaUchalch. — Heilsbrunner copiebuch I fol. 101 im 
konigl. archiv zu Nürnberg. Lang, lieg. boic. I, 137. [215] 

befindet »ich mit vielon anderen bischöfen in Mainz und erscheint als zeuge in einer ur- ,\ 
künde des königs Lothar, wodurch dieser dio abtei Sueiga (Mönchsmünster, östlich von , 
Ingolstadt) dem lehensverband mit dem herzog Heinrich von Bayern und dem mark- i : 
grafen Diebold (grafen von Vohburg) entzieht und dem hochstift Bamberg schenkt. — 
Mon. boic. XXIX. I, 259. Lang, Reg. boic. I, 136. 1216] 
wohnt einem fllrstentng in Bamberg bei und nimmt antheil bei den Verhandlungen über 
einen gütertaiisch zwischen dem kloster MallerBdorf und dem herzog Heinrich von Bayern, 
worüber kaiser Lothar urkundet. — Mon. boic. XV, 268. XXIX. I, 265. Scheid, Ori- 
gin. Guelfic. II, 522. Hnnsiz II, 232. Harzheim III, 780. [217] 

Burchardus, sanetae Eystetcnsis eccleainc humilis provisor (vielleicht coadjutor) vermag den 
graft n Rapoto von Abenberg, die von dessen vater angefangene, von Rapoto aber wie- 
der eingezogene klauac bei Abenberg der neuen klostcrkirche Hailsbronn bei ihrer 
einweihung in gegenwart der bischöfe von Wirzburg und Babenberg sowie der übte 
Marquard von Fulda, Adam von Ebrach, Rabboto von Halcsbrunnen , Wignand von 
Tharis, Ortlieb von Nerensheim und Adelbert zu Abusen zu schenken. Zeugen: Oral 
Gerhard, Walbrun propst, Cuurad dekan, Ilsung von Gcimcrsheim, Cunrad propst zu 
Spalt, Ezzo kaplun, Burchard Frey (über), Udalrich Veterlin, Megcnhard von Bligen- 
vclt, ministcrialen, Karol von Oberenbach, Wicfrid von Eystetc, Hermann von Pelden, 
Gotfrid von Alteuburch, Friedrich und Udalrich sein bruder von Salahaha. (Sine die.) 
— Heilsbronner copieb. I foL 53 im königl. archiv zu Nürnberg. Stein, Cod. dipl. IV. 
71. Falkcnstein, Cod. dipl. Norinib. p. 24 n. 14. [218J 
Die Urkunde gebort, wiewohl sie das jähr 1136 hat, doch in das jähr 1149. Conf. Jahresber. des 
Tereins von Mittulfr. XXV, 11 (1837). Eichst, pastoralbl. IX, 116 (1862). 

Bischof Gebhard bctheiligt sich sammt seinem bruder Hartwig bei erwerbung des gutes 
Perchenstetten durch den abt Ulrich von Kegcsheim (Kaisheim) für sein neugegründetes 
kloster und wird in der betreffenden Urkunde genannt. — Lang, Reg. boic. I, 149. [219 1 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des küuigs Konrad III, worin dieser die Privilegien 
des klosters sanet Blasien in Schwarzwald bestätigt. (Sine dio.) Herrgott, Genealog, 
gentis Habsburg. II, 158. Neugart, Cod. dipl Alemann. II, 50. Dümgc, Reg. badons. 
p. 38. Meiller, Reg. der markgr. und herz. Oesterr. p. 25. Stumpf, Kaiserurkunden 
p. 290 n. 3378. [220] 
consecrirt das von ihm und seinen zwei brüdern erbaute kloster Plankstetten, wobei er 
reliquien von 208 heiligen in den altären niederlegt, und schenkt zum kloster die kirche 
zu Plankstctten sowie die kirchen zu Pilengries und Solzkirchen. Weiter wurde be- 
stimmt, jeder kinderlose ministerial des bischofs solle sein lchcn an das kloster über- 
tragen können. Zeugen und zwar ex canonicis: Burkard. Walbrun propst. Frater 
Ezzo. Frater Chunradus. Aus dem adel: Friedrich von Truhendingen. Adelbero und 
dessen söhn. Perthold von Tumbrunnen. Gozbcrt von Hollnsteine und dessen söhn 
Adelperth. Heinrich von Fridebretheshoven. Cunrad von Schillingsfirst. Heinrich von 
Ettenstat. Hadebrand und dessen bruder Godefried. Halembcrtus von Lutcnbach. 
Regboto und Arebode von Morenshem. Mcginhard von Abusen. Chunrad von Frön- 
der. Otto von Werde. Werenher und sein bruder. Purgold von Soltzkirchen. — Hand- 
schrift!. Plankstetter chronik im pfärrarchiv zu Beilngries I, 10 III, 19. Gesch. des 
benediktinerklosters Plankstetten in dem jahresber. des bistor. Vereins von Mittelfrank. 
XVI, 93 (1847). [221] 



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<2f» 



XXII. Gebhard II 1138—1447. 



1138 

Nov. 1 
1138 

1139 
April 11 



Juai 11 

1140 

Sept. 

•r 

r n 
r n 



1111 

Mai? 



1H2 



1143 



Plankstetten 



(Rom) 



Nürnberg 



schenkt an das gleiche klostcr ein gut in Swigcrsdorf, bisher ein lehen des Adelbcrt 
Jahrcsb. des hist. vor. von Mitteirr. XVI, 46. [222] 
desgleichen Ubcrlässt er ihm die hörige frau Bertha, tochter des Bernhard von Luitbbardcs- 
hoven. — Plfinkstetter chronik III, 21. [223] 
Der Eichstätt«:!- sprengol ist enviihnt in einer Urkunde des papstes Innocenz II lür das 
klostcr Kastel. Otto, abt von Kastel, verweilt in Kom, wo april 1 das zehnte allgemeine 
concil eröffnet worden, und erhält april 1 1 ein breve, worin seinem klostcr neben anderen 
j echten auch dies zugesichert ist, innerhalb der kirchspiele Louitcrhoven, Phaphenhovcn. 
Ueswanc (nicht: He&wanc!) und Furhenrjot die zehnten zu pereipiren, die es cum assensu 
et conniveutia Ulrichs, bischofs von Hcistcht und anderer erlangt hat — Mon. boic. 
XXIV, 315. Eichst, pastorabl. VII, 215. Moriz, die graten von Sulzbach I, 150. 12241 
Bischof Gebhard siegelt die bestimmungen, welche abt Heinrich von Plankstetten über die 
rechte der zu seinem kloster gehörigen leuto im ciuvcrständniss mit ihm getroffen. — 
Jahresbericht des hist. Vereins von Mittelfr. XVI, 46. [225) 
unterzeichnet eine Urkunde, durch welche könig Konrad III einen gütertausch zwischen 
dem abte Erbo von Piüleniug und dem präfekten Otto von Regensburg bestätigt — 
Mon. boic. XXXI. I, 306. Stumpf, Kaiserurkunden p. 293 n. 3415. Scheid, Origin. 



n n 



Regensburg 



Mai? Nürnberg; 



Eichstätt 



üuelfic. II, 556. Wcixcr, Fontileg. Prifliiigcnso p. 60. 



[226] 



unterzeichnet die gleiche Urkunde, aber mit (interpolirten) hinzufügungen über das verhält - 
niss der vögte zur abtei. — Mon. boic. XIII, 16G. Stumpf, KaUerurk. p. 293 n. 3416. |227| 
desgleichen eine Urkunde, durch welche könig Konrad dem kloster Wcltenbcrg seine frei- 
luiten bestätigt und die vogteiverbältnisse ordnet. — Mon. boic. XIII, 356. Stumpf 
p. 293 n. 3117. [228] 
unterzeichnet eine Urkunde des königs Konrad III, wodurch derselbe das von könig Lothar 
nach schwerem verfall restaurirte kloster Münchsmimstcr bestätigt. — Mon. boic. XXIX. I, 
273. Scheid, Origin. Guelfic. II, 501. Hund, Metrop. Salisb. II, 520. [229] 
Ohne tag; die mon um. boic. nehmen laai 18—25; Stumpf, Kaiserurkunde p. 295 n. 3430 bat: vo: 
mitte juli. 

hat dem grafen Ludwig von Oettingen anregung gegeben, das gut Biberbach um 100 ta- 
lente an das kloster Plankstetten zu verkaufen. Aber von Ludwigs nichtc Gisela, der 
rechtlichen eigenthümrrin, war dies gut schon zuvor den niönchcn von Wcasenbronu 
geschenkt worden. König Konrad vermittelt diese angelegenheit. — Mon. boic. VII, 
.314. Iiistor. Wessenfont. p. 117. [230] 
entscheidet auf bitten des dompropstes Walbrun und seines brudeiu Heinrich ihren streit 
wegen eines hofes, und thcilen die brüder diesen hof, den der dompropst um einen 
andern in Mossolteshulc von den bisch, ministerialen Heinrich von Petimess , Volc- 
mar von Pettelbrunnen , Adalbert Nasella, Walbrun von Putonvelt, Derthoh, Iscnrich 
und Rudcger von Tubcrvclt eingetauscht hat, in der weise, dass Walbrun auf einem 
theilo eine kapeile an seinem hause erbaute, den andern theil mit den gcbaüden dem 
bruder abtrat. Facta sunt baec a. d. inc . 1142. ind. V. anno VI regni Conradi II. Gcbc- 
hardo U Eistetcnsi cathedrae praesidente, Gcrbardo advocato tradentc et suseipiente. 
Actum in publico palatio (placito?) Eystet. Zougen: Adelo and filius ejus Chuono und 
Adelo. Odelscalh. Fridorich. Odelrich de Pennenveit und filius ejus Hartwich. Chunrat 
von Wimpczzingen. Adalbcrto do Oborneistct, und frater ejus Wyrnet. Rodcger und 
lrater ejus Chonrat do Pleinveit. Chonrat de Funfstatt. Hartwich und privignus ejus 
Hartwich de Polenvclt. Mercboto de Pochonhul. Harnit und filius ejus Purcbart de 
Mazingen. Chonrat und filius ejus Engilshalh de TolionBtain. Ottlio Jagewazela. Sige- 
hart und Sigcboto. — Salbuch des Klosters h. Kreuz in Eichst, fol. 1. [231] 
ist zeuge in einer Urkunde, durch welche könig Konrad III die Schenkung des Augsburger 
custos Hermann an das kloster sanet Ulrich und Afra in Augsburg bestätigt. — Mon. 
boic. XXII, 172. [232] 



Digil 



ied by CjOOglc 



XXIL Gebhard II 1147-1149. 



27 



47 Regensburg 



Febr. 



1147 
April 24 

Hai 



Nürnberg 

fnv'-rT^.:.* 

Regensburg 



,11 ,i.Wl 
3 nov ff-lii 



Juni 16 Erfurt 



1147 



Würzburg 

. '.»-.Ii! 



1148 



c 

Mainz 



21 



1148 



befindet sich in Regensburg, woselbt eine grünere fllratenversammlung statt hatte, und 
unterzeichnet eine urknndo, laut deren Adelheid, äbtissin des Passauischcn klosters 
Niedernburg, mit dem bischof Otto von Preising vor könig Konrad einen gütertauseh 
eingeht. — Meicholbcck I b p. 649 n. 1321. [233] 
unterzeichnet eine Urkunde de« könig« Konrad III, wodurch derselbe die grttndung des 
klosters Ichtershausen und die freie wähl der abtissin dnaelbst bestätigt. - Rein, 
Thuringia sacra I, 40. Hesse, beiträgo zur gesch. dos mittolalters II, 41. [234] 
erseheint als zoogo in einer Urkunde des königs Konrad HI, worin derselbe den domka- 
nr.iiikorn von Pinn ihro Privilegien bestätigt. — Muratori, Antiquit. italicae II, 87. 
Stumpf , Kaiserurkunden p. 306 n. 3648. Mciller, Regesten der markgr. und herz. 
Oestorr, p. 33. 1235] 
Die urkundo hat das datum: 1148 indictione VIII, anno Conradi regni X. 
unterzeichnet eine Urkunde des erzbiachofs Heinrich von Mainz, bestätigung des klosters 
Ichtershausen betreifend. — Rciu, Tkuriiigia Sacra I, 42. Stumpf, Acta Mogunt. p. 
39. | [236J 

weiht den abt Boppo von sanet Burchard in Würzburg, dessen Vorgänger febr. 26 ge- 
storben war. — AnnaL Herbipol. bei Pertz XVI t 3. i [237] 
vermag die kanoniker in Heidenheim, zum bthuf der einfiilirung von münchen, wie sie der 
heilige Wunibald dorthin gesetzt, gegen entschädiguug auf ihre präbendeu vorzieht zu 
lebten. — Adelberti abbat. Heidenheön. relatio bei üretser, De divis tutelar. p. 333. [238] 
erbittet sich von den erzbischöfen Adelbert von Mainz und Konrad von Salzburg sowie 
> von dem bischofe Otto von Bamberg gutachten über reformen, die er mit dem kanoni- 
katstift in Hcidcnhcim vornehmen will. — Adclberti abbat Hcidculieimens. rclatio, 
qualitcr raonasteriuin Heidenheimcnsc ad ordin. s. Benedicti redierit, abgedr. bei üretser, 
De divis tutel. pag. 366. |239J 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des erzbischofes Heinrich von Mainz, wodurch dieser 
einen zwischen den äbten Cuno von Disibodenberg und Eberhard von Geroden einge- 
gangenen gütertausch bestätigt. — Stumpf, Acta Mogunt. p. 40. [240] 
kommt, von papst Eugen III berufen, zu dem 1118 märz 21 eröffneten concil von Rheims 
und erhält dort in folge seiner cröffhungen den auftrag, in Heidenheim die reform in 
allem durchzuführem — Adelberti abbat, relatio bei üretser, De divis tutelar. p. 333. |241] 
beauftragt den Hcidcnheimer propsteiprocurator Pernio, die verschleuderten güter seines 
Stiftes zu Bammeln und iheils Mir herstf llung dt r thürme zu verwinden, theils für neu- 
bauten an den wnhnungen zu hinterlegen. — Adclberti rclatio bei üretser p. 234. [242 1 
Gebhard ist zweimal in Urkunden für das kloster sanet Walburg genannt, 1134 
märz 21 (Lang, Reg, boic. I, 137) und circ. 1139 (Lang, lieg. boic. I, 153). 



T 
» 



U 



Will. Burkhard 1149—1153. 



1149 

Der. 26 



Bamberg 



Nach dein tode Gebhards II wählte die refonnpartei den dompropst Walbrun, dessen 
familie in lUesbofcn ihre hnuptbesitzungen hatte und dorn dienstadel des bisthums ange- 
hörte. Der domherr Burkliard, in der Gegend von Kaidorf und Rapersdorf begütert, war 
;r erkorne der andern pnrtci. König Konrad, dem durch das Calixtinische eoncordat die 
entscheidung überlassen war, sprach die infel auf betrieb des grafen üerhard von Hirschberg 
dem Burchard zu. — Adelberti relatio bei Gretaer p. 334. 

Uebor dompropst Walbrun vid. oben nro. [815. 218. 221. 281]; über Burkhard nro. [|86]. — Popp 
j (Denkschrift p. 2-ii) glaubt, der bischof Burkhard sei dur frühere dompropst coni'r. nro. uud 
icoadjuior — confr, uro [218. 221*]. , f 

[Bischof Burkhard ist genannt in einem schreiben des königs Konrad III an papst Eugen 
[ III als einer von denjenigen, die bei der prüfung der zustände im kloster Morbach durch 
I den könig beigezogen waren. - Jane, Biblioth. rcr.'genn. 1, 350. |243| 

7* 



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28 



XXIII. Burkhard 1149—1152. 



1149 



1150 



1151 
circ. 



1151 



1151 



1152 
Fobr. 9 



Nürnberg 



Scgni 



gestattet mit Zustimmung des erzbischofs von Mainz, aber entgegen den anordnungen des 
papBtes Eugen III, den kanonikern von Hcidenhcim die rückkclir in ihr stift und be- 
setzt die erledigten pfrtinden daseibat neu. — Adelberti relat. bei Gretscr p. 334. 
368. 1244| 
wird durch Ilsung, der früher ebenfalls kanonikus in Heidenheim gewesen war, damals als 
priester an der kirchc zu Otting diente und nach der rückkohr der stiftsherrn wegen be- 
treibung der Heidenheiiner reform eine reise nach Horn unternommen, in seiner an- 
klagnachrift gegen die widerspenstigen dem papste als begünstiger ihres Ubermüthigen 
treibens dargestellt — Adelbcrti relatio bei Gretser p. 368. 335. [245] 

Ilsung brachte von seiner italienischen ruise einige reliquien des heiligen Richards in die diose&e 
zurück. Von da an begann man sein fest zu feiern. Bollaud uct. Sanctor. mens. febr. II, 79. Eichst, 
pastoralbl. IX, «0. 

wird von bischof Eberhard von Bamberg, welcher sainmt dem nbt Adam von Ebrach mit 
der Schlichtung der Ilcidcnheimcr angelegcnheit beauftragt worden war, ebenso wie die 
Hcidenhcimcr kanoniker nach Nürnberg vorgeladen. Dio letzteren erklären in Nürnberg, 
mönchen weichen zu wollen, und billigen den Vorschlag, sogleich einen abt aufzustellen. 
Adclbcrt, bisher im kloster sanet Micliael bei Bamberg, wird dem bischof Burkhard und 
dem grnfen Adelbort von Tnihondingcn, dem schutzvogt von Heidenheim, als solcher 
übergeben mit dem auftrag, ihn in sein neues kloster einzuführen. — Albcrti relat. bei 
Gretser p. 337. [246] 
Der auetor der citirten relatio ist dieser neue Hcidenheimer abt selbst, 
erhält durch die hand des abtoa Adelbert von Hcidenhcim von dem bischof Eberhard von 
Bamberg als päpstlichem commissür für die Heidenheimer frage in amtlicher Zuschrift 
den dringendsten auftrag, dem genannten abte bei seiner peinlichen Verlassenheit und 
dem alles hemmenden trotz der kanoniker kräftigen beistand zu leisten. — Adelbcrti 
relat. bei Grctser p. 338. (247] 
bestätigt die Schenkung eines gutes an das kloster Plankstcttcn, welche Konrad von Oester- 
berg mit Zustimmung seiner kinder gemacht hatte. Zeugen: Gerhard von Hirschberg, 
des klosters vogt Konrad von Wimershcim. J}<fnwin von Mahingen. Dietrich von' 
Reicherstorff. Wirnt von Oberndorff. Gotefrid und sein söhn Konrad von Altenburgk. 
Willehalm und Adelhoch von Emmendorf. Konrad von Grispach. Perthold von Alfer?- 
husen. Gotefrid von Tollenstcin. Hartnid von Owe. Bruno von Pilingriz und dessen 
bruder88ohn Bruno. Konrad von Tachusen. Bcrthold und sein bruder Libhard von 
Mahingen. Herdegen Probst. Konrad Russe. Linwik von Platikstetten. Gramlib. 
Volch. Hartnid und sein söhn Burkhard. Heinrich und sein bruder Gotefrid von 
Mahingen. Hermann und Konrnd von Stetten. — Handschriftliche Plankstetter chronik 
III, 28 im pfarrarchiv zu Beilngries. [248J 
erhält durch die hand des abtes Adelbert, der mit einem schreiben des bischofs Eberhard 
von Bamberg an den päpstlichen hof gegangen war, als zu den quälcreien der kanoni- 
ker noch gewaltsame hinwegnahme der mundvorräthe, des viehes und selbst der mönchs- 
kleider durch laikale anhänger dieser kanoniker hinzugekommen, von Eugen HI ein 
brove, das zugleich an den bischof Eberhard adressirt ist. Burkhard wird aufgefordert: 
1. dem kloster Heidenheim die gelder zurückzugeben, die der kanonikus Benno für die 
restauration des klosters gesammelt, Burkhard aber sogleich nach seiner wähl zur ent- 
richtung der üblichen gaben an den königlichen hof und zur bestreitung der consecra- 
tionskoaten entlehnt hatte ; 2. die nikolai tischen kanoniker aus dorn kloster zu entfernen. 
— Adelbcrti relatio bei Gretser p. I, 343. Falkenstein, Cod. dipl. Eyst p. 31 n. 18. 
Ltinig, Reichsarchiv, spicileg. ecclesiast. II, 205. |249] 
Ausserdem brachte Adelbert aus Segni mit: 1. eine bulle, durch welche das kloster 
Heidenheim für exemt von bischöflicher gewalt erklärt wird (von den briefschaften Adel- 
berts hat diese bulle allein ein datum); 2. ein breve an Gerhard grafen von Eystctt (d. 
Ih. grafen von Hirschborg und schutzvogt von Eichstaett); 3. ein belobungsschreiben für 



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XXIII. Burkhard 1152-1153. XXIV. Konrad I 1153-1153. 



1152 Eichstätt 



Aug. 17 Segni 



Worin» 



den graten Adelbcrt von Trtidingen, den schutzvogt von Heidenheim. Ein 4. schreiben 
ging an den crabischof von Mainz. — Ädelbcrti relat. bei Gretser p. 343. Falkenstein, Cod. 
dipl. Eystett. p. 32 sqq. 

gibt in gegenwart des grafen Gerhard von Hirschberg, des klcrus und des Volkes von Eich- 
stätt dem abt Adelbert die erlaub niss, mit seinen mönehen wieder nach dem kloster sanct 
Michael zurückzukehren, worum derselbe gebeten, da wiederholte auftrage des päpst- 
lichen commissärs Eberhard von Bamberg an den bischof Burckhard und die cxcom- 
munication der Heidenheimer kanoniker durch den nämlichen Eberhard gänzlich erfolg- 
los geblieben. — Adelberti relat. bei Gretser p. 348. 12001 
erhält nebst zehn anderen bischüfon von papst Eugen III eine rügende Zurückweisung auf 
ein schreiben, das die sache des 1152 mai 28 gegen die kirchlichen canoncs durch 
Friedrich Barbarossa von Zeiz nach Magdeburg versetzten bischofs Wichmann vertrat. 
- Jaffe, Biblioth. rer. germ. I, 535. Harzheim III, 374. Otto Frisingcnsis, Vit. Frider. 
lib. II eap. 8 bei Pertz XX, 393. |251j 
wird auf einem synodalrcichstag in Worms um pflngsten 1153 (juni 7) durch die päpstlichen 
legaten, den cardinalpriester ßernhnrd und den eardinaldiakon Gregor, seiner schwäche 
wegen zugleich mit dem erzbischof von Mainz des bisehöflichen nmtes entsetzt, nach- 
dem der abt Adelbert schon vorher durch die genannten cardinälc zum zweiten male 
nach Heidenheim gesandt worden war. — Adelberti relat. bei Greteer p. 349. Pertz 
XVI, 88. XX, 394. (252 1 

Anmerk. Da* poutincale Gundekar« sagt, Burkhard habe resignirt, nachdem er seinen stuhl vier jähre 
lang inne gehabt (Vilae pontif. Eystett. p. 2). Weder die zeit noch der ort seine« todes ist bekannt. 
Tempore Chunradi imperatoris et Purch.irdi episcopi tibergibt Ulrich von Lvoittelinch (Leit- 
ling), ininisteriale des hochstifts, mit Zustimmung seiner frau Pehrta durch die band des 
scliutzvogtes Gebhard an die domkirchc zu Eichstädt sein gut zu Lvoittelinch, jedoch so, 
dcss nach seinem todo sein vetter Dipert damit belehnt werde. — Diplomatar. capit. 
Eystett. 



XXIV. Konrad I 1153—1171. 

Aus dem gcschlechte der edlen von Honsbach}; auf den bischöflichen Stuhl erhoben 
durch eine kanonische wähl, welche nach Adelbcrts bericht (Gretser p. 349) anf einer synode 
Mainz vorgenommen wurde. Nach Hefele (Conciliengeschicbte V, 471) Hole aber die frag- 
liche synode eher in das jähr 1154 als 1153. Nach einer regierung von achtzehn jähren 
starb er 1171 jan. 13 (Vitae pontitic. Eystett. p. 2) und wurde in Kcbdorf begraben. 

Neben Rebdorf wird unter Konrad auch der bestand eines schottenklostcrs in Eieh- 
staett, das domprobst Walbrun gegründet, urkundlich beglaubigt. 

t 

Bischof Konrad erhält durch zuschritt der beiden cardinallegaten Bernhard und Gregor die 
mahnung, die neue pflanznng Eugens III in Heidenheim zu schützen und seine diözese 
im glauben und in den sitten zu refornüren. — Adelberti relat. bei Gretser p. 349. (253 1 
Das schreiben ist ohne datuin, kann aber nicht in die zeit vor 1153 juli 8 fallen, da Eugen III bei 
seiner abfassung schon todt war. 

wird von dein biaehofo Eberhard von Bamberg ermächtigt, die Ueidenheimer angelegen- 
heit allein zu betreiben. Eberhard legt mit Zustimmung der cardinallegaten sein com- 
missariat in bezug auf Heidenheim nieder und gestattet dem abt Ebifrhard , aus der 
diözese Bamberg ganz auszutreten. — Adelberti relat. bei Gretser p. 350. [254] 
beruft alle mönche seiner diözese und mit ihnen die kanoniker von Heidenheim um sich, 
kann aber den widerstand der letzteren und ihrer adeligen verwandten aus dem laicn- 
standc nicht brechen. — Adelberti relat. bei Gretser p. 351. i- 

8 



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XXIV. Konrad I 1153-1158. 



1153? 



1154 



1155 
Juli 11 



Tivoli 



1157 Würaburg 



Juli 4 

,t Y 

Juü 5 
1158 



Bamberg 







Juni 

Juli 10 Am Mincio 



1158 

Sept. 20? 

1158 
Nov. 
- » 



Roncalia 



beendigt die llcidenheimer angelcgenhcit , indem er mit jedem einzelnen der dortigen ka- 
noniker, welche degradation und Sperrung alles einkommens zu befürchten hatten, weil 
sie der excoimuunication verfallen waren, einen eigenen vertrag absehliegst, jedoch in 
der weise, dass die ihm zur sustentation angewiesenen guter nach seinem tode an das 
kloster zurückfallen sollen. — Adelberti relat. bei Greteer p. 352. (256 1 
unterzeichnet die Urkunde, durch welche kaiser Friedrich I dem bischof von Basel das 
mtlnzrecht bestätigt. — Herrgott, Genealog, gent. Ilabsburg. II, p. 176 n. 229. Trouil- 
lart, Mon. de Bnle I, 323. Mono, Zoitechr. für gesch. des Oborrh. IV, 215. Stumpf, 
Kaiserurkunden p. 321 n. 3G83. 1257', 
Herrgott bat: 1152 circ. 

Papst Hadrian bestätigt die neue Ordnung im kloster Heidenheim; doch werden in du 

bulle die rechte des bischofs ausdrücklich gowahrt (salva dioeecsani episcopi canonici 

justitia). Adelberti relat. bei Greteer p. 359. Falkenstein, Cod. dipl. Eystett. p. 36 

n. 25. Lünig, Spicil. eccles. II, 207. Jafte, Reg. pontitic. romanor. p. G64 n. 6892. [258] 

erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich I, wodurch derselbe das durch 

den verstorbenen rheinpfalzgrafen Hermann gegründete und dessen wittwe Gertrud 

vollendete kloster Bildhausen (nördlich von Schweinfurt) bestätigt und dessen güter in 

schütz nimmt. — Mon. boic. XXXI. I, 411. Ussermann, Episcop. Wirccb. codex probat. 

p. 42 n. 43. Tollner, Cod. dipl. ad histor. Palat. p. 49. Stumpf, Kaiserurkunden p. 

331 n. 3765. [2501 

Die Urkunde hat das jähr 1158 und die indict. V. Letztere deutet auf das jähr 1157; Usscrmaun 
und Tollner behalten H5H bei, die mon. boic. und Stumpf nehmen 1157. * 

unterzeichnet eine Urkunde, laut denn kaiser Friedrich I dein hochstift Passau die villa 

Merdingen ( unweit Augsburg an der Schotter) restituirt, nachdem dieselbe früher durch 



könig Konrad III an Weif von Bayern vergeben worden war. — Mon. boic. XXIX. 1. 
314. Scheid, Origin. Gurlfic. II, 578. Hansiz I, 315. Oefele 1, 711. [26uj 
siegelt mit siebenzchn anderen genannten zeugen eine Urkunde des kaisers Friedrich I. 
durch welche derselbe dem kloster Neustift (bei Brixen) seinen schütz zusagt und alk 
besitzungen bestätigt. — Böhmer, Acta imperii sclccta p. 92 n. 99. [261] 
ertheilt seine Zustimmung dazu, dass der ministeriale und doiuherr zu Eichstätt, Reiuboto 
von ümegesingen seine güter Omsingcn und Piburch durch seinen salmann Reinboto 
von Tubcrvolt, und das gut Urenwanch durch die salniänucr Chunrad und Pillung von 
Ursenwanch dem domcapitel in Eichstätt mittels des grafen Gebhard übergebe. Anno 
Domini 1158 ind. VI sub Friderico gloriosissimo imperatore, anno regni ciua VII im- 
perii V, Cunrado venerabili episcopo EyBtet. ecclesiae cathedraiu tunc praesidente. 
— Diplomatar. capit. Eystet. [262| 
befindet sich im gefolgo des kaisers Friedrieh I, als derselbe mitte juni zum zweiten male 
nach Italien zieht. - Otto Frising. bei Pertz XX, 431. Radevicus, Vita Friller. I, 
25..1 [20a; 
'Unterzeichnet mit fünfzehn anderen genannten zeugen eine Urkunde Friedrichs I, wodurch 
1 derselbe das sanet Snlvatorhospital zu Mantua in seinen schütz nimmt und den prior 
| sowie die brüder desselben von der Verpflichtung befreit, das juramentum calunmiae zu 
leisten. — Böhmer, Act. imperii select. p. 97 n. 104. |_264J 
geht mit dem abt Adelbert von snnet Emmeram in Regensburg einen tausch ein über be- 
sitzungen in Schern velt uud Phater. (Mit zeugen). — Popp, Cod. Monac. p. 18. [265 
Die Urkunde ist unverständlich. 

wohnt dem berühmten reichstag Friedrich« I auf der roncalischen ebene bei. — Otto Fri- 
sing. bei Pertz XX, 445. |266] 
erhält nach dem roncalischen reichstag den anttrag, gemeinschaftlich mit dem grafen Emicho 
(von Leiningen?) zwischen Genua und Pisa einen frieden zu vermitteln, dann auch beide 
Städte sammt umhegend zur anerkennung ihror pflichten gegen kaiser und reich zu be- 
wegen. — Otto Frising. bei Pertz XX, 460. [267] 



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XXIV. Konrad I 11 58-11 62. 



31 



1159 
Febr. 2 

Aug. 1 



Autiiniacum 



Xeu-Lodi 



1160 

rirc. 

f r 



Eichstätt 



1161 



1162 



befindet sich bei Friedrich Barbarossa in Autimiacum, woselbst der beschluss getasst wird, 
die Mailänder vor das gerieht des kaisers zu laden. — Otto Frising. bei Pcrtz XX, 
4o9. (268] 
erhält eine Urkunde von kaiscr Friedrich I, durch welche derselbe erklärt, dass er dem bi- 
schof Cunrad von Eistet für Eeine ergebene treue auf fürsprache der kaiserin Beatrix 
und mehrerer forsten den ort Rebedorf, der dem reiclie gehörte, geschenkt habe, sodann v 
das augustinerklostcr, das bischof Konrad nach der Schenkung des ortes gegründet 
hat, in seinen schütz nimmt und jodem die vollmacht crtheilt, an Rebdorf geschenke 
zu machen. Zeugen : Erzbisehof Hartwig von Bremen ; die bischöfc Eberhard von Bam- 
berg, Burchard von Strassburg, Hermann von Verden und Daniel von Prag: der rheiu- 
pfalzgraf Cunrad: herzog Friedrich von Schwaben; pfalzgrai Ottho und dessen briider 
Friderich und Ottho. Acta sunt haec anno dominie. incaru. M.C.L.VIIII. indict. VII 
regnante domino Friderico Romanoruni imperatore anno regni ejus octavo, imperü vero 
V. kal. aug. - Mon. boic. XXXI. I, 413. Stein, Cid. dipl. Eystett. I, 77. Pctri col- 
lect scriptor. ordin. s. Augustint tom. V part. II p. 16. Conf. Gemeiner, Gesch. Bayerns 
unter kais. Fricdr. dem erst. p. 121. — Falkenstein, Cod. dipl. Eyst. p. 36 n. 26 und 
Lünig, Keichsarchiv XVII, 207 haben das jähr 1158. |269| 
Diejenigen mitglieder de« Eichstöttor dorakapitel», welche lür die beibehaltung der vita communis 
waren, zogen nach Kebdorf. 

weiht eine kapclle, die er nach dein gelingen der Heidenheiiucr reform bei der domkirchu 
zu Eichstätt zu ehren des heiligen Wunibald erbaut hatte. — Adelberti rclat. bei Gretscr 
p. 358. Eichstätt, pastoralbl. IX, 47 (1862). [270| 
Cunrad, minister der kirche zu Eystct, vertauscht mit willen des pfarrers Werinher und des 
grafen Rapoto als vogts und seines sohnes Fridcric an den abt Cunrad zu Halsprunne 
die zur pfarrei Rore gehörigen zehenten aus einem gütlein zu Feiharn gegen ein gut 
in Wolfcsawe, das er der pfarrei Rore übergibt. Zeugen und zwar von der domkirche 
(matricis ecclesie): Otto dekan, Burcbardus, Wedln, Cunradus, Riinpoto, Ilsungus und 
ein zweiter Ilsungus, Adelbertus, Otto, Wicf'ridus, Gotescalcus, Ludewicus, jiiboto, Cun- 
radus seholasticus, Eckebertus, Volkmarus, Marquardus. Eysteter laien: Cerono und 
seiu söhn Kuno, Adelu und sein söhn Adelo, L'dalricus und seine zwei söhne Hartwicus 
und Udalricus, Ileinrieus, schenk (piueerna), W'icfridus, Merboto, Adelbero, Rudigerus, 
Cunradus, Reinboto, Burcbardus. Gaugenossen (comprovinciules) : Fridericus von Truhen- 
dingen und sein bruder Adelbertus, Wirnt von Oberneistcte uud sein bruder Regin- 
marus, Wiefridus von Hovcstcten und sein bruder Burchardus, Adelhoc von Emmen- 
dorf und seine zwei blutsverwandten brüder (coguati duo germani) Woli'rainus und 
Udelricus, Wirnt der junge von Obcrcneistctcn, Reinboto von Witeneheim und sein bru- 
der Arbo. (Sine Anno et die.) — HciUbr. copiebuch I f. 102 im königl. archiv zu 
Nürnberg. (2711 
Laug. Reg. boic. I, 231 liut das jähr 1157. 
wohnt in Regensburg einem allgemeinen hoftag des horzogs Heinrich von Bayern bei und 
unterzeichnet die Urkunde , laut deren graf Bcrthold von Andechs allen anspriiehen des 
klosters Andechs auf ein gut in Elsindorff entsagt und das recht des klosters Admont 
anerkennt. — Mon. boic. VII, 109 n. 20. (272) 
gibt den klöstern in Donauwörth und Kaisheim das pfarrrecht zu Biurvelt, dessen kirche 
auf dem boden der genannten klöster erbaut war, jedoch gegen die Verpflichtung, dass 
Donauwörth und Kaisheim die baupflicht an der kirche zu Beyerfeld übernehmen und 
von einem hofe daselbst jährlich zwei fässer wein am gründonnerstag an die domherrn 
von Eichstätt verabreichen. Zeugen: Ulrich, praepositus majoris ecelesiao. Walbrun, 
dekau. Custos Otto. Arnold, archipresbyter. Heinrich, pfarrcr. Otto, kaplan. Bur- 
chard von Mornctiheim. Ilsung von Eistetcn. Wernhcr von Eistcten. Sigebotto von Al- 
begge. Sigeboto von Trcnnclc. Rcimboto, obldmeister. Adelbero von Eisteten, sämmtlich 



lyiu. 



32 



XXIV. Konrad I 1162—1168. 



1163 
Fobr. 23 



1161 

1165 
1166 



1167 



1168 
circ. 



r 



Würzburg 



Pappenheira 



kanoniker. Gerhard, vogt der domkirche. Gotefrid von Arneaperch. Conrad von Wal- 
mentingen. Bohvinu* (wohl: Gozwinus) von Knkcringen. Theodorich von Richcrsdorf. 
Diu brüder Cuno und A ldo von Listeren (?). Gebhard von Grifspach. Friedrich von 
Salchach. Ulrich (von) Bennenvelt. Adelhoch von Emendorf. Willchnlm und Wolfram 
von Emmendorf. Adalbero und Wime von Oven, neisteten. WLcfrid, Adelbero, Frideric, 
Cuno, Hartvie, alle von Eisteten. Bertold von Rorlandeshoy* : säuimlich ininistcrialen. 
Acta armo incarnat. doininic. MCLXII iudict. X anno regni Friderici XI, imperii autem 
VIII. — Königsdorfer, Gesch. des klosters zum heiligen kreuz in Donauwörth I, 400 
Lang, Reg. boic. I, 215. |273| 
Im jähre 1166 vereinbaren sich die klüster Donauwörth und Knisheim, dass jede» 
den fraglichen wein zur hiilfte liefern wolle. — Urkunde darüber bei Königsdorfer I, 402. 
erseheint als zeuge in einer Urkunde des kaisrrs Friedrich I, durch welche derselbo die 
zollpflichtigen des sanet Thomasstiftes zu Strassburg zur entrichtung ihrer leistung an- 
hält und die besitzungen des klosters in seinen schütz nimmt. — Würdtwein, Nov. subsid. 
dipl. IX, 387. Selmiid, llistoirc do chap. du e. Thoni. do Strassb. p. 292. Schöpnin, 
AUnt. dipl. I, 253. [2711 
unterzeichnet als der dritte von fünfzehn genannten zeugen eine Urkunde, laut deren der Li- 
sebof Udo von Naumburg (Nuwenburg. ecelae. minister) giiter in Albstat, Walbrunncn und 
Hasclbrunncn gegen cinkünftu in Ostheim, Lurungcn, Hochheim, Humenstat (Iliinmelstat), 
Birkcnvolt und Carbach an das kWcr Zell vertauscht. — Lang, Reg. boic. I, 251. [275| 
consecrirt die pfarrkirche in Pappenheim. — Hund, Bayer. Stammbuch II, 160. Jahresber. 

des bist. vcr. von Mitteli'r. X, 13. XI, 16. Eichst, pnstoralbl. IX, 136. [276J 
siegelt sammt seinem domkapitel den brief, mit welchem der domherr Otto die sanet Veits- 
kapollo nnd einen dnranstossenden hof an das kloster heiligen Kreuz zu Haistadt durch 
den stiftsvogt Gerhard übergibt. Otto hatte ka]ielle und hof von Waldbrunn, dem Stifter 
des klosters heiligen Kreuz, als dessen verwandter erhalten, aber unter der bedingung, 
beide nur auf die dauer seines lebens behalten zu dürfen. Gcschworne zeugen: Adelbero 
von Oberneistatt. Conrad von Rudeshoven. Herolt von Talmazingcn. Rad -boto von 
Hovesteten. Hartwich und Regenbot gebrüder von Werde. Dictker von Tubervelt. 
Unbeeidigt: Graf Gerhart. Gotefrit von Araespcrc. Wernher von Laber. Adelbero ven 
IncMiingen. Gozwin von Anekeringen. Chonrad von Wahnentingen. Chono und sein 
bruder. Adelo von Eystat. Dieterich von Riehersdorff. Pernolt von Puch. Adelprcth 
von Talmazingen — liberi. Witfrit von Eistatt. Adelhoch und sein söhn Conrat Chonrat 
und Odelrich gebrfider von Eiubendorf. Odelrich und sein söhn Hartwich. Odelrich 
von Penuenfelt. Heinrieh der schenk. Merboto von Phonzen. Heinrich von PfarTeii- 
hofen. Pruno von Pechtal. Wirnt und Reginmar gebrü<ler und ihr nepot Wyrnt von 
Oberncistat. Ilsunc von Wc-zcstcton. Chonrad von Oedeubure (?). Pucco von Talmr.- 
zingen. Ingelscalh von Tollenstein. Rodeger von Affendal. Rudolt und Hainiieh gc- 
brüder. Gottcbolt von Tegi nvngen. Rodeger Helmwich von Erlingshoven. Peringer 
von Hölingen, ministerialen. Gesta sunt anno ab inc. Dom. 1166 indict. XIV anno 
regni gloriosissirni triumphatoris Friderici XV, imperii autem XII. — Snlbuch des 
klosters h. Kreuz fol. 2. [277| 
bestätigt der äbtissin Berchtrada von sanet Walburg in Eichstätt eine Schenkung, welche 
Rudolph von Mammingcn ihrem kloster gemacht, und ein gut desselben klosters in 
Dictfurt (bei Pappenheim). Fidejussor: Friederich von Truhendingen. (Suspect.) — 
Lang, Reg. boic. I, 263. [278] 
bewilligt und bestätigt den tausch, wodurch abt Nicolaus zu Halesprunne der pfarrkirche 
zu Eschenbach ein gut zu Isiboldesdorf gegen die zehcntcn aus seinen besitzungen in den 
dürfern zu Seligenatat und Flaskercn durch die hand dos grafen Rapoto und mit willen 
des pfarrers Ezzo (zu Eschenbach) übergeben hat. Zeugen: Conrad, propst; Hilsung, 



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XXIV. Konrad I 1168-1171. XXV. Egilolf 1171-1180. 



3ä 



1169, 
circ 



1179 

Fobr. 



H oy i 



1180 



Eichstätt 



(k-kan; W Albrun und Kcginboto, kanoniker. (Sine anuo et dio.) Heilsbr. copicbuch I 
i. 108 im königl. Archiv zu Nürnberg. [279| 
Laug, Reg. boic. I, 231 hat: circ. 1157. 
vertauscht mit willen des pfarrer* Roginward au den abt Cunrad und die brilder zu Hals- 
prunneu den zur kirchu Hndewartesdorf gehörigen zchent und das stiftungsgut der ka- 
pelle in Cennehuaen gegen ein gut in Bccbofen, 6 böte zu Hunesdorf und einen hof in 
Bramahe, die er der kirebe zu Hadewartcsdorf schenkt. Ein theil jenes zehents war 
zur annenpfiege in Eystet bestimmt. Zeugen: Utto, propst. Sigcboto von Freinlin. 
Volricus, propst. Wezcio, canonicus. Hoinricus, kaplan. Cunradus von Talmeszingen, 
ilcrmanuus von Augsburg (Auguata). Sigefridus von Ennendorf. (Sino anno et die.) 
— Heilsbr. copicbuch I f. 1026 im königl. archiv zu Nürnberg. Lang, Reg. boic. I, 
269. . [280] 

Cunrad, minister der kirehc zu Eystet, vertauscht mit Zustimmung des kaisers Friedrich 
und nach dem gutachten seiner ministerialcn Udalric von Bennienfeit, Tiemo von Mek- 
kenhusen, llcinric schenk (pincema), Dietmar von Herrcden, Dietmar von Sudorf, Hertwic 
von Morc und Wirnto von Oberneisteten an den abt Cunrad und die brüder zu Hals- 
prunn das gut Cennehuseu, das Adolbcrtus von llolnsteine von ihm zu lehen gehabt imd 
nunmehr aufgegeben, bat, dann die gütcr zu Selbesbaeh und Ingoldesvcldo gegen die 
güter Erlabe mit ihren zugehiirungen, 2 hüte zu Varubach, 2 höfo zu Sparwaresloch, 1 
bot zu Erlabe, 3('hüf(; zu Hunoltcshovcn, 1 bot zu Hasclach, 1 hof zu Sulzbach, 2 höfo 
zu Niusczze, l hof zu Niwenstatt und gegen alles das, was sie im dort" Sasbacb gehabt. 
Zeugen: Otto, propst. llsunch. Heinrieh, pfarrer. Arnold, erzpriester. Berthold von 
Walttingen. IlsUne, custos. Cunrad, scholnsticus. Beinboto von Ongesingen. Otto von 
Celle. Burkart von Witinshaim. Daim testes per auros tiacti: Gotfrit von Erlunges- 
boven, Adelbrcht von Holensteine, Adelbcr von Tagesteten, Gozwin von Kregelingen, 
Lintfrit von Graben, Ulrich von Bennienfeit, Ilerinau von Steine, Tiemo von Mekken- 
husen und sein söhn Wirnth, Heinrich schenk (pincema), Wichfried truchsess (dapifer), 
Cuno von Glappenbereh, Merbot von Thuntze, Ulrich von Emmendorf, Diemar von 
Sudorf, Hartwich von Mure, Wirnth von Oberneisteto, Marquart von Fiumfstat, Herman 
von Waeheuhofen , Ramtinch von Swiusfurte, Kudigcr von Eistete. Facta MCLXVHII 
imperante Friderico Romanor. imperatore, anno regui ejus XVIII, imperii XV. — Heilsbr. 
copiebuch* I fol. 1036 im königl. archiv in Nürnberg. Lang, Reg. boic. I, 269. [281 j 

XXV. Egilolf 1171-1182. 

Von unbekannter herkunft; kanonisch gewählt, aber nie geweiht. Podagrnkrank. 
wie jüngere naebriebten angeben, zuletzt der spräche beraubt, wie das pontiticale bezeugt 
(abgedr. in Vit. pontific. Eystett. p. 2), rcsignirte er nach einem pontiticatc v. n eilf jähren. 
— Popp, Denkschrift p. 242. 

Allgemeines concil, das dritte im Lateran. — Zu dieser zeit sind abgeordnete aus Eichstätt 
in Rom; april 3 erhalten dieselben für den dorapropst Otto und das ganze kapitel eine 
bestätigung der kapitlischen besitzungen, die einzeln aufgezählt werden. Für diese be- 
sitzungen soll das kapitel die pfarrer präsentiren, der bischof den priisentirten im falle 
der taugliehkeit die cura anbnarum crtheilen. — Eine copie in der Poppischen urkunden- 
sammlung; ein bruchstück im Eichst, pastoralbl. VII, 195 (1860). [2821 
Egilolf us, Dci gratia Eystetensis ecelesiao bumilis electus, entscheidet einen streit über 
zebentbezüge in Otting aus den gutem der klöstcr Heidenheim und Muenheim, welche 
abt Adelbcrt von Heidenheim dem priester Ilsung zugestanden, bischof Konrad aber 
auch auf den nacbfolgcr Ilsungs in Otting, den priester Mar, übertragen hat, Tinter bei- 
rAth seines domkApitcls in der weise, dass Mar dio genannten zehenten gegen eine jähr- 

9 



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34 



XXV. Egilolf 1180-1182. 



1180 



Augsburg 



1181 
Febr. 27 



Nürnberg 



März 11 Donauwörth 
Regensburg 



Pappenheim 



liehe leistung von 12 denaren an Heidcnheim auf lebcnszeit gcnicssen, einen meierhof 
aber sogleich an dasselbe zurückstellen müsse. Dessgleichen einen streit über zchenten 
in Geiselsheim zwischen dem abt von Heidcnheim und dem priestcr Megengot und zwar 
so: Der heuzehent solle der pfarrkirehe in Geiselsheim verbleiben; der weitere gross- 
zehent solle gleichheitlich zwischen dem kloster und der pfarrkirehe getheilt werden; 
den kleinzehent solle Megengot, so lange er in Geiselheim ist, beziehen; später soll 
auch er glcichheitlich getheilt werden. — Zougschaft leistet das domkapitel: Propst 
Otto, dekan Chunrad ; Burchhard, Ilsung, Gotschaleh, Ekkcbert, Otto, Eberhard, Berthold, 
der domscholastcr Adelbcrt, Witlrid, Ilsung, Heinrich, Wernher, Dittmar, Marquard, 
Mar, Swiker et alii plures de choro; dann die dienstmannen: Bruno von Bechtbal, 
schenk Heinrich, Adelbo von Eystet, Wirnt von Oberneystct, Merboto von Phuenzen, 
Reimboto von Emmendorf, Chuno von Woltcsprunncn, Chuono kämmercr von Hirzpcrch, 
Adelbert von Muvenheim (Monheim), Cuno von Petenis, Hartnid von Word und dessen 
bruder Reimboto, Wiclifrid, genannt Lnegelin. Vom adcl: Ludwig grai von Octtingcn, 
Fridrich von Tnihendingen und dessen bruder Adelbert, Berthold Spaetho, Adelo von 
Eystet. Vom pfarrklerus: Ch. von Heidenheim, Purchard von Ehingen und dessen 
bruder Ilsung von Oetingen, Friedrich von Steinberch, Mar von Stochcim (in der pfami 
Spalt), Wernher von Solzkirchen, Chunrad von Egwil, Gebhard von Dietkirchen et alii 
quam plures. Acta sunt haec in civitato Eystetensi anno ab incarn. Domini MCLXXX 
indict. XIV regnante domino Friderico impefatore invictissimo anno regni ejus XXVIII, 
imperii XVI. (Sine die.) — Popp, Cod. Monac. p. 14 abgedr. Eichst, pastoralbl. IX, 
66 (1862). [289| 
erscheint als zeuge in einer Urkunde Welfs IU, inhaltlich deren der letztere dem kloster 
Kempten zur Stiftung eines jahrtnges für Bich und eines ewigen lichtes sein allod im 
Ammergew schenkt. — Mon. boic. VIII, 17. [284] 
unterzeichnet, zu einem lürstentag nach Nürnberg gekommen, eine Urkunde, durch welche 
kaiser Friedrich I dem kloster Kremsmünster eiuige von den herzogen von Bayern ge- 
machte Schenkungen bestätigt und zugleich eine Streitigkeit dieses klosters mit Engel- 
schalch von Huginpach entscheidet. — Meillor, Reg. der markgr. und herzöge Ocsterr. 
p. 58. [285) 

Stumpf, Kaiserurkonden p. 387 n. 4313 bat: 1181 märt. 1. 
beint als zeugo in einer zu Donauwörth ausgestellten Urkunde über einen in Nürnberg 
genehmigten gütertausch zwischen dem herzog Otto von Bayern und dem kloster 
Prüfening. — Mon. boic. XIII, 187. [286] 
hat dem stifte der regulirten chorherrn von Rebdorf die güter wieder entzogen, welche 
bischof Konrad vom besitzthura der mutterkirche Eichstätt losgetrennt und an das ge- 
nannte stift überlassen hatte, und behält recht vor den abgeordneten, die pnpst Alexan. 
der III auf klage der Rebdorfer nach Regensburg gesendet — Berichtet in einer Ur- 
kunde des bischofs Otto von 1186 vid. infr. nro. [299). [287, 
Ein päpstlicher legat, bischof Peter von Tusculum, erscheint (wegen des klosters Ebrach) 1179 zu 
Augsburg (Lang, Reg. boic I, 303). Vielleicht gingen Egilolf und die Hebdorfer augustiner nach Augs- 
burg und wfire dann die Urkunde Welfs III, in welcher bischof Egilolf von Eichstaett zeuge ist, zu d»- 
tiren: Augsburg 1179 sept. 16. 

weiht die kapeile im schloss zu Pappenheim. — Hund, Bayer, stammb. II, 160. Jahrcsbcr. 

des bist. Vereins von Mittelfr. X, 13. XI, 16. Eichstätter pastoralbl. IX, 136. [288 1 
Rcsignirt 1182 okt. 1. — Ein späterer eintrag sagt, er hätto es erst 1183 gethan. (Vitae 
pontif. Eytctt. p. 2.) Im jähre 1186 wird er als todt erwähnt. (Popp, Dcnkschr. p- 
242.) I 289 ' 



XXVI. Otto 1182-1195. 

als domherr 1166 — conf. nro. [277], als domprobst 1179 — 



conf. nro. 



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XXVI. Otto 1182-1180. 



35 



1182 
Okt. 7 



1183 



Augsburg 



Kichstütt 



1184 

Jan. 

1184 



Augsburg 



1185? Wolferstadt 

1186 !( Verona) 
Scpt 30 



1186 
Okt.? 



|2821. Zum bischof wurde er gewählt 1182, denn schon im okt dieses jähr es erscheint er 
in dieser eigenschalt am hole des kaisers Friedrich — conl'. uro. [290J; consecrirt 1183, 
denn das pontificnle Gundekars nennt das jähr 1188 das sechste seiner Ordination — conf. 
nro. [304). Nach dem pontiticale regierte er 13 jähre: also starb er 1195. Als todestag 
nennt ein Robdorfer nekrologium den 6. märz. — Vitac pontif. Eystett. pag 2 in der 
beilage zum Eichst, pastoralbl. von 1Ö67. 

Bischof Otto soll nach abt Johann von sanet Emmeram, De monaster. Ratisbonn., im 
jähre 1182 als landstand von Bayern anerkannt worden sein. Conf. Buchner, Gesch. 
Bayerns V, 10 nach einem fast gleichzeitigen snlbuch nro. 94 fol. 92 im Münchner rcichs- 
archiv. 



Otto, Eistetensis electus, erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich I, laut 
deren der kaiser dem klostcr sanet Ulrich in Augsburg seine besitzungen bestätigt, das 
klostcr aber dem kaiser einen jahrtag zu halten verspricht, was Friedrieh hoch anzu- 
schlagen erklärt. - Mon. boic. XXII, 194. Uiüllard-Brehollcs, Ilist. Frid. sec. V b, 
997. [290J 
assistirt, drei tage nach seiner consecration, dem bischof Hartwig von Augsburg bei der 
einweihung der klostcrkirehc zu Kaisheim. — Originaleintrag im pontific. Gundekars, 
abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 143 (1862). [291J 
genehmigt, dass sein domkapitcl die kirche zu Bondorf, welche auf domkapitlischem grund 
und boden erbaut ist, der kanonie Scamhubet gegen eine jährliche recognition von drei 
goldgulden oder ein halbes talent verleihe unter wahrung der rechte des jetzigen, vom 
domkapitel gesetzten priesters Gumpertus. Act. 1 183 regnante invictissimo Romanorum 
imperatore Friderico indict. XV. — Diplomat, capit. Eystett. [292] 
stiftet für sich und seino familie einen jahrtag in der dorakirche zu Eistete, wozu er ein 
gut in Woligcrcshoucn, von ihm vor seiner wähl erkauft, durch Chuono von Eistcte und 
Albero von Obern-Eistete als salmänner dem domkapitel übergibt und zwar seeundum 
legem terre Bawaroruiu. Act. MCLXXXIII sub papa Lucio III, regnante Friderico 
Rom. imperat. anno regni ejus XXXII, imperii XXVII. — Diplomatar. capit. Eystett. [293] 
begräbt den bischof Hartwig von Augsburg, der 1181 jan. 26 gestorben war. — Braun, 
Gesch. der bischöfe von Augsburg II, 155. |294] 
bezeugt, dass der domherr Volchmar zu Eichstätt für die von demselben auf seinem erb- 
gut in Wigerichesdorf erbaute kirche die bischöfliche weihe in der ehre der heiligen 
Jungfrau und des heiligen Willibald erbeten und das dazu gehörige gut durch den sal- 
roan Berengar von Zuchcringen dem domkapitel zu Eichstätt nach bayer. rechte ge- 
schenkt habe, in der weise, dass es ihm (dem Volkmar) als leben auf lebzeit verbleibe 
und Albert von Holcnstein die advokatio darüber erhalte. Act. 1184 ind. II reg. 
imper. Friderico anno regni eius 32 imperii vero ... — Diplomat. Capit. Eichstätt. [295] 
bestätigt die von dem edlen ministcrialcn Rudegerus in Affental dem domkapitel durch 
den Bahnann, Merboto von Phunze mit seinen erbgütcru in Buchenhul gemachte Schenk- 
ung. Act. 1185. — Diplomatar. capitul. Eystett [296] 
weiht in der zeit von 1185 — 1188 die pfarrkirche in Wolferstadt. — Eichst, pastoralbl. 

VII, 208 (1860). [297] 
Papst Urban III bestätigt dem domkapitel seine besitzungen in einer Urkunde, die mit 
ausnähme des eingangs und des Schlusses gleichlautend ist mit der bulle des papstes 
Alexander III d. d. 1179 april 3. — Abgedr. im Eichst, pastoralbl. VII, 191 (1860). 1298] 
Bischof Otto bestätigt dem augustincrkloster Rebdorf einen theil der güter, die bischol 
Konrad diesem stifte geschenkt, Egilolfus, electus Eystetensis, aber mit Zustimmung päpst- 
licher legaten wieder entzogen hatte. Es sind das: ein hof in Wazercelle, zehenten 
und anderthalb höfe in Tubcrvelt, ein gut in Mersowc, eine hofstätte in Regensburg, 
ein garten in Eistet, einige zehenten in Herswinsteten (Hinwenstetten), ein hof in Buoch 



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36 



XXVI. Otto 1186—1188. 



1187 



Regcnaburg 



April 6 
„ 17 

April 19 

«. > , 

1187 



3 



Augsburg 
Donauwörth 



Giengen 







1188 
Okt. 3 



Eichstätt 



und Ourenwanc (Eierwang |, einiges klcinholz auf der höhe oberhalb Rebdorf und auf 
dem berge fort bis Richolvcscelle (den oboren theil von Wasserzell), der wald Raniniersberg 
oberhalb Richolvescclle bis an den weg nach Muosprunnen ( Morizbrunn ) , von da nach 
dem thale Linstal, von da wieder bis zur hänge von Richolvescclle. Zeugen aus dem 
klcrus: Propst llsung; dekan Konrad; domscholaster Albert; custos llsung; archidiakon 
Berthold; j)farrer Otto; cellarius Marquard. Ulrich, propst von Spalt und andere vom 
chorc. Stephan, abt von Heideuheim. Konrad von Wilzeburg. — Rupert von Planck- 
stetten. Cunrad von Ahusen. Laien vom horrnstand: Gerhard, graf von Tollcustain: 
Albert von Truhcldingeu ; Ulrich von Stein; Berthold von Praitcubrunne ; Albero von 
Santalshusen ; Cuno von Stein und andere. Ministerialen: Hcnric, schenk von Eystet; 
Ulrich von Emmendorf: Conrad, cammerarius; Adelo, marsebulk: Hartvic und sein 
bruder; Reinbot von Werde; Heinrich und sein bruder; Cuno von Wolvesbuch: Hein- 
rich von Paffenhofen: Merboto von Phnze; Albero von Obern-Eystad ; Chuno von Gla- 
-acbenberk und andere. Vom lnndklerus: Cunpcrt von Tüüng; dekan Reinhard; dekan 
Volimar; dekan Dietrich; dekan Menicoz; dekan Conrad; dekan Rupert und mehrere 
dekane mit ihren brüderu vom lande. Uebcrdies die ganze eben versammelte synode. 
Actum anno ab incarn. Domini MCLXXXVI indict. IV Urbano tertio papatum tenente 
Fridcrico imperatore Imperium gubernante, Henrico fratro (!) ejus gubernacula uiode- 
rante, anno pontiKcatus nostri IV. (Sine die; aber die synode wurde gewöhnlich im 
okt. gehalten.) — Fnlkenstein, Cod. dipl. Eystett. p. 39 u. 27. Ltinig, SpicU. eceles. II, 
208. Lang, Reg. boic. I, 335. Verhandl. des histor. Vereins von Obcrpf. XX, 95- 
(1858). (299] 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich I, wodurch derselbe dem kloster 
Seitenstetten (bei Waidhofen, südöstlich von Linz) einen durch erzbischof Wiehmann 
von Magdeburg geschenkten wald bestätigt und das recht ertheilt, in diesem wald auf 
eisen nnd salz zu bauen. — Schmidt, chronologisch. System, saminl. der österr. bergges. 
III abth. I, 16. Hormayr, Werke III, 433. Meiller, Regest, archiepiscop. Salisburg 
p. 147 n. 30. |300| 
assistirt nebst vier anderen biseböfen bei der einweihung der kirche sanet Ulrich und Afra, 
die der erzbischof Konrad von Mainz in gegenwart des kaisers Friedrich I vornimmt, 
und unterzeichnet in Donauwörth april 17 eine Urkunde des kaisers Friedrieh 1 für das 
kloster der beiden genannten heiligen in Augsburg. — Mon. boic. XII, 197. Annal. 
sanetor. Udalrici et Afrae bei Pcrtz XVII, 430. Steichele, Archiv III, 128. (301] 
unterzeichnet als zouge eine Urkunde, durch welcho kaiser Friedrich 1 der kirche von 
Innichen (im Pusterthal) ihre Schenkungen bestätigt. — Marian, Austr. sacra IV, 251. 
Hormayr, Gtsch. von Tyrol I, 113. Stumpf, Kaiscrurkundeu p. 401 n. 4477. [302] 
gibt 'den brüdern zu Halsprunmn die zehenten zu Heglin und Strulesbach in der pfarrei Arcn- 
burem (Orubau). Zeugen: llsung, propst; Cunrad, dekan; Berhtold, erzprir ster ; Siboto, 
propst zu Herriden; Otto, pfarrer (parochianus); Albert, scholasticus ; Marquard, celle- 
rariue; Burchard von Witenheim; Dietmar, oblaier; Eberhard, canonici!*; Hermann von 
Schillingesfirst; Heinric von Scowenbcich; Cuurat Kroph von Ehemutesheiin ; Adelo und 
Cuno von Eysteten: Heiurie, schenk (pincerna); Heinric, truchsess (dapifer) ; Ulrio von 
Emendorf; Reinpoto von Werde; Gotebold von Gredingcn; Albero von Obercystete 
(de superiori Eystet); Merboto von Funlfeche, Cuno von Lupoldeshowcn , Heinric* von 
Wolbcsbuch. Act. MCLXXXVII indict. V regnante gluriosisiino Romanor. imperat. 
Fridcrico. — Heilbrunner copiebuch I f. 1056 im königl. archiv zu Nürnberg. [3031 
Lang, Regeeta boic 1, 311 bat das jähr 1180! 
consecrirt den altar in der von ihm erbauten und zu seinem grab bestimmten sanet 
Magdalenenkapcllc auf der Südseite des doms in Eichstaett und dotirt diesen altar mit 
gfitern in Alfcrshusen, Egwilc, Wolkcrshoven , Hurkershcim, Altheira, Burgeshowe, 
Michelnbach, Biburch, Watenhouen und Ahusen, wovon auch distributionen an die doni- 



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XXVI. Otto 1188—1189. 



37 



u?*t< 



1189 
April 29 



Rom 



Aug. 10 



Wifrzburg 



Sept 30 



1189 



Bamberg 



herrn gemacht werden »ollen. Act. ab incarn. Domini MCLXXXV11I indict. VI regn. 
Fridcrico imporat. — Popp, Cod. Monnc. p. 9. Eichst, pastoralhl. IX, 115 (18G2). |304| 
Leber die weihe dieses alters bat auch das pontilicale eine aufjseichnung, worin noch der tag ge- 
nannt i*t tili k:.l. od.), den die Urkunde verschweigt, und das jähr als das 6. jähr der ordinatiou 
Ottos bcteirhnt't wird. — Eichst, pastoralbl. I. c. 

bestätigt dem kloster Kaisheim die Schenkung, die der frühere bischof Konrad dcmßelben 
durch Überlassung der kirche in Ascesbrunnen samtnt ihren zehenten, ihrer dotation und 
dem patronatsrecht gemacht hatte. Zeuge: Graf Gebhard, vogt der kircho EichBtaett. 
— Lang, lieg. boic. I, 343. [305) 
Papst Clemens Ubergibt in die blinde des' abtes Wolfram von Banct Michael in Baroberg 
den schriftlichen auftrng an den bischof Otto von Eichstactt, gemeinschaftlich mit dem 
bischof Eberhard von Merseburg und den übten von sanet Emmeram in Regensburg 
und von Schwarzach über den wandet und die wunder des bischofs Otto I von Bam- 
berg eine Untersuchung anzustellen. — Mirac. Otton. bei Pertz XII, 914. / Usserraann, 
Episcopat. Hamb. cod. probat, p. 132 n. 148. Hasselbaeh, Cod. pommer. dipl. I, 163. 
v "j Mansi XXII, 519. Gicscbrr cht, Baltische Studien XIV, 914. [30G| 
11N9 iaai 1 gibt der papst dem bischof Otto II von Bamberg und seinem domkapitel ofiicielle uach- 
richt von obigem befühl an den bischof von Eichstatt. — Ussermann p. 133 n. 149. Ilasselbach I, 164. 
Bischof Otto, auf dem ersten reichatagc des königs Heinrich VI in Würzburg anwesend, 
erhält durch den abt Wolfram von sanet Michael den aultrag des papstes extradirt, das 
leben und die wunder des bischofs Otto I von Bamberg zu prüien, und nimmt sogleich 
die kanonisation Ottos vor. — Miracul. Otton. bei Pertz XII, 914. Tocche, Kaiser 
Heinr. VI p. 117. [307 1 

rhebt in Bamberg die reliquicn des heiligen Otto und erneut die erklärung seiner canoni- 
sation. — Har/heim III, 451. [308 1 

urkundi t, dass er als doinpropst unter Egilollus, dem electus Eystctensis / mit Bruno von 
Bcchtal, Ulrich von Emmendorf, den brüdern des letzteren und noch mehreren anderen 
beauftragt worden sei, dem wünsch des Godefrid von Arnsberg gemäss zu untersuchen, 
was aut der villa Phrundorf bischöfliches leben und was allod der familiu des Godefrid 
sei; und dass nunmehr Hadebrand von Phrundorf, der erbe Godefrids und seines (des 
Hadebrand) älteren bruders, der ebenfalls Godefrid hiess, im begriffe mit kaiser Fried- 
rich I ins heilige Land zu ziehen , auch sein eigen in Phrundorf mit 94 familien, wo- 
runter 24 de militari ordine, die anderen servilis conditionis waren, der kirche von Eich- 
stactt zum geschenke gemacht, von dem bischof aber als leben zurückerhalten habe. 
Zeugen und zwar aus dem klerus: Otto, decanus majoris ecclesiac; Gualbertus, archi- 
presbyter; Ilsyngus custos; Albertus scholasticus. Eden: die freien männcr Hadebrand 
von Arnsberg; Swikcrus von Livenstat; Albertus von Talmesingen; Gozwinus von 
Angeringen; Conradus vogt von Walendingen; Adelo der alte von Eystcttcu; Conrad 
von Stein. Ministerialen: Truchsess Hartwic und dessen söhn Ulrich; Reinboto von 
Werde; Heinrich von Wolfesbuch; Chuno von Glaphenberg; schenk Heinrich; Mcrboto 
von Phünzen; Ulrich von Emmendorf. Milites domini Hadebrandi: Rudergus (!) von 
Erlungcshoucn; Sifridus von Uhingen (Falkenstcin liest: Hölingen); Rudegerus von 
Arnsperch; Imo und dessen bruder. Fact. anno MCLXXXIX indict. VII. — Falken- 
stein, Cod. dipl. Eyst. p. 38 n. 36. Popp, Cod. Monac. p. 13 (korrekturon zu Falken- 
stcin). |309] 
gibt dem Hadebrand von Arnsperch 64 talento gcld und empfängt dagegen durch die hand 
Chunos des älteren von Stein das gut Uhingen zum pfände. Die cinkünfte dieses gutes 
werden der sanet Magdalcncnkapcllc und ihrem altarc zugewiesen. Testes per aurcs 
tracti: Berthold markgraf von Vohburg. Graf Gebhard von Tolenstein. Hadebrand 
von Arnsperch selbst. Swikerus von LubenstaL Albert von Talmcssingen. Adelo der 
alte von Eystet, freie männcr. Herold von Talmeizingen. Ulrich. Reynboto. Chuono 
cammeraris von Emendorf. Mcrboto von Phuenzen. Cuno von Glaphenberch. Schenk 

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38 



XXVI. Otto 1189—1191. 



1189 



1190? 



1190 
circ. 

n n 
1191 



Ursheim 



Plankstetten 



Heinrich. Cunrad Nogir. Truehsess Haertwig. Ulrich, dessen söhn, jetziger truehsess. 
Reynboto von Werde. Heinrich von Wolfesbuch. Reynboto der alte von Vohcburch. 
Marquard von Gronarshouen. Schenk Berthold, ministcrinlen. Vasallen des Hadobrand: 
Rudiger von Ilcrlungcshoucn. Scifrid von Uhingen. Rudiger von Arnspcrg et alii 
quam plures. (Sine anno et die; aber wahrscheinlich ausgestellt vor dem abgang IIa- 
debrands zum kreuzzug im jähre 1189 ». — Popp, Cod. Monac. p. 12. Theihvcisc ab- 
gedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 145 (1862). [31()| 
Da« pontificale Gundekars hat den eintrug: bischof Otto gab (an das domkapitel) Ylbingen und 
andere besitzungen, wovon distributiunen an die einzelnen pfründen durch den custo» gemacht werden. 
— Conf. Vitae poutific. Eystott. p. a, beigäbe tum Eichstatter pastoralbl. vom jähre lt<67. 
gibt rath und Zustimmung, dass der domherr und bischöfliche kaplan Fulkraar sein haus 
an der brücke (zu Eichstaett?) an das kloster des heiligen Petrus in Kastel zu einer 
jahrtagsstiftung schenke. Zeugen: Cunradus, major praepositus. Utto, major deeanus. 
Albertus magister scholarum. Ilumbertus archipresbyter. Hartwicus dapifer et filius 
ejus Ulricus. Act. indict. VIII, episcopatus anno V1H. - Mon. boic. XXIV, 324. [311] 
seidichtet auf einer synode in Mainz mit anderen bischöfen einen streit zwischen dem bi- 
schof Udabskalk von Augsburg und den kanonikern zu sanet Moritz von eben dort über 
die bcsetznng der propstei an dem letzteren stii't. — Braun, Gesch. der bisch, von 
Augsburg II, 162.j 1312) 
Yermuthlicb gesefeuh das auf der Mainzer synode von 1 18S, die gewöhnlich curia Dei genannt wird 
weiht um 1190 eine kirche zu Ursheim zu ehren der heiligsten jungfrau Maria. — Eichst. 

pastoralbl. V, 82 (1858). [313] 
um die gleiche zeit eine kirche in Magerichesheim (Obermegersheiin), woselbst bischol 
Gundckar schon 1058 eine consecratio ecclesiao vorgenommen hatte. — Eichst, pastoralbl. 
V, 94 (1858). 1314 j 

gibt dem abt Arnold und den brüdern zu Halspninne aus seinen besitzungen zu Steinberge 
(Kalbcnateinbcrg) einen unbebauten vom seo Nezclbach umflossenen platz, der zur 
hallte der kirche zu Babenberg gehört, wogegen das kloster Halsprunne am 21. 
okt ein ewiges gedächtniss (j ahrtag) begehen und auf sanet Michael 20 käse entrichten 
soll. Zeugen: Cunrad, propst. Otto, dekan. Albert, scholasticus. Ihning, custos. Mar- 
quard, kellncr. Dietmar, oblaier. Gunbert, erzpriestcr. Godcscalc. Hcrman von 
Hegelingen. Volcmar, kaplau. Gebehard von Grizbach. Eberhard Rufus. Marquard 
von Ettcnstat. Hcrtwic, truehsess (dapifer). Heinric, schenk (pincerna). Reinboto von 
Werde. Merboto von Funzecha. Vlric und Reinboto von Emendorf. Heinrich von 
Wolfesbuch. Vlric, söhn des truchsessen. Radeboto und dessen gleichnamiger söhn Rci- 
boto und Heinric von Ovestete. Vlric und Albert von Pilingriz. Cunrat Nogir. Vlric 
von Gerwigestorf. Pertold von Ccnne. Cuno von Glapfcnberch. Arnold und Sige- 
hard von Egewilc. Wolfram von Emcudorf. Cunrat. Herman von Metmendorf. — 
Act. anno dominic. incaruat. MCXCI indict IX, regnante Romanor. rege Henrico. 
Hcilsbr. copiebuch I f. 151 b im königl. archiv in Nürnberg. Lang, Reg. boic. J, 
353. |31S| 
urkundet über die einweihung der neu aufgebauten kirche in Plankstctten , die er vorge- 
nommen, und bestätigt dem dortigen kloster das patronatsrecht an dieser kircho, das 
der pfarrer von Pilingries für sich in anspruch nahm. — Handschriftl. chronik von 
Plankst. I, 19. III, 33 im pfarrarch. zu Beilngries. Jahresber. des bist ver. von Mittelfr. 
XVI, 94. [316J 
bestätigt dem kloster Plankstctten seine besitzungen und rechte, als ein gut in Plankstctteu 
selbst, ein anderes in Hütteshoven, die drei dörfer Pctxenbruck, Zulchenreut und Trcn- 
reut, alle drei an der Schwarza, sowie das patronnt an den drei kirchen Plankstctten, 
Pühelkirchcn und Solzkirchen u. s. w. — Plankstetter chronik I, 18. III, 31 im Beiln- 
pfarrarchiv. Jahresber. des hist. vcr. von Mittelfr. XVI, 95 (1847). 1317) 



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XXVI. Otto 1 1Ü 1 — 111)4. 



39 



119^ 
Juni 7 



Würzburg 



1194 Eichstätt 



n n 



r v 



v n 



wird unter den zeugen aufgeführt in einer Urkunde dos kaisers Heinrich VI, dureh welche 
derselbe das kloster Salem in seinen besonderen schütz nimmt. — Act. ind. 10, regni 
anno 23, iinp. 2; dat. Wircebure 7 id. junii. — Wirtemb. Urkunden)). II, 3ü3. (318] 
stillet für sich einen jabrtng in der klusterkirche sauet Walburg zu Eichstactt, abzulialten 
im jnnuar. - Luidl, Eichst, heiligthum III, 103. 13191 
In der Urkunde hierüber ist Ott© der 2>>. bischof von Eichstaett genannt, 
bestätigt auf bitten der schottenmünehe die durch weiland den dompropst Walbbrun ge- 
schehene Stiftung ihres hospitals zum heiligen Kreuz in der ostenvorstadt von Eichstätt, 
nachdem er die kireho daselbst in der ehre des heiligen Kreuzes und des grabta Christi 
geweiht hat, und genehmigt die zur dotatiou von Walbrun gemachten schaukungen in 
Wicnanmersdorf (Vytmesdorf), Wiphenvelt, Egelse, Gcrlevingcn, Ilazzenhofen, Ha- 
scnwiuckel, Larenstetten, Milenhoven, Allstetten, Butelbrunne, Kcwenkircheu, Oetingcn, 
üarfiuberg (Griifenbcrg), Gunthershule, Bullenveit, Thalmanslelde , Haseluch, Eistet: 
er selbst lügt bei güter in Wachenzeile, Affcntall, Atnhalmestorf, Raticheshartt. Zeugen 
vom chore: Dompropst Hartwich, dumdechant Otto, domscholnstcr Albert, Schatzmeister 
llsunc, kellermeister Marquard, archipresbyter Gumpert und Conrad: Sigeboto, propst 
in Herrieden; Voleraar kaplan. Gotescalc priester und die anderen domherrn. Laien: 
Adelo liber. Cuno über und fil. Cuno. Cuno de Glaphenberc. Ileinricus pincerna. 
Vlrieus dapil'er. Udalrieus von Emmendorf. Reinboto von Werde und dessen söhn 
Ileinricus: dann dessen brüder Wicfrit und Lugclin. Merboto von Phüntze. Reinboto 
von Emmendorf u. a. m. Act. anno ab incarn. Domini MCXC1V indict. V sub Coeles- 
tino papa III, llenrico V imperat. anno imperii ejus III. — Salbuch des klostcrs heiligen 
Kreuz in Eichst, f. 3 (im Ordinariatsarchiv). Eichst, pastoralbl. VIII, 84. X, 114 (1863), 
auszug. [3201 
Im selben jähre conflrmirt auch papttt Coclcstin III dieses kloster.^/ 
bestätigt dem kloster Halsprunu die zur kireho iStcinberch gehörigen zehenten, die schon 
könig Konrad dem genannten kloster gegeben und bischof Gebhard von Eystet eben- 
falls überlassen hatte, sowie dio zehenten der von dem kloster selbst gebauten neuge- 
reuthe in den dürflein Brueca und LimVnbühcl (Burk und Lindenbühl bei Günzen- 
hausen). Dagegen soll das kloster dem pfarrer zu Steinberch ein jährliches reiehniss 
von 30 Pfenningen geben. Zeugen : Hcrtwic, propst. Siboto, propst zu Ilerriden. Otte, 
dekan. Guubert, erzpriester. Albert, seholasticus. llsung, custos. Volmar, kaplan. 
Marquard von Walmintiugen. Fridcric, kaplan. Hermann. Ilertwic. Reinboto. Die 
kauouiker: Adelo, Cuno, Wolfktr und Wortwin von Tanehausen; sein bruder Llric 
der junge (iuvenis) von Sehovcn. Dio freien männcr: Heinric schenk (pineema); Rein- 
boto von (k\cudorf; Cuurad von Ekeberch; Merboto von Pfeflhuncc; Cunrad und sein 
bruder Ortwin von Waltmintingen; Vlric von Emindorf; Reinboto und Heinric von 
Ilovestete; Arnolt von Egenwile; Ralvolck; Ilcrtwigc von Ilemichinlheim ; Vlric von 
Witinsheim: Heinrich von Bindungen. Fact. MCXCIV indict. XI, regnante Romanor. 
imperat. Henrico. — Heilsbr. copiebuch 1 f. 106 b im königl. archiv in Nürnberg. Lang, 
Reg. boic. I, 363. [321] 
bestätigt dein kloster Ahuscn dio Schenkungen, wodurch sein kaplan Volkmar, kanonicus 
zu sanet Maria und sanet Willibald in Eistet, ein gut zu Wartenberge, das ihm Hade- 
brand von Arnesberc verpfändet hatte, der seligen jungfrau Maria zu Ahusen zum 
dunste der dortigen mönche durch dio band seines salmanncs Wernher von Brunne 
übergibt, und bruder Mahtfrid, spitalnieister (provisor) zu Ahnsen, dem nämlichen kloster 
einen Weingarten am Main (bei?) Scgcnintz abtritt. Act. anno ab incarn. Domini 
MCXCIV indict. III, undeeimo anno episcopatus sui. — Copiebuch des klost. Ahausen 
f. 9 im königl. archiv in Nürnberg. Lang, Reg. boic. I, 363. [322] 
iat zeugo in einer Urkunde der propstei Berchtesgaden, laut deren Irmengard mit ihren 
Heinrich und Rcinold ihr gut auf dein Ebenberg dem heiligen Petrus in Berch- 

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40 



XXVI. Otto 1194— Ii 05. 



im 



Günzen- 
hausen 



tesgadcn durch den trafen Gebohard von ToUcnstaein gegen 51 talente Kegensburger 
Währung überlässt. Ausser bischof Otto sind als zeugen genannt: Iladcbrant von Ann- 
beruh: Purehart von Staein; Albert von Braitinbruunc ; Friderich von Wolfcrshoueu 
(landgerichts Wasscrtiüdingen) : Chvono von Stacin der zuvor snlmann gewesen; Odtl- 
rich von Schonen (Seehof in der pfarrei Zuchering); Auielbreht von Zucheringen; Al- 
breht von Altcnbruch; Chvono von Glnphenbcrch; Ilorniann von Aeistctcn (Obereich- 
stätt); Merbot von Phunze: Adelo von Aeistct; Ubiciis von Pennveit; Reimbot ven 
Emmendorf; Chvonrad Noiger; Clivonrad von Walmetingcn (Walting), vogt: Chvonrad 
von Wahneting, des vorigen bruder ; Heinrich von Ilouestcten; Bruno von Bechtnlt 
(Bechtlial) ; Clivonrad uf der Erde; Rvodigcr von Amebrvck (Ammlbruch, landgerichts 
Wassertrüdingen) ; Perthold von Pholesbiunt (Pfalzpaint) ; Rvodolf von Tegcningen: 
Chvonrad, chamerar von Hirzbcrk; Odelrieh, truchsess von Werde: Heinrich, desscu 
bruder; Reimbot , vatersbruder der beiden vorausgegangenen; Gotfrid Gumbrelit von 
Tegeningeu: Gotfrid von Rushoucn: Albert von Uwe; Perthold, dessen cognatus; Hc- 
rolt von Tnlmaezingen ; Haertwic propst, bruder des grafen von ToUcnstaein (später 
bischof von Eiehstactt); Livzeman; Albert von Staein; Chvonrad von Lupurch; Wem- 
her von Labere; Rvodiger von Dietfurton; Heinrich von Hebingen; Heinrich von Wich 
friedesdorf; Heinrich von Ebenberge und dessen bruder Reiuolt, die das gut verkauften: 
Sigfrid von Uhingen. Acta sunt haec in tempore Henrici imperatoris, tilii Fridcrici im- 
perat. — Quellen zur bayer. und deutseh. gesch. I, 350. Moritz, Grafen von Sulzbach 
I, 281. Verhandl. des histor. vcr. von Oberpfalz XX, 99. |323i 
weiht um das jähr 1194 eine kirche in Günzenhausen. — Eichstätter pastornlblatt V, 1*2 
(1858). [324 
Verzeichniss der sämmtlichen von bisch ofOtto consccrirtcn kirchen 
nach Gundechnri lib. pontifical: 1. Kaisheim, 2. Hvstet (Haunstetten bei Reilngries), 3. 
Grizbach (Burggriesbach), 4. Uvigerichesdorf (Weigcrsdorf), 5. Perehusvn (Gross- 
berghausen), 6. Pcmmingen (Bviming), 7. Pechetal, 8. Lnibestat, 9. Biburch, 10. Hvsmgtn 
(Hüssingen), 11. Uvimersheim (Weimcrsheim bei Weissenburg), 12. Ilobenstat (Katzenhoch- 
statt), 13. Uvisente (Wieset bei Feuchtwangen), 14. Enkenbach (unbekannt, welches), 15. 
Phafcnhouen (bei Roth), 16. eine kapelle in Ellingen, 17. Wolferstat, 18. Berengouve. 
19. Tvberuelt, 20. Berheim, 21. Millingen (Meiling), 22. Blancstctcn, 23. Luzingen (bei Hüch- 
städt), 24. Donauwörth, 25. aspersionen in Sulenhoven, 26. Brattenbrunnen , 27. die Uti- 
ligen kreuz kirche (schottenkloster, jetzt kapuzinerkloster ) in Eichstädt, 2ä. zwei altäro 
in Heidenheini, 29. die kirche in Elliugen, 30. Olbinaresueld (bei Ellingen), 31. Oberendort 
(bei Ellingcn) , 32. Nivwenmnreh, 33. eine kapelle in Wilzeburg, 34. Guudoltcsheim, 35. 
V r rresheim (bei Heidenheim), 36. Sratenhouen (Sehrattenhofeii bei Nördlingen iu der 
diözeso Augsburg), 37. Bettenhollen, 38. Houestcte, 39. Hvttcshouen (Hitzhofen), 40. Tal- 
raazingen (unbekannt, welcho der drei dortigen kirchen), 41. Kastel (in cenobio Casttllcn«i 
duas capellas et aspersionem ecclesiae), 42. Swnndc (bei Schwabaeh), 43. Ileidenbeim et 
ibidem translationcm prestiosi confe»sorit Chritti Wunibald*, 44. Windcspach, 45. Mvngcuouwe 
(Wassermungenau), 46. Tyingen (Deining), 47. Pvehuclt ff'uchfeld bei Deining), 48. Altare 
in Wilzcburc et aspersionem ecclesiae, 49. Ishersehirch (unbekannt), 50. Mazhigcn (Ober- 
mässing), 51. Bergen (bei Laibstatt), 52. Blienuelt (Pleinfeld), 53. Othrammesdorf (Gross- 
nottersdorf), 54. Tvtingen (zwei kirchen in Titting), 55. Erkenshouen, 56. Stoplienheiiu, 
57. Storsbrunneu (Dorsbrunnen), 58. aspersionem in Bcrolteshciin, 59. aspersionem in Wizen- 
burch (Weissenburg), 60. Buthelbrunnen, 61. Livpoldeshoucn (Lippertshofen), 62. die obere 
kapelle des heiligen Lorenz in Eistet (an einem 14 okt.), 63. Magensheim (Megesheim), 
64 Magersheim (Obermegersheim), 65. dio sanet Magdalenenkapelle in Eistet, 
66. Itensheim (Eitensheim), 67. Oborendorf (bei Freistadt), 68. Füchte (Feucht), 69. Rotehsc 
(Rödelscc in der diözese Würzburg), 70. Erinsbach, 71. Gimzcnbusen, 72. eine kapelle in 
Heidenheim, 73. Erkenbrchteshoueu (Erkertshofen in der pfarrei Eutenhofen), 74. Talbuint 



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XXVII. Hartwig 1195-1108. 



41 



1195 

circ. 
1196 

1197 



Pappenheim 



1198 
März 6 

Sept. 8 



1198 



Arnstadt 



. . i ■ 



(Thalpaint bei Vohburg), 75. Landfridcshouen (Landershofen in der ptarrei Pietenfeld), 
76. Luzelnahe (Litzlohe), 77. Althain (Langenaltheim?), 78. Suabach, 79. eine kapelle in 
HahcUbrunno (Hailsbronn), 80. Hngenetet (wciler bei Vohburg), 81. Denchondorf, 82. 
Ailingen (Ehingen im dekanat Wasaertrüdingen), 83. eine kapcllo in Swinfurthe, 84. Rorc, 
85. (jiredingen, 86. Huahen (Huisheim), 87. Plosseuawe, 88. Buorbore (Beuerberg im dekanat 
Wnssertrüdingen, 89. Dietuurt, 90. Schehlorf, 91. die kapelle der heiligen Afra in Eiste«, 
92. Kegeningen (Högling), 93. Bargen, 94. Pirchingcn (Berching), 95. Vuattcnhoucn (einge- 
gangene ortschuft in der pfarrci Hofstetten), 96. dio kapcllo des heiligen Bartholomacos in 
Ai8tcten, 97. Spalte, 98. Vorahe (Veitsauracb), 99. Pcrhtoldcsdorf (bei Windsbach) , 100. 
Volandesdorf (Wollersdorf bei BerthoMsdorf), 101. Steinbcrc (Gräi'ensteinberg), 102. Roten- 
bach, 103. Fuogrlstal (Fiegenstall), 104. Gnozeshcim, 105. Dechingen (Döckingcn). — Eichst, 
pastoralbl. IX, 143 (1862). 

Anmcrk. In der zeit vom tode des bischofs Gundckar II bis zum tode Ottos 
wurden in der diözese Eiclistaett noch geweiht: 1. die pfarrkirche zu Lauterhofcn durch 
bischof Gebhard III von Constnnz (reg. 1081—1110), 2. die klostcrkirchc zu Kastel, diu*eh 
Lischof Otto von Bamberg, doch unbestimmbar, ob durch Otto I (1102—1139) oder durch 
Otto II (1177—1196). - Eichst, pastoralbl. IX, 145 sq. (1862). 

XXVII. Hartwig 1195-1223. 

Der zweite bischot von Eichstätt aus dem hause der graten von Hirschberg; ver- 
wandt mit künig Philipp von Schwaben (Moritz, Grafen von Sulzbach I, 286) und nach 
der ermordung d< 8 bischofs Konrad von Würzburg (1202 dez. 3) dessen kanzler (Mallin- 
krot, Oe archieanc. iinperii mm. p. 97), doch bald wieder aus diesem dienst entlassen 
^Chronic. frsperg. p. 312). Sein pontifient dauerte 28 jähre, also bis in das jähr 1223; 
nach einem späteren eintrage in das pontiticalö Gundokars war sein todestag der 2. mai 
(Vit. pontif. Eystctt. p. 2). Er baute und consecrirte einzelne theile des dolus. 

Bischof Hartwig tiberlässt dem abt Aruold von Hailsbronn den neubruchzehrnt in Tann- 
hausen (bei Günzenhausen). — Lang, Reg. boic. I, 367. [325] 
weiht die scitenaltärc in der pfarrkirche zu Pappenheim. — Hund, Bayer, staramb. II, 
160. Jahreaber. des bist ver. vonMittelfr. XI, 14. XI, 16. Eichst, pastonilbl. IX, 136. (326| 
Hartwig, Eiatetensis ecclesiae minister, entscheidet auf einem gcriehte in Pfünz in dem 
streite zwischen dem klostcr Kaishcim und dem ritte r Wortwinus von Emiehishcim über 
den zehent in Askcsprunnc und zwar in der weise, dass die brüder von Kaisheim einen 
hof iu Rorebach und einen in Hochvelde für den genannten zehent abtreten sollen. 
Zeugen: Burchard von Stein, Rupert von Stahelsberc, Haidebrand von Haideke, Wie- 
mann von Rorbach, Gottescalc von Rorbac, Cunrad von Horburc. Acta anno praesu- 
latus secundo. — Lang, Reg. boic. I, 375. Verband!, des bist. vcr. von Oberpfalz XX, 
99. 1327| 
ist auf einer fürstenvcrsaminlung in Thüringen zugegen, woselbst Philipp von Schwaben 
zum deutsehen könig gewählt wird. (Ort und tag sind nicht genau bestimmbar.) — 
Böhmer, Regesta iinperii 1198—1254 p. 3. 1328) 
soll während der abwesenheit des erzbischofs Konrad von Mainz den Philipp von Schwaben 
zum könig gesalbt und gekrönt haben. — Continuat. Admuntcns. bei Pertz IX, 589. 
595. Vergl. aber Böhmer, Reg. p. 5 und 303 (es that das der erzbischof Aimo von 
Tarantaise). [329J 
erhält von papst Coelestin III den auftrag, gemeinsam mit den bischöfen Udalskalk von 
Augsburg und Konrad von Würzburg eiue Untersuchung über den wandel und die 
wunder der kaiscrin Kunigund vorzunehmen. — Braun, Gesch. der bischöfe von Augs- 
burg II, 168. 

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42 



XXVII. Hartwig 1198-1199. 



Eichstätt 



überlässt adstantc cnpitulo et mclioribus niinisterialium die gütcr des bisthuins Eichstaett, die 
Udalrich von Ilutteahoven, früher propst von Eichstaett und bruder des klosters Plank- 
stetten, vermischt mit gütern des klosters Plankstettcn besessen hatte, wegen Unmög- 
lichkeit einer sicheren Ausscheidung an das letztere, und erhält dafür einen kleinen hof 
in Griesbach. Zeugen de choro: Cunrad, major praepositus. Otto, decanus. Albert, 
zuvor scholasticus, jetzt custos. Humbert (?), archipresbyter. Hcrman von Hegelingen. 
Berthold, cellcrarius. Menward, schenk. Marquard von Giaelheim. Rudolph. Mar- 
quard von Witcnhcim. Ministerialen: Heinrich, schenk. Ulrich, truchsess. Adelo, 
marseale und sein bruder Wortwin. Chuno von Stein. Conrad ad pontem (Pfünz). 
Cunrat von Pfaffenhoucn. Ulrich von Emmendorff. Heinrich von Houenstetten unil 
dessen söhn Chunrat. Rudeger von Amelbrugk. Adelhoh. Heinrich von Ettcnbergn. 
Reiubotto von Monheim. Ulrich von Togening und dessen bruder. Dicpoto und dessen 
söhn. Pcrthold und (?) Rudeger von Morspach. . . . von Roudeshouen. Gotfrit und 
Reginolt. Cunrat von Heimesfurt. Rathold und Hartwic von Emcchesheira. Wicfrit 
von Wittesheim. Eberhard von Plicnveld. Albert von Cheschingen et alii quam plurc*. 
Act. anno incarnat. 1198, I indict. — Plankstcttcr chronik I, 21. III, 34 im ptarrarcliiv 
zu Beilngrics. [331] 
überlässt dem kloster Rebdorf mit Zustimmung des domkapitels und der hochstiftsmini- 
sterialen dio von bischof Konrad 1 in Eichstätt erbaute sanet Wunibaldskapelle für eine 
andere von den Rcbdorfern zu ehren des heiligen Nikolaus und des heiligen Thomas 
erbaute kapelle, welche letztere bischof Hartwig dotirt und zu seinem grabe bestimmt. 
Zeugen und zwar de choro ; Cunrad, propst. Otto, dekan. Siboto, propst von Herric- 
den. Albert, scholasticus. Gumbert, archipresbyter. llsung, custos. Rudolf, oblaicm 
Pcrthold, cellcrarius. Herman von Hegclingen. Marquard, prior cclh-rarius. Mar- 
quard von Giselshcim. Menward, schenk. Marquart von Wittensheim. Chunrad von 
Wirzeburg et ceteri quam plures. Ministerialen : Heinrich, schenk. Chunrad, camorarius. 
Arnold von Nasscnvclscn. Heinrich von Hoffstctten. Rcinbot von Hoffstetten. Chuno 
von Stein. Chunradt vou Oberneystct. Heinrich von Pfaffenhofen. Adelo von Eystet. 
Cunrat von Hcuncsfurt. Udalrich, truchsess. Chunrat Nogir. Act. anno dominic. in- 
carnat. M.C.XC.VIII. indict... — Stein, Cod. dipl. 1, 54. Falkenstein, Cod. dipl. p. 
40 n. 28. Verhandl. des bist. vor. von Überpf. XX, 100. (3321 
siegelt nebst fünfzehn anderen genannten zeugen eine Urkunde des königs Philipp, vermöge 
deren derselbe den verkauf des gutes Hormisheim (Siebenhausen bei Frankenthal) durch 
seinen dienstmann Ludwig von Nicastcl an den abt Hezilo von Frankenthal bestätigt. 
— Böhmer, Acta imperii sei. p. 194 n. 213. Widder, Beschreibung der Pfalz II, 353. 1333] 
gibt seine cinwilligung dazu, dass der freie mann Konrad aus Wahnctigen dem kloster 
sanet Walburg in Eichstätt und der äbtissin Liuhardis dortselbst seine beiden tüchtcr 
und zugleich ein gut in Hohenrcin und eine wiese in Wnlmetigeu überlässt. Anno 
pontificatus quinto. (Verdächtig). — Snlbuch des klosters s. Walburg f. 35. Laug Reg. 
boic. I, 381. |3341 
urkundet über beziehungen mit der grafschaft Henneberg. — Schulthes, Gesch. der grafen 
von Henneb. I, 84. Ussermnnn, Episcop. Wirzeb. p. 441. [335; 
erlangt vermittels einer goldbulle von könig Philipp als dessen blutsverwandter und für 
seine bewiesene treue die Verordnung, dass bei heirathen zwischen erbeigenen dienst- 
leuten des reiches oder des königs einerseits und dienstmannen der Eichstätter kirche 
andererseits dio kinder dergestalt gethcilt werden sollen, dass jedesmal das älteste dem 
stand des vators, dass zweite dem stand der mutter folge u. s. w. Ferner wird dem 
bischof die begünstigung erthcilt, jedes jähr in der stadt Eysteten, wie das auch früher 
der fall gewesen sein soll, eine vierzehntägige messe zu halten. Zeugen : der erzbischof 
(Aimo) von Tarantaise ; der bischof (Hermann) von Münster; Konrad, bischof von Würz- 
burg und hofkanzler; ferner die grafen Heinrich von Abenberg, Boppo von Werdheim, 



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XXVII. Hartwig 1199—1200. 



43 



!20<) [Nürnberg 
März 4 

März 15 



März? 

April 3 
Mai 28 



(Lateran) 
Speyer 



1200 
circ. 



Eichstätt 



Heinrich von Ortenberg und die dienstmanneu (Juno von Minzen borg, Drushard, Wem- 
her von Bolanden und dessen bruder Philip]), Ch. dapifer von Rotenbureh, Friedrieh 
dnpifer von Widpurch , Ludwig von Niehastcl, Nidingus von Wirccburch et alii quam 
plurcs. Act. anno MCXCVI11I indict. JI, regnante Philippo anno regni ejus primo. — 
Popp, Cod. Monacens. p. 3. Mon. boic. XXIX. I, 488. Böhmer, Reg. p. 6 n. 16. |336| 
Die mou. boic. haben: anno regni II. 
wird als zeuge genannt in einer Urkunde deB königs Philipp, in welcher dieser das kloster 
Adelberg von aller Schätzung, bet und »teuer aus dessen pfiinnen und salze in der stadt 
Hall befreit. Geb. Nürnbcrgk an den 4. tag merzen. — Wirtemb. urk. b. II p. 337. [337] 
König Phili]»p spricht in einem schutzbrief für das kloster Ebrach aus, dass bei der Schenkung 
des gutes Schwabach durch den herzog Friedrich von Rothenburg an das genannte 
kloster der damalige bisch of Konrad von Eiehstaett seine Zustimmung gegeben. — 
Mon. boic. XXIX. 1, 493. Schütz, Corp. bist. Brandenb. IV, 54. Falkcnstcin, Cod. dipl. 
Norimb. p. 42 n. 24. Stillirid, momim. Zolkriati. I, 25. [338] 
Konrad wurde bischof 1153; Friedrich von Rothenburg starb 116". Also geschah die erwähnte Schenk- 
ung in der zeit von 1153 bis 1167. — Fast wörtlich erneut 1237. Schütz IV, 54 und 75 hat falsche zahlen. 
Bischof Hartwig wohnt einem grossen hoftag in Nürnberg bei, auf welchem die anwesenden 
fiirsten in dem streit zwischen Philipp von Schwaben und Otto von Braunschweig um 
die deutsche kröne für den erstcren partei nehmen. — Berichtet in dem briefe dieser 
fiirsten d. d. mai 28 dieses jahres bei Böhmer, regosta imperii 1198—1254 p. 8. [339J 
ist genannt in der bulle des papstes Innocenz HI Uber diu canonisation der heiligen Kunigund. 
— Ussermann, Episcopat. Bamberg, cod. probat, p. 137 n. 153. Bolland. acta sanetor. 
mens. mart. tom. I p. 281. Harzheim III, 473. [340 J 

richtet von Speyer aus gemeinsam mit vielen anwesenden fttrsten, worunter eilt" weitere 
bischöfc, und im einverständniss mit vielen nicht erschienenen ein schreiben an pnpst 
Innocenz III: König Philipp« anhang, wclchor der irren im reiche wegen sich erst jüngst 
in Nürnberg versammelt, gedenke seinem herrn nunmehr alle gegner unfehlbar zu unter- 
werfen; auch der pnpst möge ihm seine gunst zuwenden und solle wissen, man werde 
demnächst nach Rom kommen, um die katserkrönung Philipps zu erlangen. — Pertz, 
Leges II, 201. Registrum de uegotio imperii (Urkunden des papstes Innocenz III) 
opist. 14, bei Baluzc tom. I p. 090. Boczek, Cod. dipl. Morav. I, 321. Böhmer, Reg. 
imperii 1198—1254 p. 10. [341] 
Pertz hat da» jähr 1198. Hurter (Gesch. des papstes Innocenz III) und Boczek entscheiden sich 
für 1199; nach Stalin (Wirtemb. gesch), Mciller, (Reg. der waikgr. und herz. Oesterr. aninerk. zu p. 84) 
und Böhmer ist das jähr 1200 vorzuziehen. Heiele (Concitiengescb. V, 664) halt das jähr des Pertz für 
das wahrscheinlichere, citu-t aber dabei Böhmer für sich! 

beurkundet, dass der vogt in Tagesteten ein gut in Nivsazcn, das er von ihm zu lehen 
hatte, zum heil seiner scele der heiligen Jungfrau zu Halsprunne geschenkt und dagegen 
der heiligen Jungfrau und dem heiligen Willibald (dorn in Eiehstaett) ein gut zu Niwen- 
stat und zu Rossebach zu lehen gemacht habe. Zeugen : Berthold, dompropst ; Marquard, 
deknn; Albert, scholasticus; Rudolf, oblaier; Hartwic von Werde; Marquard von Soltz- 
kirchen. Laien: Cunrad schenk; Gozwin von Oberneister (sie); Cunrad Noiger; Fri- 
deric, kämmerer; Wolfram von Emechesheim. Facta in choro Eystettnsi. (Sine anno 
et die.) — Ihilsbr. copiebueh I f. 209 im königl. arehiv in Nürnberg. |342J 
gibt dem abt und convent zu Halsbrunncn seinen antheil am neugereuthzehent aus ihrem 
gut zu Tanehusen. Zeugen: Berthold, propst; Marquard, deknn; Albert, scholasticus; 
(Jumpcrt, erzpriester; Cunrad, custos; Hermann von Hegelingen; Rudolf, oblaier; Mar- 
quard von Witensheirn; Albert vonBcinvelt; Ulric von Wellenheim. Die ministerialcn : 
Cuno von Glaffenberch; Cuno von Steine; Ulric dapifer; Arnold von Egewile; Gotfrid 
von Wallentingen; Reinboto von Witensheirn; Gebehard und Berthold von Wcllenhcim ; 
Wortwin von Billichinge; Cunrat von Pfaffenhofen ; Cunrat Noigir; Goswin von 
Obereneistcte ; Berthold marschalc; Gebehard und Volcard, seine brüder; Sigchard von 

11* 



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XXVII. Hartwig 1-200—1204. 



1202 
Jau. 1 
Febr. ? 



Sept. 21 



(Vcllctri) 



1203 
Jan. 23 



(Lateran) 



Febr. 21 



Eger 



April 23 



120-1 



Egewile. (Sine anno et die.) — Hcilsbr. copiebuch 1 i. 291 b im königl. archiv zu 
Nürnberg. I343j 

weiht unter assistenz der bischöfe Nnrtbert von Brandenbarg und Helmbcrt von Ilavelberg 
den bischof Konrad von Halberstadt. — Dambcrger, Synchronist. gesch. IX, 189. [311) 

protestirt mit mehreren anderen geistlieben und weltliehen fürsten in einem sehreiben an 
den papst gegen die von dem cardinallegattn, dem bischof Guido von Praeneßte, dadurch 
begangene einmischung in den thronstreit, dass derselbe (etwa Juli zu Köln) den Otto 
von Braunsehweig anerkannte; denn Guido sei weder wähler noch riehter. — Rcgistrura 
imperii ep. 62 cd. Bahizo I, 715. Böhmer, Rogcstn imperii 1198 — 1251 p. 13 n. 42. 
Abel, König Philipp di-r llohenst. p. 138. (345] 
Nach Boczek, Cod. dipl. Morav. 11. «J wäre dieses schreiben 1201 sept 8 iu Bamberg unterzeichne*. 

worden. Di.mtils waren viele fürsten, ilercn namen aber nicht angegeben sind, bei erhebung der heiligen 

Cuniguui in der genannten stadt und erneuten dem könig Philipp trotz der über ihn verhängten ex- 
omuiunicatiou den eid der treue. Böhmer, Reg. [>. 12. L'sserm.tnu, EpUcop. Bamb. p. 135. — Antwort 

des papstes im Reyistr. eptst, (.2 bei Baluze I, 7 Ii. 

wird von papst Innocenz III in einem schreiben an die deutschen fürsten getadelt, weil 
er trotz des offenkundigen wahren Sachverhalts mit den biachöten von Passau und Frei- 
sing den neuen erzbischof Sit gfiid von Mainz (einen anbänger Ottos von Braunschwei,:.'!, 
zur Verantwortung über seine durch den papst gestattete Versetzung von dem bisclu't- 
lichcn stuhle iu T urins auf den erzbischöfliehen in Mainz vorgeladen Der papst dringt 
darauf, die falscher aufzusuchen. — Böhmer, Reg. imper. 1198 — 1254 p. 302 n. 101. [346| 
Der bischof von Eichstädt ist wegen dieser Mainzer angcle^enhcit noch genannt: a) 1202 okt. - 
in einem schreiben d< s papstes Innocenz III au den erzbischof Eberhard von Salzburg. Böhmer p. 3t'.! 
n. 102. b) 1U03 apr. 5 iu einem schreiben des nämlichen papstes an die sämmtlichen weltlichen und 
geistlichen fürsten Deutschlands. Böhmer p. 3i*4 n. 123. c) in einem schreiben der cardinälc, welche* 
sich au das schreiben des papstes d. d. 1203 april 5 anschließt. Registr. imperii ed. Baluze I, 72^. 

Ohne, den namen des Eichstiitter bischofs wird gegen die gefälschten briefe wegen Mainz von 
Innocenz abermals prostestirt 1203 de c. 13. Böhmer p. 300 u. Iii. 

Papst Innocenz III schreibt an den erzbischof Siegfried von Mainz und dessen sürauitliche 
suffragauo und befiehlt, das anathein über die mörder des bischofs Konrad von Würz- 
burg zu verkünden, der seinen feinden erlegen (1202 dez. 3), nachdem erst 1192 nov. 
24 Albrecht von Lüttich ein gleiches schickaal erfahren. — Lappenberg, Hamburger Ur- 
kunden!). I, 295. 13*7 j 
Bischof Hartwig fungirt als kauzler in einer Urkunde des königs Philipp für das kloster 
Waldsassen, dessen haus in Eger von den städtischen abgaben befreit wird. - Monutn. 
bore. XXIX. I, 507. |-l' sl 

Dies ist die einzige von Hartwig ausgefertigte Urkunde, die erhalten worden, 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Philipp für den markgraien Theodorich 
von Meissen. - Schubes, Dircctor. II 419. Böhmer, Reg. imper. 1198-1254 p. 15 u- 
49. [3-W1 
gibt dem nbt und convent zu Halsprunncn die vogtei über die ihnen von seinem vorfahrcr 
bischof Otto eingeräumten öden plätzo am fluss Ncßelbach und über das dorf llegclni- 
die Mcgenward de Mecore (Mure), ministcriale seiner kirche, zu leben hatte und nun- 
mehr für 13 mark sübers aufgab. Zeugen: Berthold, propst; Marquard, dekan; Albert, 
scholastieus : Cunrad, etistos; Gumpert, archidiakon; Rudolf, oblaier ; Hartwic und Gote- 
frid, diakonen; Marquard, Sifrid, Reinboto, Heinric, subdiakonen; L'unrad und sein 
bruder Gozwin von Enkeringcn. Ministerialen: Cuno von Steine; Cuno von Gl«p uen " 
berg; (Cunrad von PfafFcnhoven ; Conrat Noigir; Sifrid von Bussensheim; Reinboto von 
Crugcsburg; Odalric truchsess; Conrat schenk ; Heinric von Eystctc; Cunrad von Hein«- 
furt; Berthold, marschalk; Rudiger von Aroelbrucht. Fact. anno dominic incarn. 1'-*^ 
indict. VII. — Heilsbr. copiebuch I f. 152 im königl. archiv in Nürnberg. Lang, R 1 '?' 
boic. II, 13. i 35 °i 



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XXVII. Hartwig 1204—1209. 



45 



1206 Freising 

1206 Eichstätt 
Juni 26 



1208? 'ilerriedeu 
März 15? 



1208 
Dez. 

1209 
Jan. 13 

Jan. 



Augsburg 



Febr. 20 Nürnberg 



ist bei der erhebung der reliquien de» heiligen Corbiuian zugegen und asaistirt einer kloster- 
| eiuweikung. — t'hunradi Sehirens. annal. hei Fcrtz XVII, C31. 1361] 
lentscheidet auf bitten des nbtes Eiuwie von Plangksteten in öffentlichem chorgericht, duss 
da» von der kirebengemeiude Piihelkirchen (Beilngrics) gegen den willen ihres pfarrers 
Hartwic beanspruchte pfnrrrecht an der kircho Planngksteten , zu der von anfang an 
auch Friwartzhoucn, Wallcnsdorff und Piberbach als filiaien gehört hatten, dem klostcr 
Einwies zustehe und bestätigt alle briei'e seiner Vorgänger für Plankstetten. Zeugen 
und zwar vom domkapitel: Perthold propst; Marquard dekan; Adalbert scholasticus ; 
Marquard Blciman; Hartwic und »ein bruder Reinbot von Werde; Reinger; Heinrich 
dapifer; Marquard von Ettenstatt: Conrad custos; Gotfrid von Babenbergk; Adalbert 
von Pleienucld; Mnrquard von Wyttesheym; Frideric von Huwcnstat; Conrad Wachcr- 
stayn; Ulrich, dekan von Wcllcnhayin. Ministerialen: Cuno von Glapffenberg; Udalric 
dapifer; Hermann von Mcrstorff ; Carol; Ulrich und Hartwic von Mekenhawsen ; Conrad 
pincerna; Goswin von Oberneystct; Wicpoto; Perthold und Conrad von Morspach; 
Wolfram von Einchishaym; Conrad camerarius; Perthold vonRöhhngen; Conrad Nogir; 
Conrad von Pfaffenhoucu ; Reinbot von Krugelpurgh; Reinbot Eytt'stayn; Hainrich von 
Stain; Conrad von Enckringen; Chuno und sein söhn Chuno von Stain; Pruno von 
Pcchtal und andre. Acta anno incarn. dominic. 1206, indict. IX, VI. kal. jul. papa Inno- 
centio HI, regnanto Philippe II, anno pontiticat. nostri XII. Data Eystett per inamis 
Conradi notarii. Popp, Cod. Monac. p. 260. Plankatetter chronik I, 22. III, 36 im 
Bcilngriescr pfarrarchiv. Jahresbericht des bist. vcr. von Mittelfrank. XVI, 51 (1847). [352] 
erhält von den kanonikeru in Herrieden die erklärung, dass ihm das recht zustehe, den 
propst ihres stifte« zu ernennen. Die Urkunde unterzeichnen: Siboto propst (von 11er- 
rieden). Mar. < Marianus!) dekan. Mar. scholasticus (?). Otto Wieland. Gottcscalc 
custo». Ego tuue teuiporis scholasticus. Heinricus Svcnus. Wolfram von Bilngriez. 
Ruodigus (!) ccllerarius. Ego Ch. de Ahe. Ulrich von Dornhusen. Siboto von Walm- 
ting. Diemar von Celle. Mar. von Gyselsheim. Ego B. Sneko. Ulrich Hvzing. AI. 
Ey»t. Eichstätter vassaldi: Swigcr von Oberubach. AI. advocatus von Tagestetcu. 
Chuno von Glapfenberch. Ulrich dapifer. Eberhart uud sein bruder Wicfrit von Witens- 
heira. Noier Snekc. Haertwic von Hirzlach. Sifrid von Lvmingcn. Bl. marscalcus. 
Chunrad von Tanne und sein Bohn Chunrat und Wolfram von Emecheim. Heinrich von 
Eyst. Heinrich dispensator. Ulrich von Phalvelt. Ferner waren zugegen der abt von 
Heidenheim und der abt von Ahuscn. Facta sunt haec anno ab incarn. Domini M.CC.VHI 
idus mareii. — Popp, Cod. Monac. p. 78. Falkenstcin, Cod. dipl. Eystett. p. 41 n. 
30. [353] 
Vermutulich ist zn lesen; Anno MCC, octavo id. mart. 
lässt den bann des reiches Uber Otto von Wittenbach, den inürdcr des königs Philipp von 
Schwaben, in den kirchen seiner diözeso verkünden. — Plankatetter chronik im pfarr- 
archiv zu Beilngriea. 1354] 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Otto, wodurch derselbe die kirchc zu 
Aquileja auf bitte des dortigen domkapitcls in seinen besonderen schütz nimmt. — 
Ughelli, Italia sacr. V, 78. Böhmer, Reg. imperii 1198—1254 p. 41 n. 46. [365] 
desgleichen in einer Urkunde, wodurch könig Otto IV dem patriarchen Walther von Aqui- 
leja das herzogthum Friaul bestätigt. — Ughelli, Ital. sacr. V, 76. Böhmer, 1. c. nro. 45. [356 J 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Otto, wodurch derselbe in der klagsachc 
des bischofs Walther von Gurk gegen den erzbischof Eberhard von Salzburg den auf 
Vortrag des bischofs Engelhard von Naumburg durch die fürstcnversammlung ergangenen 
rechtsspruch mittheilt, dass nicht dem reiche, sondern dem erzbischof von Salzburg diu 
Verleihung der regalion an dem gotteshause zu Gurk zustehe. — Böhmer, Act. imp. 
p. 209 n. 234. Archiv für österr. geschichtsquell. XIV, 141. [357j 
Regest» imperii 1198-1254 p. 42 n. 53 Uat Böhmer: febr. 18 und bischof Hartwig von Zeit*! 

12 



4(i 



XXVII. Hartwig 1209—1210. 



1209 
Juli 29 



Aug. 19 
Aug. 21 
Sept. 1 

1209 



Augsburg 



am Gardasec 



apud Va- 
ler um 



1210 



r n 



1210 

circ 



wohnt einem hoftag des königs Otto in Augsburg bei, woselbst berathungen über die 
kaiscrkrönung gepflogen werden. Bischof Hartwig ist unter den mit specicllen auftragen 
betrauten. — Arnold, Chronica Slavor. bei Pertz XXI, 248. Böhmer, Reg. imperii 
1198—1254 p. 45. [358) 
Hartwig begleitet den könig Otto aof seinem zag nach Italien, 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Otto IV, durch welche dieser der haupt- 
kirchc von Verona ihre besitzungen und rechte gewährleistet und verschiedene ver- 
äusserungen lür nichtig erklärt — Böhmer, Reg. imperii 1198-1254 p. 46 n. 73. [359! 
dergleichen in einer Urkunde Ottos für Tonistus, den abt von sanet Hilarius und Benedikt 
(später sanet Gregor) in Venedig. — Cornelius, Eccles. Venet. IX, 386. Böhmer p. 
46 n. 74. [360] 
befindet sich im lager des königs Otto IV vor Bologna und unterzeichnet am 1 sept. als 
zeuge eine Urkunde, durch welche Otto den söhnen des verstorbenen grafen Rainer von 
Biandratc lehensweise alles das zugesteht, was in Stadt, bisthum und grafschaft Ivrc.i 
dem reiche angehört. — Damberger, Synchronist. gesch. des mittelalt. IX, 694. [361 1 
schlichtet die zwischen dem propst und convent zu Sulenhovcn einerseits und Ulrich iu 
Hofstete andererseits wegen eines gutes zu Lumingen (Lchmingen, oberamts Heidenheiin 
bestandenen irrungen also, dass des gedachten Ulrich natürlicher söhn jenes gut lebens- 
länglich um einen jährlichen zins von 12 pfenningeu besitzon soll. Zeugen: Berhtold. 
dompropst; Marquard, dekan; Albert, scholasticus; Marquard, propst zu Herricdcn: 
Gumbert, archidiakon; Cunrad, custos, kanoniker zu Eistet. Dann die laien: Hermann 
von Stophe; Rudiger von Beichenhoven; Berhtold von Cenne; Virich von Hofesteten: 
Sigilrid von Mergesling; Ulrich von Chirstet; Otto von Ureinheim; Pruno von Bechc- 
tal; Chunrad von Phaphcnhovcn; Vlrich dapifer von Werde. Acta sunt haec anno ab 
Incarnatione domini MCCVHII indictione XII glorioso Romanorum rege Ottono reg- 
nantc anno ejus per (wohl: post) Philippum primo. — Copicbuch des klosters Solen- 
holen fol. 4 b im königl. archiv zu Nürnberg. Popp, Cod. Monac. p. 421. Lang, Reg 
boic. II, 39. [362] 
beurkundet, dass Rudolf vonHurnheim, sein lehenmann, und Meginward von Mure, sein 
dienstmann, gegen die brüder zn Halsbrunne auf die lehenschaft des frueht- uud weide- 
zehcnt8, genannt heida, aus den gütern am sce Nezclbach verzichtet haben. Zeugen: 
Bertold, propst; Sifrid, dekan; Albert, scholasticus; Marquard, pfarrer; Cunrad, custos; 
Reinger, keilner; Hartwic, erzpriester von Werde; Marquard (von) Witiusheim; Rudolf, 
oblaier (obletarius); Vlric von Wellinheim; Vlric Hunlin; Heinric Tunarc; Werenher 
von Papenheim; Vlric von Berchem, kanoniker zu Eystct. Dann die laien: Graf Gebi- 
hard und sein söhn Gerhard; Gorwin (sie) von Angeringen; Berhtold von Mazingen: 
Arnold von Nazinvelt und sein söhn Vlric; Cuno von Stein (de Lapide) und sein söhn 
Cuno; Gotfridvogt; Gotfrid von Rugishovin ; Vlric truchsess; Cunrad schenk; Cuno von 
Glapphinberg; Wicfrit von Witinshein; Cunrat Nogir; Cunrad von Phafinhovin; Heiuru 
in der Stadt (in urbc). Factum anno ab incarnat. Domini 1210 indict. XII (XIII) reg- 
nantc Romanorum imperatore Ottone glorioso. — Heilsbronncr copicbuch I f. 163 im 
köuigl. archiv zu Nürnberg. Popp, Cod. Monac. p. 79. Lang, Reg boic. II, 43. [363 
vidimirt den Stiftungsbrief des klosters heiligen Kreuz in Eichstätt vom jähre 1194 anno 
ab incarn. 1210 sub papa Innocentio HI, Ottone imperante, anno pontificatus nostri XV, in 
die consecrationis nostrae roajoris ecclcsiae. — Salbuch des klosters h. Kreuz in Eichst, 
fol. 3. 

bestätigt die Stiftung des Mcrboto von Phunzo, die derselbe mit einem gute in Luipoldes- 
hoven zur bcsoldung zweier todtengräber an den beiden gottesäckern zu Eichstact (in 
coemeterio s. Mariac et s. Willibaldi et in altero coemetcrio s. Walburgae) gemacht 
hat — Moedel, Chronik der bischöfe von Eiehstaett, Hartwig p 8 (manuscript im bi- 
schön, ordinariatsarchiv). Diplomatar. capituli Eystett. [3 CS ! 



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XXVII. Hartwig 1210—1213. 



47 



1210 



1211 

Nov. 8 



Eichstätt 



1212 
Mai 10 



Mai 11 
Mai 28 



Nürnberg 



Okt. 2 lf Moosburg 



1213 
Febr. 15 



überlässt an das kloster Rcichenbach Weinberge, welche der conventus ccclesiac Eystctcnsis 
in Regensburg besnss, an das klostcr Roichenbach; dagegen trat der abt von Reichen- 
bach einen hof und eine mfihle, die sein kloster in Erchinbrehouin (Erkcrtshoi'cn?) be- 
sass, an den conventus ecelesiae Eysteteusis ab. Zeugen aus dem knpitel: Bcrthold, 
propst. Marquard, dekan. Albert, scholasticus. Rudolf, oblatarius. Renuger, ccllcrarius. 
Cunrad, custos. Hnrtwic von Werde und dessen bruder Remboto. Marquard ßlimann. 
Marquard von Witinsheim. Marquard von Soltzkirchen. Götfrid von Babinbcrch. Sigc- 
frit von Rohrbach. Chunrat von Gunczinhuseu. Wornhir von ßappinhem. Heinrich 
Tünare. Ulrich Hirtilin. Otto, schenk. Heinrich Eiüratcin. Wirnto. Laien: Chunrat, 
schenk. Ulrich dapifer und dessen bruder Otto. Chunrat von Phafinhovin. Gozwin 
von Obirneustetiu (Oberneichstätt). Ffridrich, camerarius. Heinrieb, dispensator et 
alij quam plures. Act. MCCX Innocentio papa Ottonc tertio romano iuiperio praesi- 
dente sub comite Gebchardo. — Monuin. boic. XXVII, 49. [366| 
bekundet, dass die zwei Schwestern Juta und Kunigund den hof Bircha (Birkhof), ihr er- 
erbtes eigenthum, durch den grafen Gebhard als salmann dem kloster sanet Walburg 
in Eichstädt geschenkt, aber auf lebensdnuer die erträgnisse sich vorbehalten haben. 
Zeugen: Graf Gebhard. Heinrich von Suouersheim. Heinrich von Hovcstctcn. Hein- 
rich von Eistet. Hartwic Ivdeman. Heinrich von Egwile. Heinrich von Mundling. 
Ulrich Brobestlin. Ilerinan Pfaphelin. Heinrich Ekeman. Virich Faber. Virich pul- 
sator. Frideric cocus. Conrad Steinbreche et alii quam plures. — Copie in der Poppi- 
schen Sammlung. Luidl, Eichst, hciligth. III, 154. [367] 
unterzeichnet als zeuge eine Urkunde des königs Otto IV, wodurch derselbe zu ehren Gottes 
und der jungfrau Maria sowie zu seinem und seiner eitern Seelenheil die besitzungen 
des Deutschordens in seinen schütz nimmt. — Ouellius, Hist. ord. teuton. p. 11. Scheid, 
Origin. Guelf. III, 819. Hcnncs, Cod. ordin. teuton. p. 11. Böhmer, Reg. imperii 
1198—1254 p. 59 n. 169. |3G8| 
unterzeichnet den schutzbrief des königs Otto für das schottenklostcr in Regensburg und 
die dazu gehörige kirche. sanet Peter beim westthore. — Mon. boic. XXXI. I, 478. [369] 
eignet dem abt Heinrich und den brUdem des klosters Ahuscn das neben diesem kloster 
jenseits der Wernizc gelegene gut Vorste, das der kirche Eichstaett gehörte, aber an 
Otto, dompropst zu Wirceburg, und die gebrtider Hartmann und Hermann von Lodeburc 
als lohen ausgegeben war. Zur cntschädignng geben die genannten ihr väterliches gut 
zu Lengenveit und Tiufenbach und einen hof zu Berolfeshcim in der weise an das hoch- 
stilt Eichstaett, dass sie das abgetretene als 1» hen zurückcrhnlten. Mitsieglcr: die kirche 
zu Eistet. Zeugen: Berhtold, dompropst; Sifrid, dekan; Heinrich, scholasticus ; Mar- 
quard, pfarrcr; Cunrad, custos; Regenger, ccllerarius; Rudolf, oblsicus; Marquard Bli- 
mannus; Wernher, archidiakon ; Heinrich von Tisthingen; Friderich von Howenstat; 
Friderich ignis; Reinboto von Werde; Vlrieh pullus; Otto atre; Heinrich Aitcrsteinj 
Sifrid von Emechesheim, kanoniker. Laien: Marquard, vogt von Lumingen; Cunrad 
von PhafTenhoven; Cunrad und Tiemo gebrlider von Haimcsfurt; Manegold von Heiden- 
heim ; Cunrad von Ostheim ; Cunrad von Hfsclsheim ; Sifrid von Lumingen ; Marquard 
von BerolljeBhcini. Kanoniker von Wirceburc: Friderich von Grindloh und Heinrich 
vom Stein; Heinrich, magister von Onoldcsbach. Acta ab incarnatione Domini 1212 V 
kal. iunij indictiono quinta deeima. — Copiebuch des klosters Ahuscn fol. 7 im königl. 
archiv zu Nürnberg. Lang, Reg. boic. II, 49. [370] 
assistirt am feste der heiligen eilf tausend juugfrauen dem bischof Otto von Freising bei 
der consecration der kirche saneti Castuli in Moosburg. — Cod. trodit. monastcrii s. 
Castuli ed. Freyberg in den abhandlungcn der bayer. akad. der Wissenschaften. Hund, 
Metrop. Salisburg. II, 514. (371] 
Rogensburg erscheint zum ersten male in einer Urkunde Friedrichs II von Hohenstaufen und zwar in 
einem schutzbrief für das kloster Berchtesgaden. Monum. boic. XXX. I, 5. Ltinig, Roiclis- 

12* 



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48 



XXVII. Hartwig 1213— 1219. 



1213 Hegensburj 
Febr. 15 



Febr. 16 



12U 

Febr. 19 



1214 



Augsburg 



1215 Ulm 
Juni 20 



1215 

1216 
Aug. 28 

Nov. 21 



1218 
Dez. 14 

1219 
Jan. 15 
März 15 

Nov. 2 



Nov. 8 



Köln 
Eichstätt 

(Rom) 



Nürnberg 



nrehiv XVIII, 16. Hund, Metropol. Salisburg. II, 180. Böhmer, Reg. p. 73 n. 52. [372] 
Die urkundo hat das jähr 1212, aber indict. I. Boczek behalt das jähr 1212 bei. 
unterzeichnet luit ein und zwanzig anderen genannten zeugen eine Urkunde des kaiaers 
Friedlich II, worin dieser den bürgern von Cremona alle ihre rechte neuerdings ver- 
brieft und seine eigenen zu Mantua ihnen gemachten Versprechungen bestätigt. — Böhmer, 
Act iiuperii sei. p 772 n. 1075. 1373) 
ist zeuge in einer urkuude des kuisers Friedrich II für das schottenkloster (sanet Jakob) 
in Regensburg und die dazu gehörige kirche Wihi sanuti Petri. — Monum. boic. XXX. I, 
7. Ried, Cod. dipl. Ratispou. I, 303. [374| 
Diese Urkunde bat, wie die vorige, da*, julir 1212 und iudict. 1. Ried bebillt das jähr 1212 bei. 
unterzeichnet, bei einem feierlichen holtag in Augsburg zugegen, eine Urkunde des kaisers 
Friedrich II, wodurch derselbe den rechtsspruch bekundet, dass dem Vasallen, dem ein 
kammerlehen zwar verliehen worden, der aber mit dessen abholung saümig war, lür 
die inzwischen verlaufene lehenszeit nicht* von den leheuseinktinften gebühre. — Hör- 
niayr, Gesch. von Tirol I, 206. Pertz, Lcges II, 225. Böhmer, Reg. p. 75 n. 75 [376] 
schenkt dem kloster Planngkstetten ad usum cujusdam domiuae Agnes, quac per eju» 
ordinationem ad dictum coenobium fuit oblata, in gegenwart seines bruders Gebhard, 
graten von Hirspcrg und vogts von Plankstetten, durch den aalmann Chuno von Glapfea- 
berg jenes gut in Grispach, welches im jnhro 1198 durch den abt Rupert an das hoch- 
stift Eichstädt war abgetreten worden. Zeugen: Seufrid, dekan. Marquard, plebanns 
major. Ilartwie von W erde, archidiaconus. Reimboto, dessen bruder. Marquard von 
Witenshaym. Regenger cellerarius et alii de choro. Act. MCCXIV Friderico regnante. 
praesulatus nostri anno XVI1II. — Popp, Cod. Monac. p. 275. Plankstettcr chronik 
I, 32. III, 42 im pfarrarchiv zu Bcilngries. 1370| 
ist zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich II, wodurch derselbe das von seinen vor- 
fahren gestiftete kloster Lorch in seinen besonderen schütz nimmt. — Besold, Docum. 
retÜV. 1, 449. Böhmer, Reg. p. 82 n. 133. 1377J 
nimmt aamint seinem bruder Gebhard in Köln das kreuz. — Chronic, german. bei Pistorius, 
seriptor. rer. german. II, 812. Eichst pnatondbl. I, 43 (1854). 13781 
Da erst 122(4 wieder ein kreuzxug abging, konnte Hartwig sein gelübdc nicht erfüllen, 
schlichtet einen streit zwischen dem kloster Rcbdort und dem pfarrer in Eystct über eine 
dos Rebdorfs in Wcydeuhül (eiuem cire. 1485 eingegangenen cinzelnhof zwischen Tau- 
bcrfeld und Walkertshofen), und über zehenten von der wiese bei Rebdorf, bei den Stein- 
brüchen cbendort und dem dorf Richolvestzelle. — Stein Cod. dipl. I, 55. [37'J] 
Papst Honorius III schreiLt dem erzbischof von Mainz und seinen suft'raganen in bezug 
auf die erhebung des zwanzigsten theils von allen geistlichen einkünften während dreier 
jähre, wie solcher dem heiligen land zur hilfe auf dem allgemeinen coucil vom nov. 1215 
cinmüthig bewilligt worden ist und dessen erste rate am 1. mai bezahlt werden soll. — 
Würdtwtin, Nov. subsid. dipl. III, 49. Böhmer, Reg. imperii 1198-1254 p. 324 n. 2. [380] 
erhält von papst Honorius III den auftrag, den domherrn von Prag und anderen böhmischen 
klcrikern bekannt zu geben, dass sie wegen nichtbcachtung des über ihr land verhäng- 
ten iuterdikts ihrer pfründen entsetzt seien. — Boezek, Cod. dipl. Morav. II, 107. 1381] 
tritt das patronatsrecht an der kirche zu Egweil dem kloster Kaisheim (Caesarea) ab. [382) 
Lang, Reg. boic. berichtet dies 1219 jau. 15. (11,92) und Febr. 22 (II, 102) und nochmal 1231 (11,202). 
erlangt von papst Honorius III die incorporirung der kirche Hcmesfurte (Hainsfart) an 
das domkapitel Eichstaett — Lang, Reg. boic. II, 92. Popp, Cod. Monac. p. 431. [383] 
ist zengo in einem schutzbrief des kaisers Friedrich II für das kloster Scheftcrshciin. — 
Hansselmann, Diplomatischer beweis I, 372. Böhmer, Regesta imperii 1198—1254 p. 
103 n. 309. [384J 
dcs8gleichcn in einem privilegienbrief Friedrich II lür die stadt Nürnberg. — Monuin. boic. 
XXX. I, 84. Wölkern, Histor. Norimb. diplom. prodrom. 9. Toluer, Cod. dipl. ad bist. 



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XXVII. Hartwig 1219—1223. 



4ü 



1219 

1220 
April 19 

■ 23 

n 26 



Frankfurt 



I? B 

1220 

1221 
Febr. 18 



1222 
Sept. 26 



1223 
April 18 



(Rom) 



Eichstätt 



Palat p. 68. Schütz, Corp. hUt. Brand. IV, 58. Lünig, Reichsarchiv XIV, 85. Böhmer 
L c n. 12. [3851 
reconciliirt dio durch Rupert von Stein und andere mit brand und raub entheiligte kloster- 
kirche su Kastel. — Moritz, Die grafen von Sulzbach II, 108. [3861 
unterzeichnet dio Urkunde, wodurch kaiscr Friedrich II den bürgern von Utrecht auf bitten 
ihres bischofs Otto da» Privilegium der zollfreiheit in Word erneut — Heda, Hut 
episcopor. Traject. p. 212. Böhmer, Regcsta iinpcrii 1198—1254 p. 106 n. 333. [387] 
Wahl Heinrichs VII in Frankfurt zum deutsehen könig, wobei dio geistlichen fürsten wesent- 
lichen einfluss übten. — Böhmer, Reg. p. 211. [388 1 
Bischof Hartwig erscheint als zeuge in dem grossen privilegienbrief des kaisers Friedrich 
II für die geistlichen fürsten. — Mon. boic. XXX. I, 99. Pertz, Lcgcs II, 235. Guden, 
Cod. dipl. I, 469. Würdtwcin, Nov. subsid. dipl. IV, 401. Harzheim III, 512. Senken- 
berg, Corp. jur. feudal, p. 766. Falkcnatein, Cod. dipl. Eyst. p. 62 (dazu korrekturen 
bei Popp, Cod. Monac p. 5). Böhmer, Reg. p. 107 n. 341. [389] 
Dieses Privilegium wurde 1284 im nov. durch Friedrich II selbst und 1275 mir* 13 durch Rudolph 
vou Habsburg erneut. 

unterzeichnet die Verordnung des kaisers Friedrich II, daas in Nürnberg und ebenso in 
den bayerischen städten nach anderem als Rcgcnsburger gepräge gemünzt werden 
müsse. — Mon. boic. XXX. I, 95. Ried, Cod. dipl. Ratisbon. I, 324. [390] 
; zeuge in einer Urkunde des bischofes Konrad II von Regensburg, die vogtei über das 
kloster Prttl betreffend. — Mon. boic. XV, 165. Conf. Ried, Cod. dipl. Ratisb. I, 329. [391] 
wird samnit den übten von Waltsahaen und Hailsbrunne von papst Honorius III beauftragt, 
die anstände zwischen dem bischofe Kourad von Regeusburg und dem crzbisclmfo Eber- 
hard von Salzburg wegen kaufssnehen zu bereinigen. — Ried, Cod. dipl. Ratisb. I, 330. 
Mon. boic. II, 116. Lang, Reg. boic. II, 116. [392] 
Lu der gleichen sache hatte pap&t Iuaocenz III schon 1209 april 13 dem dompropst, domdechant 
und scholasticus von Eisteten das commissoriuin, aber wie es scheint, erfolglos übertragen. — Ried, 
Cod. dipl. Ratisb. I, 296. Lang, Reg boic. II, 34. 

übergibt an die oblei des domkapitels zur Stiftung eines jahrtngs für sich ein gut in Itensheim, 

das Mathilde, olhn socius (soerus oder socia?) Herinanni Brunnarii in Eystett, nn das dom- 

kapitcl, das domkapitcl aber an den bischof vorkauft hatte; ferner ein gut in Bussensheim, 

das Hartwig von Reimar, miles quondam de Bussensheim, an sieh gebracht; endlich ein 

zweites gut in Itensheim, erworben von dem herrn Hacelus Albus, wobei für das erste 

gut Ulrich von Elmendorf, für das zweite und dritte Ulrich von Glapfenberch als sal- 

mann fungirt. Der domeustos Reiuiboto verspricht alle bedingungeu zu erfüllen. Acta 

in choro majoris ecclesiao 1222 VI kal. okt. indict. II (XI). — Diplomatnr. capit. 

Eystett. [393] 
'Zeugen sind angedeutet, aber nicht hinzugesetzt. 

läset durch den domdechant Sifrid und den seholastcr Albert den streit schlichten zwischen 
dem pfarrer Ulrich von Ahe, zugleich kanonikus in Herrieden, und dem miles Burchard 
von Imilndorf über das patronatsrecht an der kapelle Phlunvelt, wobei als zeugen ver- 
nommen worden: Friedrich, scholasticus Harrideusis; Rudiger, dekan von Uvrtiheim ; 
miles Heinrich der ältere von Aspach; Bertiger' von Phalvet; Konrad, priester in Sammen- 
hein und kanonikus in Onoltesbachc ; Cunrad der alte, telonearius in Heidinheim; Ctin- 
rad lapieida. Als zeugen der Verhandlung und entscheidung unterzeichnen: Marquart 
von Witinsheim; Ulrich Hnnlin; Heinrich (von Zipplingen), scholasticus in Augsburg; 
Ulrich, major plebanus; Ulrich von Benhein; Albert von Owe; Sigitrid von Emichis- 
heim, canonici. Zugegen waren ferner: Ulrich Pobistilin, pfarrer bei sanet Walburg; 
Emchard; Albert scartomeus (!); Enchinbreht et alii quam plures. Acta sunt haec Eistet 
in capitulo anno Domini 1223 XIV kal. maj. — Mocdl , Cod. dipl. und Ejusd. chronic, 
episcopor. Eichst Hertwic p. 13 (beide als manuscr. im bisch, ordinariatsarch. zu Eichst.). 
Phlunvelt wurde als filiale von Ahe erklärt. [394 1 

13 



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50 



XXVII. Hartwig 1223—1223* XXVIII. Friedrich I 1223—1225. 



1223? 



Eichstätt 



1221 
März 7 

April 10 



v'>-VL 



(Rom) 
Eichstätt 



entscheidet gegen deu iniles Raiuungus von Schvvobach, welcher behauptete, dass Bach- 
hansen eine eigene pfarrei sei und ihm an der dortigen kirchc das patronatsrecht zu- 
stehe, es sei im gegentheile Bachausen eine filiale von Wideuwanch und der Eichstätt» 
doinscholaster, der magister Werner, sei als pfarrcr von Weidenwang gleich seinem Vor- 
gänger Bernhard auch pfarrer von Baehhausen. — Berichtet in der Urkunde de« bischok 
Friedrich I von 1221 april 10 bei Falkcnstcin, Cod. dipl. Eystctt. p. 42 n. 32. (395| 
Bischof Hartwig ist ferner genannt 
1209 juni 1: In einer bulle, durch welche pnpst Innocenz III dem kloster Planksteten das 
plarrrccht an diesem orte und alles andere, was bischof Hertwic ihm überlassen hat, 
bestätigt. - Popp, Cod. Monac. p. 263. 
1222 circ. : In einer Urkunde des stadtpropstes (Vorstandes des stadtratha !) Heinrich. Hein- 
rich, propst des bischofs Hartwig seligen angedenkens, und dessen ehefrau Ilazegn, 
sehwester Heinrichs olim Egg^nanni, schenken dem domkapitcl durch den salmann 
Heinrich von Wolvcsbuch ein haus in Eichstaett. Actum 1222 indict. II (XH) tem- 
pore Haertwici Eisteten, episcopi. — Diplomatar. capit. Eystett. 
Das actum mus» in dio regiorungszeit Hartwigs, das datum nach dessen tod fallen. 

XXVIII. Friedrich I 1223—1225. 

Das pontificale Gundckars nennt Um Fridericus de Ilowenstat (bei Ingolstadt?) und 
6agt, dass er 1226 nach einer regicrung von zwei jähren gestorben sei. Aber die zahl 
1226 ist unrichtig. Conf. Popp, Denkschr. p. 243. y ./< JßJ. * 

( 

Bischof Friedrich vernimmt auf seiner ersten synode in dem streite, ob Bachhausen eine 
filiale oder pfarrkirchc sei, dio beiden streitenden partheien, nämlich den Konrad von 
Phaffenhoven , domherrn von Eichstätt und pfarrer in Weidenwang, und den priesUi 
Heinrich Orlin, welchen der rittcr Ramung von Schvvobach schon zur zeit des bischofs 
Hartwig nach Bachhausen gesetzt hatte. Dem Konrad wird mit Zustimmung der synode 
ein termin gesetzt, um zeugen hinsichtlich der früheren entscheidung des bischofs Hart- 
wig in der gleichen sachc zu stellen ; die appellation des Heinrich Orlin nach Rom wird 
für nichtig erklärt. — Berichtet in der urkundo Friedrichs von 1224 april 10. Vergl. 
auch oben nro. [395]. [396] 
Papst Honorius III bestellt den bischof Konrad von Hildesheira und den magister Salomen, 
kanonikus in Wllrzburg, zu predigern de« kreuzzugs im Mainzer metropolitnnsprcngel 
(also auch in der diüzcsc Eichstaett). — Würdtwein, Nov. subsid. dipl. IV, 120. [397] 
Fridericus, Dei gratia Eystettensis ecelesiao clectus, entscheidet unter Zustimmung des chores, 
der ministerialen und Vasallen in der Streitsache wegen der kirche in Bachhausen, nach- 
dem folgende zeugen vernommen worden: Ulricus, frater domini Chunradi de Widen- 
wanch; Arnolt Hiwiscman; Otto Ileilicman; Friedrich Boch; Cunrat mit dem bart: 
Volcmar, ecclesiasticus von Erichesbach : dass die kapcllc zu Bachhausen eine filiale zu 
Weidenwang seL Als zeugen des urtheils unterzeichneten: Sigfrid, dekan; Marqunrd 
von Witinsheim ; Henricus oblaicus; Albertus scholasticus ; Heinrich von Houistct ; Diet- 
mar custos; Conradus von Bertolsheim; Albertus sncerdos von Owa; Otto sacerdos: 
Ulrich von Werde ; Sigifridus von Emichesheim ; Wernhcrus von Hofsteten ; Jacgov. 
Laien: Ruodiger von Gredingen; Cunrad von Plaffenhoucn ; Heinrich von Eystct ; Ul- 
rich Chemo von Talmaezzingcn ; Wittigov von Gcmphingen; Gotfrid Stuhso von Teli- 
wanch; Arnolt von Sulnhouen et alii quam plures. Act. 1223 indict. II (XII), IV id. 
april. — Falkenstein, Cod. dipl. Eystctt. p. 42 n. 32. Popp, Cod. Monac. p. 83 (kor- 

rekturen zu Falkenstein). [398] 
Statt 1223 muss es heiseen 1224; denn am 10. april 1223 lebte bischof Hartwig noch. Ebenso U« 
indict U unrichtig. 



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XXIX. Heinrich I 1225-1226. 



1225 
Juli 2 



Dez. 1 



1225 



Nürnberg 



Scheyern 



1226 
Okt. 7 

Nov. 6 



Hagenau 
Weingarten 



„ 13 Augsburg 



Nov. 



Nov. 26 



Wlirzburg 



XXIX. Heinrich I 1225—1228? 

Ein Augsburger nekrologiura und ein späterer eintrng im pontificalc des Eiehstätter 
bischofs Gundeknr nennen ihn Heinrich von Zipplingen. Zuvor scholasticus am dorn 
zu Augsburg (vid. oben 1223 april 18 nro. 394 und Khnni, Hicraeh. Aug. I, 587) wurde er 
vor dem juli 1225 für die infel von Eichstädt gewählt. Seine regierung dauerto nach 
dem pontilicale 3 jahro und 2 monate; demnach starb er 1228 und zwar nach dem er- 
wähnten Augsburger nekrologium am 15 septetaber, wogegen Thoraas, ein coutinuator 
Gundekara, Uber einer rasur dio angäbe aufzeiohnetc; obiit 1229 IV id. jan. (10 jan). 

Bischof Heinrich erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich VU , wodurch 
derselbe das kloster der Schütten zum heiligen Egidius in Nürnberg sammt der zuge- 
hörigen kirchc zu Altcnfurt in seinen besonderen schütz nimmt. — Mon. boic. XXXI. I, 
519. Falkenstein, Cod. dipl. Norimb, p. 47 n. 29. Ussermann, Episcopat. Barub. cod. 
prob. p. 147 n. 165. Schütz, Corp. hist. Brandeub. IV, 53. Hanselmann, Landeshoheit 
I, 393. Böhmer, Regesta imperii indc ab anno 1198 usque ad annum 12C4 p. 221 
n. 85. |399l 
dessgleichcn in einer urknnde, wodurch Heinrich VII den bischof Albert von Liefland zum 
fürsten erhebt. — Dogiel, Cod. Polon. V, 75. Lundorp, Acta publ. VIII, 658. Voigt, 
Gesch. von Prcusseu I, 671. Böhmer, Reg. p. 223 n. 98. |400] 
ist sammt dem bischof Gerold in Scheyern zugegen, als abt Konrad von dort 1125 sein 
amt niederlegt. Heinrich und Gerold bestricken durch ihr zureden die inünche (quia 
filii hujus saeculi prudentiores filiis lncis sunt), die wähl des neuen abtes Heinrich, die 
1226 febr. 14 vorgenommen wurde, entgegen der dem kloster zustehenden freiheit von 
dem herzog Ludwig von Bayern bestätigen zu lassen. — Chounradi Schirens, annal. 
bei Pertz XVII, 633. [4011 
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich VII, wodurch derselbe dem 
Gcrechin von Sintzig das patronatsrecht in Königsfeld zuerkennt — Tross, Westphalia 
vom 9. juli 1825. Böhmer, Reg. p. 225 n. 114. [402] 
dessgleichcn in einer Urkunde des königs Heinrich VII, wodurch derselbe dem kloster dos 
heiligen Petrus zu Weisscnau eine pfründe an der pfarrkirche zu Brcgenz mit der ka- 
pellc in Wolfurt schenkt. - Lünig, Rcichsarchiv XVIII, 750. Böhmer, Reg. p. 225 
n. 116. [103] 
dessgleichcn in einer Urkunde Heinreichs VII, wodurch derselbe erklärt, das von seinem 
vater Friedrich II an den edlen mann Albert von Niwenburc verpfändete kloster Urs- 
perg wieder ausgelöst zu haben (wozu aber das kloster selbst 200 mark beisteuerte), 
und dasselbe sammt seinen besitzungen in besonderen schütz nimmt. — Mon. boic. 
XXX. I, 139. Lünig, Reichsarchiv XVIII, 678. Böhmer, Reg. p. 225 n. 117. [404) 
dessgleichcn in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII die rechtssprüche bekundet: 1) dass 
alle privilegien und handvesten, welche die bürger der stadt Canibray von den kaisern 
je erhalten, nichtig seien; 2) dasa daselbst die gemcindcvcrfaitsung aufgehoben sei und 
rathBglocke sowie glockcnthurm zerstört werden müsse, auch den bürgern keinerlei ge- 
richtabarkeit verbleibe. — Pertz, Legcs II, 257. Miraeus, Opera diplom. IV, 540. 
Böhmer, Reg. p. 225 n. 118. [40oJ 
Das datum: raensis seplemUris die septimo orklärt Böhmer für einen irrthum. 
verwendet sich mit anderen geistlichen und weltlichen fürsten bei könig Heinrich VII, dass 
derselbe die durch seinen vater Friedrich II gemachte Schenkung der kirche zu Ess- 
lingen an die hauptkirche zu Speyer genehm halte. — Lib. obligat, ecclesiae Spir. I, 
91. Böhmer, Reg. p. 226 n. 122. |406] 
als zeuge die Urkunde, durch welcho könig Heinrich VII auf feie 

13* 



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52 



XXIX. Heinrich I 1226-1227. 



1226 
Nov. 28 



1227 
März 15 

„ 27 Aachen 



• 29 

n 30 
April 5 
„ 29 



Würzburg 



Oppenheim 
Wc 



Mai 1 Hagenau 



Mai 30 



Straubing 



hottag mit rath der fUrstcn anordnet, dass die dienstmannen, bürger und anderen leutc 
des erzbischofs Sifrid von Mainz, die in der königliehen Stadt Oppenheim waren aufge- 
nommen worden, demselben zurückgegeben werden; sodann die btindnisso und cidc für 
nichtig erklärt, durch welche sieh dio städto Mainz, Bingen, Worms, Speyer, Frank- 
furt, (Gelnhausen und Friedberg zum nachtheil der Mainzer kirche verbunden hatten. — 
Portz, Leges II, 257. Mon. boic. XXX. I, 143. Gudcn, Cod. dipl. I, 493. Schaab, 
Gesch. des rheinischen städtebundes II, 2. Böhmer, Reg. p. 226 n. 123. [407] 
leistet mit mehreren anderen gewährschaft bei einem vergleiche zwischen dem könig Hein- 
rich VII und seinem vater auf der einen, und dem bischof Bertold von Strassburg und 
seiner kirche ayt der anderen seite. Bischof Bertold bclelmt den könig mit einem nicht 
näher bezeichneten gute, das derselbe schon länger angesprochen; dagegen verzichtet 
der könig auf die güter der verstorbenen grätin von Dagsburg, die Bertold von den 
erben derselben, den markgrafen Hermann und Heinrich von Baden, gekauft hatte, und 
will auch die neue bürg bei Girbadcn noch vor Weihnachten abtreten. — Böhmer, Acta 
imperii select. p. 280 n. 319. und Reg. p. 226 n. 121. Schöpflin, Alsat. dipl. I, 357. 
Huillard, nist. dipl. Frider. secundi tom. II p. 900. 1408] 
erscheint als zeuge in der Urkunde, durch welche könig Heinrich VII dem nbt und convent 
von Waldsassen das patronat zu Wundreb verleiht, — Mon. boic. XXXI. I, 524. Böhmer, 
Reg. p. 227 n. 128. Conlr. Crusius, Chrou. suevic. üb. I prs. III png. IC. [409] 
desgleichen in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII den Deutachordensbrüdern die gnade 
gibt, dass briefe des reiches für sie kostenfrei ausgefertigt werden sollen und dass der 
jeweilige ordensmeistcr mit sieben personen und sieben pferdeu am hofe des kaisers 
freie Verpflegung zu erhalten habe. — Duellius, Hist. ordin. teuton. append. 18 zum 29 
april. Brandenburgische usurpationsgeschichtc p. 100. Böhmer, Reg. p. 227 n. 131. [410] 
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche könig Heinrich Vll dem bischot Eberhard 
von Salzburg das privilegium des königs Otto IV d. d. 1209 febr. 20, betreffend die 
Unterordnung des bisthums Gurk unter Salzburg, bestätigt. — Böhmer, Acta imperii 
selecta p. 280 n. 320. Meiller, Regestcn der inärkgr. und herzöge Oestcrr. p. 138. [411] 
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII auf bitten der äbtissin* Helwigis von 
Nivcllc die ihrer kirche von seinen vorfahren bewiUigten Privilegien bestätigt. — Notizbl. 
zum archiv für österr. gcschicbtsquell. 1, 152. [412] 
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche Heinrich VII den Deutschordensbrüdern das 
Privileg d. d. Aachen 27 märz dieses jahres wiederholt. — Lacomblet, Urkundenbuch 
II, 77. Böhmer, Reg. p. 228 n. 139. [413] 
dessgleichen in der Urkunde, durch welcho Heinrich VII bekennt, von dem bischof Hein- 
rich zu Worms Wimpfen und die bürg Eberbach als leben erhalten zu haben, dagegen 
verspricht, dem bischof in genannten terminen 1300 mark zu bezahlen, für welche summe 
dio herzöge Ludwig von Bayern und Liupold von Oesterreich, dann Philipp von Bolaml 
und Philipp von Hohenfels als bürgen gestellt werden. — Lünig, Rcichsarchiv XXI, 
1298. Schannat, Hist. Worm. p. 107. Böhmer, Reg. p. 228 n. 116. [414j 
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII zur kenntniss bringt, dass er dem 
Walter und Konrad von Horburg, sodann dem Anselm und Ulrich von Rapoltstein Un- 
recht an der bürg Kaisersberg im Elsass abgekauft habe mit dem versprechen, dort 
keine Stadt anzulegen. — Schöpflin, Alsat. dipl. I, 354. Böhmer, Reg. p. 228 n. 147. [415] 
wohnt in Straubing um pfingsten mit könig Heinrich VII der wehrhaftmachung Ottos des 
Erlauchten von Bayern bei. Ebendort wird Ulrich, der erste bischof von Lavant, durch 
den erzbischof Eberhard von Salzburg geweiht. — Chronic. Salisb. bei Pez I, 353. 
Hermann Altah. bei Böhmer, Fontes rer. germ. U, 501. Annal. Schcftlar. ad anu. 1227. 
Böhmer, Reg. imperii p. 231 und Wittclsbach. reg. p. 12. [4161 
Das chronic Salisb., Hermannus Altah. und Böhmer, Regcsta imperii (gedr. 1849) haben das jähr 

, Wittenbach, regest, (gedr. 1864) dagegen das jähr 1227. 



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XXIX. Heinrich I 1227— 1228. 



53 



1227 
Aug. 3 



llMühlhaiuen 



.Sept. 22 
Dez. 20 



1228 
ebr. 23 



Wimpfen 
Nürnberg 
Ulm 



Juli 
Aug. 18 



Gelnhausen 



Nürnberg 



Ulm 



Aug. 31 Esslingen 



Aug. 



unterzeichnet als zeuge eine Urkunde, durch welche künig Heinrich VII hekanut gibt, dass 
die btlrger von Frankfurt keine ansprüche auf den wald und die weide des hofes Riderin, 
den Friedrich II an das kloster Haina geschenkt, mehr machen wollen. — Böhmer, Cod. 
Mocnofrancf. I, 51 und Reg. iniperii p. 229 n. 150. [417] 
dessgleichen eine Urkunde, wodurch künig Heinrich dem bischof Hermann von Würzburg 
die vogtei eines hofes in Frickenhausen unter der bedbigung resignirt, dass Hermann 
dieselbe vogtei dem abte und convent des klosters Ahausen eigne, dem der erwähnte 
hof gehörte. — Mon. boic. XXXI. I, 527. Böhmer, Reg. imp. p. 329 n. 152. [418] 
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche Heinrich VII den deutschordensbrttdern dio 
kirche des heiligen Blasius zn Miihlhausrn mit dem patronat und allem zugehür schenkt. 

— Böhmer, Regest, imperii p. 230 n. 161. [419] 
^lessgleichen in einer Urkunde, wodurch künig Heinrich VII bekannt gibt, die vogtei über 

alle besitzungen des klosters sanet Johann im Turthal übernommen zu haben. — Neu- 
gart, Cod. Alemann. II, 154. Böhmer, Reg. imp. p. 230 n. 171. [420] 
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch künig Heinrich VII erklärt, der abt des klosters 
sanet Johann im Turthal habe vor ihm das recht dieses klosters erwiesen, seinen vogt 
frei zu wählen und den gewählten, wenn er sich schädlich erweist, wieder abzusetzen; 
dass dann Dicthclm von Toggenburg, der diese vogtei ererbt, aber missbraucht hatte, 
eidlich auf dieselbe verzieht geleistet, und dass er (Heinrich) darauf dieselbe übernommen. 

— Neugart, Cod. Alemann. II, 156. Böhmer, Reg. imp. p. 231 n. 173. [421] 
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche köuig Heinrich VI sein recht am klostcr Lorsch 

dem erzbischof Sifrid von Mainz überlässt. — Guden, Cod. dipl. 11, 55. Böhmer, Reg. 
imper. p. 231 n. 181. [4221 
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche künig Heinrich VII dem erzbischof Eberhard 
von Salzburg mit der grafschaft im Rinzgau belehnt, die herzog Ludwig von Bayern zu 
diesem behufc dein reiche anheimgesagt, nachdem er zuvor mit dem oberen Pinzgau 
den nunmehr verstorbenen grafen Heinrich von Mittesel (Mittcrsill) und mit dem untern 
den grafen Leutold von Plaien belehnt gehabt. — Böhmer, Acta imperii sclccta p. 283 
n. 326 u. Reg. imper. p. 232 n. 183. Meiller, Reg. der markgr. und herzöge Oesterr. 
p. 142. [423] 
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch künig Heinrich VII dem propst und den brüdern 
des klosters Adelbcrg erlaubt, von seinen dienstmannen, bürgern und leuten giltiger - 
weise güterschenkungen anzunehmen. — Besold, Docum. rediv. I, 15. Bühmcr, Reg. 
imper. p. 232 n. 187. [424J 
siegelt eine urkundo des bischofs Ekkbert von Bamberg, wodurch dieser dem herzog Lud- 
wig von Bayern und dessen söhn Otto die lehen überträgt , deren sich die edlen von 
Hals widerrechtlich angemasst hatten. — Quellen zur bayer. und deutsch, gesch. V, 42, 
Scheid, Bibl. bist. Gütt. p. 184. Lang, Reg. boic. II, 176. [4261 
ist mitsieglor einer Urkunde Ludwigs des Keblheimers, wodurch dieser bekennt, dass 
der bischof Eckbert von Bamberg ihm und seinem söhne Otto und ihrer beiden lchens- 
erbeu das lehen überlassen, welches zuvor der verstorbene graf Albert von Bogen von 
der kirche Bamberg getragen, zuletzt aber dessen bruder wider recht innc gehabt. — 
Mon. boic. XI, 200. Huillard, Histor. diplom. Frideri secundi III, 501. Ocfele, Scriptor. 
rer. boic. I, 726. Tolner, Jlistor. palat. p. 72. Hund, Metrop. Salisb. II, 31. Böhmer, 
Wittelsb. regesten p. 12. 1426] 
dessgleichen mitsiegler in einer Urkunde des nämlichen Ludwig, worin derselbe bekennt, 
dass ihn der bischof von Bamberg mit den gütem belehnt hat, die zuvor dio brüder 
Alrain und Albert von Hals besassen, er aber rechtlich von ihnen erstritten hat. — 
Mon. boic. XII, 371. Huillard, Hist. dipl. Fridrici secundi III, 500. Böhmer, Wittels- 
bachisthe regest, p 12. [427] 
Bischof Htinrich tilgte mit 1500 mark eine schuld, welche dio kirche Eichstädt in Rom 

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XXIX. Heinrich I 1228—1228. 



controhirt hatte; Hess den thunn in Morneahem bauen und löste da« dem graten von 
(Dettingen verpfändete gut Ehingen mit seinen zugehörungen um 200 mark und 20) 
pfund wieder aus. — üundechari lib. pontific. abgedr. in Vitac pontif. Eystett. beigab? 
zum Eichst, pastoralbl. von 1867. [42« | 

Hainricus Aistctcnsis episcopus et canonicus hujus ecelesiae (Augsburg) . . . dedit domüm 
(den domherrn in Augsburg) praebendam suam et illa vendita fuit pro LX marcis 
argenti, et hnc datae fuerunt in empeione domus institarum (waarenladen?). — Nekro- 
log. August, in Mon. boic. XXXV. I, 91 beim 15. «cpt. [429! 



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